Bachelorarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. EMPOWERMENT
2.1. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND
2.2. DEFINITION EMPOWERMENT
2.3. PHASENMODELL VON KIEFFER
2.4. EBENEN
2.5. ZUGÄNGE
2.6. EMPOWERMENT IN DER PSYCHOSOZIALEN PRAXIS
3. SOZIALPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN
3.1. ERLERNTE HILFLOSIGKEIT
3.2. SALUTOGENESE
3.3. RESSOURCENORIENTIERUNG
4. INSTITUTIONELLE FAKTOREN
4.1. DER SOZIALPSYCHIATRISCHE VEREIN
4.2. DEFINITION UND ZIEL DES BETREUTEN WOHNENS
4.3. ADRESSATEN
4.4. KRANKHEITSBILDER
4.5. WOHNFORMEN
4.6 ARBEITSWEISE DER BETREUER
5. FALLBEISPIEL „WOHNGEMEINSCHAFT *** “
5.1. ALLGEMEINE DATEN
5.1.1. DIE WOHNGEMEINSCHAFT
5.1.2. DIE BEWOHNER
5.2. FORSCHUNGSFRAGE
5.2.1. FÖRDERUNG VON EMPOWERMENTPROZESSEN IN DER WOHNGEMEINSCHAFT
5.2.2. MÖGLICHE SCHWIERIGKEITEN
6. FAZIT
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung empowermentorientierter Sozialer Arbeit im Bereich des Ambulant Betreuten Wohnens. Dabei wird anhand einer konkreten Wohngemeinschaft analysiert, wie Mitarbeiter Empowermentprozesse fördern können, welche Methoden dabei zum Einsatz kommen und welche Herausforderungen sowie Schwierigkeiten sich im Arbeitsalltag für die Betreuer ergeben.
Definition Empowerment
Das Fundament des Empowerment-Konzeptes bildet das humanistische Menschenbild. Die Stärken und Ressourcen der Klienten werden bei diesem Handlungsansatz in den Vordergrund gerückt (Miller, Pankofer 2000, S. 7). Empowerment bedeutet wörtlich übersetzt ‚Selbstbefähigung‘ oder ‚Stärkung von Autonomie‘. Herriger beschreibt Empowerment als einen Entwicklungsprozess über eine gewisse Zeitspanne hinweg, die ein Mensch benötigt, um genügend Stärke zu entwickeln, sein Leben nach eigenen Bedürfnissen und Wünschen so zu gestalten, dass er es als ein ‚besseres Leben‘ wahrnimmt.
Diese Beschreibung dient als gemeinsamer Kerngedanke der unterschiedlichen Auslegungen des Empowerment-Konzepts. Herriger merkt kritisch an, dass die Auslegungen durch die zahlreichen Interpretationsmöglichen von ‚besseren Leben‘ variieren können (vgl. Herriger 2010, S. 7). Herriger vergleicht Empowerment mit einem „Begriffsregal, das mit unterschiedlichen Grundüberzeugungen, Werthaltungen und moralischen Positionen aufgefüllt werden kann“ (Herriger 2010, S. 13).
Obwohl der Begriff Empowerment unterschiedlich ausgelegt werden kann, weisen alle Auslegungen in eine Richtung, nämlich, dass er Prozesse der Selbstbemächtigung beschreibt, „in denen Menschen in Situationen des Mangels, der Benachteiligung oder der gesellschaftlichen Ausgrenzung beginnen, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, in denen sie sich ihrer Fähigkeiten bewußt werden, eigene Kräfte entwickeln und ihre individuellen und kollektiven Ressourcen zu einer selbstbestimmten Lebensführung nutzen lernen“ (Herriger 2002, S. 18).
Es werden also Prozesse der Selbstaneignung von Fähigkeiten und Prozesse einzelner Personen oder Gruppen beschrieben, die durch ihre wiedergewonnenen Stärken und Handlungsfähigkeiten ihre Lebenssituation verbessern können.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik Empowerment im Kontext des sozialpsychiatrischen Betreuten Wohnens ein und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2. EMPOWERMENT: Dieses Kapitel beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund, verschiedene Phasenmodelle und Ebenen des Konzepts sowie dessen Anwendung in der psychosozialen Praxis.
3. SOZIALPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden zentrale Theorien wie die Erlernte Hilflosigkeit, die Salutogenese und die Ressourcenorientierung als Fundament für Empowermentprozesse erläutert.
4. INSTITUTIONELLE FAKTOREN: Es werden die Rahmenbedingungen des Betreuten Wohnens, die Aufgaben des Vereins, rechtliche Voraussetzungen sowie verschiedene Krankheitsbilder und Arbeitsstile der Betreuer beschrieben.
5. FALLBEISPIEL „WOHNGEMEINSCHAFT *** “: Das Kapitel analysiert die praktische Umsetzung von Empowerment in einer Wohngemeinschaft, inklusive Methoden der Einzelfallhilfe und der Reflexion auftretender Schwierigkeiten.
6. FAZIT: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter Richtlinien für die empowermentorientierte Arbeit in sozialen Einrichtungen betont.
Empowerment, Soziale Arbeit, Betreutes Wohnen, Sozialpsychiatrie, Salutogenese, Erlernte Hilflosigkeit, Ressourcenorientierung, Biografiearbeit, Einzelfallhilfe, Unterstützungsmanagement, Selbstbestimmung, Autonomie, Psychische Erkrankung, Wohngemeinschaft, Reflexion.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der empowermentorientierten Sozialen Arbeit im Arbeitsfeld „Betreutes Wohnen“ für psychisch erkrankte Menschen.
Zentrale Themen sind das Konzept des Empowerments, sozialpsychologische Theorien wie Salutogenese, institutionelle Rahmenbedingungen der Betreuung sowie praktische Methoden der Ressourcenaktivierung und Fallarbeit.
Das Ziel ist es, anhand eines Fallbeispiels zu untersuchen, wie Empowermentprozesse in einer Wohngemeinschaft gefördert werden können und welche Hindernisse bei der praktischen Umsetzung auftreten.
Es wird eine fallbezogene Analyse angewandt, die auf Fachliteratur, Konzeptionen des Ambulant Betreuten Wohnens sowie Dokumenten wie Hilfeplänen (IBRPs) der Bewohner basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Empowerments und der Sozialpsychologie sowie in die Darstellung institutioneller Faktoren und die Anwendung dieser Ansätze im praktischen Fallbeispiel.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Empowerment, Soziale Arbeit, Betreutes Wohnen, Ressourcenorientierung, Salutogenese, Selbstbestimmung und Psychosoziale Praxis charakterisiert.
Das Modell beschreibt den Prozess von der Mobilisierung über Engagement bis hin zur Integration, wobei es den typischen, aber oft von Rückschlägen geprägten Entwicklungsweg von Menschen in Empowermentprozessen veranschaulicht.
Sie dient dazu, Wünsche und Bedürfnisse der Klienten für Krisenzeiten festzuhalten, um Ängste abzubauen und den Bewohnern auch in schwierigen Krankheitsphasen ein Gefühl von Kontrolle und aktiver Mitbestimmung zu vermitteln.
Sie kritisiert, dass Empowerment oft nur als „Haltung“ und nicht als fundierte Methode mit klaren Richtlinien existiert, was bei den Mitarbeitern zu Unsicherheiten in der praktischen Umsetzung und Begründbarkeit ihrer Arbeit führen kann.
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