Bachelorarbeit, 2012
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland
2.2. Aktuelle Situation der Frau
2.3. Heutige Situation in den Unternehmen
2.3.1. Diversity Management
2.3.2. Corporate Governance Kodex
2.4. Bedeutung einer Frauenquote
2.5. Aktuelle Entwicklungen in Deutschland
2.6. Aktuelle Entwicklungen in Norwegen
3. SWOT – Analyse
3.1. Grundlagen der SWOT-Analyse
3.2. Fokusgruppe
3.3. Vorgehensweise
3.4. Interne Analyse
3.4.1. Stärken
3.4.2. Schwächen
3.5. Externe Analyse
3.5.1. Chancen
3.5.2. Risiken
4. Auswertung
4.1. Stärken und Chancen
4.2. Stärken und Risiken
4.3. Schwächen und Chancen
4.4. Schwächen und Risiken
5. Schwächen der Analyse
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Stärken und Schwächen einer gesetzlichen Frauenquote in Deutschland mittels einer SWOT-Analyse, wobei Norwegen als Vergleichsland herangezogen wird, um Chancen und Risiken aufzuzeigen, basierend auf einer Befragung der 30 größten DAX-Unternehmen.
2.4. Bedeutung einer Frauenquote
Im Gegensatz zum Kodex wäre eine gesetzliche Frauenquote ein bindendes Recht, mit der Aufgabe Ungleichheiten in Verhältnis der Geschlechter zu beseitigen. Betrachtet wird dies dabei aus rein statistischer Sicht. Die Notwendig für ein solches Gesetz besteht, wenn es in bestimmten Bereichen mehr Männer als Frauen gibt und dieser Sachverhalt sich nicht auf andere Weise beheben lässt. Grundlage dafür bildet der Art.3 des GG, „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Ein Gesetz für eine Quote wird in Erwägung gezogen, wenn sich andere mildere Mittel als nicht wirkungsvoll erwiesen haben und weitere Maßnahmen als wirkungslos erachtet werden. Ziel ist es ein bestimmtes Geschlechterverhältnis herzustellen. Dabei soll keine Gleichheit der Startchancen, des Einzelnen im Wettbewerb mit anderen, geschaffen werden. Im Idealfall soll ein Verhältnis von Männer und Frauen von 50:50 hergesellt werden. In der Regel ist diese Verteilung aber nicht möglich und man entscheidet für einen geringen Anteil. Diesen Prozentsatz bezeichnet man als Frauenquote. Verwendet wird diese Bezeichnung im akademischen Bereich oder bei der Besetzung von Toppositionen in der Wirtschaft. Diese Quote wird im Gleichstellungsgesetz eines jeden Landes verankert und bevorzugt Frauen mit gleicher Qualifikation gegenüber ihren männlichen Mitbewerbern solange, bis der gewünschte Prozentsatz erreicht ist. Beispiele dafür gibt es auch aus Deutschland, hier wurden bereits gesetzliche Frauenquoten im Bereich des öffentlichen Dienstes eingeführt.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Debatte um eine gesetzliche Frauenquote in Deutschland und führt die Zielsetzung der Arbeit sowie die verwendete Methodik ein.
2. Grundlagen: Hier werden die historische Erwerbstätigkeit der Frau, ihre aktuelle Situation sowie die Bedeutung von Diversity Management und des Corporate Governance Kodex dargelegt.
3. SWOT – Analyse: Dieser Teil beschreibt die methodischen Schritte der SWOT-Analyse, die Festlegung der Fokusgruppe (DAX-30 Unternehmen) sowie die interne und externe Analyse.
4. Auswertung: Die Auswertung führt die Ergebnisse der SWOT-Analyse zusammen, analysiert Beziehungen zwischen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken und gibt Handlungsempfehlungen.
5. Schwächen der Analyse: In diesem Kapitel werden methodische Limitationen der durchgeführten SWOT-Analyse, wie das statische Grundmodell und die einseitige Perspektive, kritisch reflektiert.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung einer gesetzlichen Frauenquote in Deutschland unter Berücksichtigung des norwegischen Modells.
Frauenquote, SWOT-Analyse, DAX-Unternehmen, Diversity Management, Corporate Governance, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Norwegen, Führungspositionen, Unternehmensführung, Geschlechterverhältnis, Wettbewerbsfähigkeit, Personalplanung, Unternehmensstruktur, Sanktionen.
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen einer gesetzlichen Frauenquote in Deutschland und bewertet diese anhand einer SWOT-Analyse unter Einbeziehung norwegischer Erfahrungen.
Die zentralen Felder umfassen die historische Frauenerwerbstätigkeit, Diversity Management in Unternehmen, die politische Diskussion um die Quote sowie die methodische SWOT-Analyse.
Das Ziel ist es, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einer gesetzlichen Frauenquote für die 30 größten DAX-Unternehmen in Deutschland herauszuarbeiten.
Die Hauptmethode ist eine SWOT-Analyse, die durch eine unternehmensbezogene Umfrage zur Bewertung verschiedener Thesen zu Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ergänzt wurde.
Der Hauptteil beinhaltet die theoretischen Grundlagen, die Durchführung der SWOT-Analyse (intern/extern) sowie die Auswertung der Umfrageergebnisse und die Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frauenquote, SWOT-Analyse, Diversity Management, Gleichberechtigung und Führungspositionen charakterisiert.
Norwegen führte bereits 2003 eine gesetzliche Quote ein, die zu einer signifikanten Steigerung des Frauenanteils in Verwaltungsräten führte und heute weitgehend akzeptiert ist.
Die unterschiedliche Unternehmensstruktur zwischen Deutschland (Vorstand/Aufsichtsrat) und Norwegen (Verwaltungsrat) erfordert eine differenzierte Betrachtung bei der Anwendbarkeit des norwegischen Modells auf den deutschen Markt.
Die Analyse ergibt ein Überhang an Schwächen und ein signifikantes Wettbewerbsrisiko, was die Umsetzung einer gesetzlichen Frauenquote in Deutschland unter den untersuchten Gesichtspunkten als eher fraglich erscheinen lässt.
Sanktionen werden als notwendiges Druckmittel zur Durchsetzung betrachtet; die Umfrage zeigt jedoch, dass bei der Bewertung ihrer Relevanz sowohl in der Politik als auch bei Unternehmen noch Diskussionsbedarf besteht.
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