Bachelorarbeit, 2012
85 Seiten, Note: 1,9
1 Beitritt der Air Berlin zur oneworld – Aufstieg der Fluggesellschaft?
2 Strategien und Geschäftsmodelle im internationalen Luftverkehr
2.1 Strategien von Fluggesellschaften
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Marktfeldstrategien
2.1.3 Marktraumstrategien
2.1.4 Marktvorteilsstrategien
2.1.5 Marktabdeckungsstrategien
2.1.6 Marktbearbeitungsstrategien
2.2 Geschäftsmodelle von Fluggesellschaften
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Network Carrier
2.2.3 Regional Carrier
2.2.4 Lowcost Carrier
2.2.5 Leisure Carrier
3 Strategische Allianzen als Option der Marktbearbeitungsstrategie
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Motive strategischer Allianzen
3.2.1 Motiv aus der Industrieökonomik
3.2.2 Motiv aus der Wettbewerbstheorie
3.2.3 Motiv aus der Institutionenökonomik
3.3 Ziele strategischer Allianzen
3.3.1 Nachfragegerichtete Ziele
3.3.2 Wettbewerbsgerichtete Ziele
3.3.3 Unternehmensgerichtete Ziele
3.4 Beispiel: oneworld-Allianz
4 Analyse der Ausgangslage der Air Berlin PLC vor dem Beitritt
4.1 Vorstellung der Fluggesellschaft
4.2 Operative und finanzielle Lage
4.3 Strategie und Geschäftsmodell
5 Analyse des Beitritts der Air Berlin PLC zur oneworld-Allianz
5.1 Interne Untersuchung
5.1.1 Stärken der Airline
5.1.2 Schwächen der Airline
5.2 Externe Untersuchung
5.2.1 Chancen der Allianz
5.2.2 Risiken der Allianz
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Diese Arbeit analysiert den Beitritt der deutschen Air Berlin PLC zur oneworld-Allianz vor dem Hintergrund eines strategischen Dilemmas und der schwierigen operativ-finanziellen Lage des Unternehmens. Ziel ist es zu untersuchen, ob dieser Beitritt mit einem wirtschaftlichen Aufstieg der Airline verbunden ist und ob die möglichen Vorteile der Allianz die mit dem Alleingang oder anderen Kooperationsmodellen verbundenen Nachteile überwiegen.
1 Beitritt der Air Berlin zur oneworld – Aufstieg der Fluggesellschaft?
Heute werden etwa zwei Drittel des weltweiten Flugangebots von Airlines erbracht, die in den drei globalen Luftverkehrsallianzen Star Alliance, SkyTeam und oneworld verbunden sind (OW 2011d). Strategische Allianzen stellen damit eine der wichtigsten Kooperationsformen für Fluggesellschaften im internationalen Luftverkehr dar (Sterzenbach/Conrady/Fichert 2009: 283). Die deutsche Air Berlin PLC erkannte dies und hat Mitte 2010 ihren Beitritt zur oneworld-Allianz für Anfang 2012 erklärt (AB 2010a). Allerdings erwirtschaftete das Unternehmen in den letzten drei Jahren nur negative Konzernergebnisse (WIWO 2011b). Im Jahr der Beitrittserklärung wurde mit fast -100 Mio. EUR der bisherige Höchststand erreicht (FTD 2011a). Es stellen sich einige Fragen:
Könnte der Beitritt der Air Berlin zur oneworld einerseits als strategische Neuausrichtung mit dem Ziel des wirtschaftlichen Aufstiegs auf internationaler Ebene und damit auf Augenhöhe mit dem Hauptkonkurrenten Lufthansa gesehen werden (WIWO 2010)? Ist der Allianzbeitritt die einzig logische Option zur Fortsetzung der bisherigen Wachstumsstrategie (AB 2011za) resp. eine aktiv getroffene Entscheidung? Soll nach der Entwicklung zu Deutschlands zweitgrößter und Europas sechstgrößter Fluggesellschaft (AB 2011w: 32) lediglich der nächste Entwicklungsschritt vollzogen werden? Möchte sich die Airline von einer aktuell v.a. auf Urlaubsreisende als auch europäische Kurz-/Mittelstrecken spezialisierten Billigfluggesellschaft zu einer zukünftig auf Geschäftskunden sowie internationale Langstrecken fokussierten Servicefluggesellschaft verändern (FTD 2010)?
Könnte der Allianzbeitritt in Anbetracht der unklaren Ausrichtung der Strategie und des Geschäftsmodells sowie der schwierigen operativ-finanziellen Lage (FTD 2011c) andererseits als notwendige Neuausrichtung mit dem Ziel der Verhinderung des wirtschaftlichen Abstiegs betrachtet werden? Ist der Beitritt etwa die einzig logische Option bzw. eine reaktiv getroffene Entscheidung nach dem schnellen und kostspieligen Wachstum mit mehreren Übernahmen, Beteiligungen und Kooperationen seit dem erst wenige Jahre zurückliegenden Börsengang (Focus 2011)?
1 Beitritt der Air Berlin zur oneworld – Aufstieg der Fluggesellschaft?: Einleitung in die Thematik, Darstellung der strategischen Problematik der Air Berlin und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Strategien und Geschäftsmodelle im internationalen Luftverkehr: Theoretische Herleitung und Systematisierung von Strategieoptionen und Geschäftsmodellen für Fluggesellschaften.
3 Strategische Allianzen als Option der Marktbearbeitungsstrategie: Erläuterung der theoretischen Hintergründe, Motive und Ziele von Allianzen, sowie Vorstellung der oneworld als Praxisbeispiel.
4 Analyse der Ausgangslage der Air Berlin PLC vor dem Beitritt: Detaillierte Darstellung der Unternehmensgeschichte, der operativ-finanziellen Situation sowie Einordnung von Strategie und Geschäftsmodell.
5 Analyse des Beitritts der Air Berlin PLC zur oneworld-Allianz: Anwendung der SWOT-Methodik zur Untersuchung interner Stärken und Schwächen der Air Berlin sowie externer Chancen und Risiken durch den Allianzbeitritt.
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Analyseergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Air Berlin, oneworld, strategische Allianzen, Luftverkehr, Geschäftsmodell, Kostenführerschaft, Differenzierungsstrategie, SWOT-Analyse, Wettbewerbsvorteile, operativ-finanzielle Lage, Netzwerkeffekte, Kundenbindung, Marktmacht, Passagierluftverkehr, Integrationsstrategie
Die Arbeit analysiert den strategischen Beitritt der Air Berlin zur oneworld-Allianz vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation der Airline zu diesem Zeitpunkt.
Die zentralen Themen umfassen die Strategien von Fluggesellschaften, Geschäftsmodelle im Luftverkehr, die Funktionsweise und Motive von strategischen Luftverkehrsallianzen sowie eine detaillierte SWOT-Analyse des Air-Berlin-Beitritts.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob der Allianzbeitritt für die Air Berlin einen Aufstieg ermöglicht und ob die erwarteten Vorteile die Nachteile überwiegen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und verwendet zur Untersuchung des Beitritts die SWOT-Methodik (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Strategien und Allianzen, eine fundierte Analyse der Ausgangslage der Air Berlin (inkl. historischer Entwicklung) und die spezifische Auswertung des oneworld-Beitritts.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Strategische Allianzen, Luftverkehr, Air Berlin, oneworld, Geschäftsmodell, Hybrid Carrier und SWOT-Analyse.
Es kombiniert Elemente klassischer Network Carrier mit denen von Lowcost-Anbietern, um sowohl Geschäfts- als auch Privatreisende anzusprechen.
Die Arbeit identifiziert insbesondere die ungenügende Kompatibilität des Streckennetzes und der Prozesse, die instabile Finanzlage der Airline sowie die ungewisse Rentabilität als wesentliche Risiken.
Die schwierige operativ-finanzielle Lage zwingt die Airline zu einem Sparkurs, was die notwendige Integration in die Allianzstrukturen (z.B. IT-Anbindungen) erschweren und die Attraktivität für Partner mindern kann.
Die Lufthansa dient als wichtigster nationaler Wettbewerber und europäischer Branchenführer als Referenzmaßstab für die Strategie- und Effizienzbewertung der Air Berlin.
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