Fachbuch, 2012
96 Seiten
1. Auf dem Weg
1.1 Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung dieser Arbeit
1.3 Aufbau – Struktur der Arbeit
1.4 Fazit I
2. Der ganze Mensch
2.1 Die Volkskrankheit
2.2 Neuropathologische Erklärung
2.3 Demenz bei Alzheimer Krankheit - Diagnostische Kriterien
2.4 Fazit II
3. Therapeutische Ansätze
3.1 Pharmakotherapie
3.2 Psychotherapie
3.3 Beratung
3.4 Exkurs: Juristische Sichtweise
3.5 Fazit III
4. Therapie - der Weg des Lernens
4.1 „Lerntherapie“ – der Teufelskreis
4.2 Alltägliches
4.2.1 Aufnahme der Biographie
4.2.2 Verhandeln – Loben oder Tadeln?
4.3 Keine Angst
4.4 Fazit IV
5. Das Gesicht der Trauerarbeit
5.1 Abschied – Am Ende des Weges
5.2 Der Prozess des Trauerns
5.3 Die Ermöglichung
5.4 Fazit V
6. Wohlfahrt demnächst gleich Altersarmut?
6.1. Design der Studie
6.2. Operationalisierung
6.3 Verwendete Methoden
6.4. Die Erhebung
6.5. Durchführung und Analyse
6.6. Befund und Ergebnisse
6.7 Zusammenfassung und Interpretation
6.8 Fazit VI
7. Eine negative Prognose oder auf einem neuen Weg
7.1 Resümee
7.2 Die generierte Hypothese
7.3 Hoffnung
7.4 Die Forderung!
Das Hauptziel der Arbeit ist es, therapeutische Maßnahmen und Lernprozesse aufzuzeigen, die Betreuer von Demenz-Patienten (Typ Alzheimer) entlasten und deren Lebensqualität im Krankheitsverlauf verbessern können. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit ein bewusstes „Lernen als Therapie“ den belastenden Teufelskreis aus Überforderung und Hilflosigkeit durchbrechen kann.
1. Auf dem Weg
„Nur Vergesslichkeit?“
In letzter Zeit, da fehlen mir öfters genau die Worte, die zutreffend eine Situation beschreiben. Auch fällt mir gerade ein, dass ich mich gestern wieder mal habe gehen lassen im Schachverein – ich war wohl einfach zu aufgeregt bei den Zügen und danach weinte ich über mich selber; denke die anderen Mitglieder haben nicht verstanden, dass ich einen Schachzug zurücknehmen musste – es scheint auch unwichtig zu sein – ich erinnere mich nicht mehr (so genau) – auch nicht mehr an meinen Gegner.
Fühle mich doch manchen Situationen nicht mehr so richtig gewachsen – spreche aber nicht darüber - aber es ärgert mich ungemein.
Ob ich überarbeitet bin - wieso Arbeit, bin ich nicht schon ohne Arbeit?
Vergesse in letzter Zeit immer wieder Dinge – wahrscheinlich Unwichtige. Dagegen gibt es sogar eine Technik, um mich zu erinnern (kleine beschriftete Zettel in der linken oder rechten Hosentasche - wer hat sie geschrieben?).
Überlege jedoch, warum und wo ich mir gestern (oder war es vorgestern) einen Ölerhitzungsbottich für Kartoffelstücke gekauft habe. Auch muss ich mich jetzt doch öfter zur Raison bringen hinsichtlich der täglichen Rasur – die Leute sollen ja nicht denken, dass ich unordentlich bin. Ich verstehe nur nicht, warum ich manchmal meine Hausschuhe im Kühlschrank finde
Werde Mittwoch wieder in den Schachverein gehen – oder am Freitag – „Sagen sie mir bitte nur noch schnell, welchen Wochentag wir heute haben - wissen Sie ich habe letzte Nacht kaum geschlafen“.
Diese o.a. Eigenanamnese im Sinne einer Introspektion bietet eine Symptomatik und nach einem ersten psychopathologischen Befund führt diese zu einer Verdachtsdiagnose, die als Ursache für o. g. gezeigtes Erleben und Verhalten eine körperlich begründbare psychische Störung aufzeigen könnte.
Im weiteren Verlauf der Diagnoseerstellung und unter Zuhilfenahme einer Differenzialdiagnose und umfassenden medizinischen Diagnostik (Neurologie, Labor, CT, MRT etc.) kann es den Arzt letzthin zu der Ausschlussdiagnose „Demenz vom Typ Alzheimer“ führen.
1. Auf dem Weg: Einführung in das Thema anhand einer Introspektion, welche die Symptomatik einer beginnenden Demenz veranschaulicht und die Forschungsfrage formuliert.
2. Der ganze Mensch: Betrachtung der Krankheit als Volkskrankheit unter Einbeziehung neuropathologischer Ursachen und der Diagnosekriterien nach ICD-10.
3. Therapeutische Ansätze: Kompakter Überblick über Pharmakotherapie, Psychotherapie sowie beratende und juristische Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
4. Therapie - der Weg des Lernens: Detaillierte Darstellung des „Lernens als Therapie“, um den Teufelskreis der Überforderung im Alltag zu durchbrechen.
5. Das Gesicht der Trauerarbeit: Auseinandersetzung mit der psychologischen Herausforderung des Abschiednehmens und der bewussten Trauerverarbeitung für den Betreuer.
6. Wohlfahrt demnächst gleich Altersarmut?: Empirische Metaanalyse der wirtschaftlichen Konsequenzen von Demenz und der drohenden Altersarmut in Deutschland.
7. Eine negative Prognose oder auf einem neuen Weg: Zusammenfassendes Resümee der Arbeit, Hypothesenprüfung und ein Ausblick auf Hoffnungsschimmer in der medizinischen Forschung.
Demenz, Alzheimer, Krankheitsverlauf, Betreuer, Angehörige, Lerntherapie, Teufelskreis, Alltagskompetenz, Trauerarbeit, Altersarmut, Volkskrankheit, Prävalenz, Interdisziplinarität, Lebensqualität, Diagnostik.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Angehörigen und Betreuern von Alzheimer-Patienten. Dabei steht nicht die medizinische Behandlung im Fokus, sondern die Frage, wie Betreuer durch „Lernen als Therapie“ ihre Lebensqualität erhalten und mit der Krankheit umgehen können.
Die zentralen Themen sind die Unterstützung von Betreuern, der lerntherapeutische Umgang mit Patienten, die Trauerbewältigung sowie eine ökonomische Analyse des Demenz-Risikos für die Gesellschaft.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wann und wie geeignete Interventionen für Betreuer eingeleitet werden können, um eine Selbstaufopferung zu vermeiden. Die Kernfrage lautet: Inwieweit kann „Lernen als Therapie“ den belastenden Teufelskreis der Betreuung durchbrechen?
Es wird eine erkenntnistheoretische, interdisziplinäre Sicht eingenommen, kombiniert mit einer quantitativen Metaanalyse für den ökonomischen Teil (Altersarmut) und qualitativen Ansätzen aus der Lerntherapie.
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, therapeutische Ansätze, den pädagogischen Weg des „Lernens als Therapie“ und die sozioökonomische Betrachtung der Altersarmut durch Demenz.
Charakteristische Begriffe sind Demenz Typ Alzheimer, Lerntherapie, Teufelskreis, Betreuer, Lebensqualität und Altersarmut.
Während sich medizinische Fachliteratur primär mit der Neurologie und medikamentösen Behandlung des Patienten befasst, stellt diese Arbeit den Betreuer und dessen psychosoziale, lernbiografische und rechtliche Situation in den Mittelpunkt.
Die Arbeit belegt, dass die Kosten für die häusliche Pflege und die Auswirkungen auf das Einkommen des zurückbleibenden Partners in vielen Fällen nach etwa einem Jahr das private Nettovermögen aufzehren und somit direkt in die Altersarmut führen können.
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