Magisterarbeit, 2010
130 Seiten, Note: 1
Einleitung
I. THEORIE
1. Führung
1.1. Definitionen und Begriffe
1.2. Kurzer Systematisierungsversuch der Forschung
1.3. Führung: Eine Frage der Macht?
1.3.1. Macht und Autorität
1.3.2. Macht und Führung
1.3.3. Macht ist nicht gleich Macht
1.3.4. Macht als menschliche Herausforderung
1.4. Relevante Ansätze der Führungsforschung
1.4.1. Ausgehend von der Person
1.4.2. Ausgehend vom Verhalten
1.4.3. Ausgehend von der Beziehung
1.4.4. Ausgehend vom Wert des Dienens
1.4.4.1. Die Idee der Servant-Leadership
1.4.4.2. Fähigkeiten von Servant Leaders
1.4.4.3. Dienende Führung in der Praxis
Zusammenfassung
2. Die innere Disposition
2.1. Entwicklungspsychologische Aspekte nach Erikson
Die acht Stufen der Entwicklung
2.2. Analytische Psychologie nach Jung
Struktur der Psyche
Bewusstwerdung und Persönlichkeit
2.3. Integrale Psychologie nach Wilber
2.4. Ziel ist nicht gleich Ziel
2.4.1. Identität bei Erikson
2.4.2. Das Selbst bei Jung
2.4.3. Das Selbst bei Wilber
Zusammenfassung
Exkurs: Weisheitsentwicklung
3. Holismus versus Atomismus
3.1. Mechanistisches Weltbild
3.2. Holistisches Weltbild
Quantenmechanik
3.3. Holistische Überlegungen
3.4. Führung mit holistischem ‚Drive’
3.5. Sinn
3.6. Haben oder Sein
3.6.1. Haben
3.6.2. Sein
Zusammenfassung
II. MODELL
1. Das Königsmodell: ein integrativer Versuch
1.1. Grafik zum Königsmodell
1.2. Dispositions-Achse
1.3. Drive-Achse
1.4. Verknüpfung
2. Die vier Archetypen der Herrschaft
2.1. Der Kind-Kaiser - der Abhängige
2.2. Der Kronprinz - der Instabile
2.3. Der Tyrann - der Absolute
2.4. Der König - der Bewusste
Zusammenfassung
III. PRAXISBEZUG
1. Dialogisch sein
1.1. Die Theorie
1.2. Die Anwendung
Der gelungene Dialog nach Bohm
2. Schöpferisch sein
Theorie U
Presencing
Der Prozess
Die Kommunikation
3. Mentor sein
Zusammenfassung
IV. FAZIT
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Führung mit dem Fokus auf die individuelle Entwicklung der Führungsperson. Ziel ist es, ein eigens entworfenes „Königsmodell“ zu etablieren, das ganzheitliche Führung mit Persönlichkeitsentwicklung und einem holistischen Paradigma verknüpft, um Führungskräften bei modernen Herausforderungen in einer globalisierten Welt Orientierung zu bieten.
1.3.4. Macht als menschliche Herausforderung
Macht verführt, strebt danach, sich auszubreiten und ihre Gebiete zu sichern. Macht ist an sich ein Mittel zum Zweck und wird doch oft zum Selbstzweck. Macht kann viel Gutes bewirken, wenn sie das sein darf, was sie ist, ein Instrument, ein Werkzeug, das dazu da ist, in der Welt zu wirken. Die Oper und das Meisterstück, das sie helfen kann zu schaffen, hängt immer von der Person ab, die die Macht in Händen hält. Wer will, dass sie ihm dient und nicht umgekehrt, muss bewusst und reflektiert bleiben. Die drei kategorischen Imperative von Zoche (1996: 35-43) geben eine mögliche Anleitung für den guten Umgang mit Macht. Ein kategorischer Imperativ meint einen Appell an die Vernunft. Die Imperative sind also nicht wie Axiome eine fixe Grundannahme, sondern erfordern es, zu hinterfragen und zu reflektieren. Führt die Auseinandersetzung mit einem Imperativ zur inneren Überzeugung seiner Richtigkeit, wird man seiner eigenen Überzeugung folgen und danach handeln. Der Imperativ fordert somit die Eigenverantwortlichkeit und die Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber ein.
Die Imperative lauten:
1. „Die Macht, die ein Mensch anstrebt, besitzt oder anwendet, darf nie so sein, daß es kein ihr übergeordnetes Mittel der Vernunft gibt.
2. Die Mittel der Machtanwendung dürfen nie so sein, daß sie die Macht neu etablieren.
3. Strebe nie unter Gewaltanwendung ein Ziel an. Nur so hast du die Gewissheit, daß das erreichte Ziel ohne Machteinsatz zu erhalten ist.“ (Zoche 1996: 36)
1. Führung: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das komplexe Feld der Führungsforschung, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die Rolle von Macht, Autorität und verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen wie der transaktionalen und transformationalen Führung.
2. Die innere Disposition: Hier werden psychologische Fundamente der Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson, Jung und Wilber diskutiert, um den theoretischen Rahmen für die „Dispositions-Achse“ des Königsmodells zu schaffen.
3. Holismus versus Atomismus: Dieser Teil kontrastiert das mechanistische Weltbild mit einer ganzheitlichen, holistischen Sichtweise und begründet die Bedeutung von Sinn und der Unterscheidung zwischen „Haben“ und „Sein“ für nachhaltige Führung.
1. Das Königsmodell: ein integrativer Versuch: Der Autor führt hier sein eigenes Modell ein, das mittels zwei Achsen (Disposition und Drive) vier archetypische Führungsstile (Kind-Kaiser, Kronprinz, Tyrann, König) verortet.
2. Die vier Archetypen der Herrschaft: In diesem Kapitel werden die Archetypen im Detail analysiert, wobei historische Fallbeispiele zur Verdeutlichung der jeweiligen Stärken und Schwächen der Führungsstile herangezogen werden.
1. Dialogisch sein: Dieser Abschnitt widmet sich der Kommunikation als Praxis, insbesondere dem Dialog nach Buber und Bohm, und untersucht dessen schöpferische Kraft für die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten.
2. Schöpferisch sein: Hier wird Scharmers „Theorie U“ und das Konzept des „Presencings“ vorgestellt, um Wege aufzuzeigen, wie Führung aus der entstehenden Zukunft heraus wirken kann.
3. Mentor sein: Das Kapitel erläutert Mentoring als ein praktisches Instrument zur Weitergabe von Weisheit und zur Förderung der persönlichen Entwicklung zwischen Führungsperson und Mentee.
Führung, Königsmodell, Servant-Leadership, ganzheitliche Führung, innere Disposition, Persönlichkeitsentwicklung, Holismus, Kommunikation, Dialog, Presencing, Mentoring, Macht, Autorität, Sinnfindung, Selbstwerdung.
Die Arbeit befasst sich mit der persönlichen Entwicklung von Führungspersonen und entwirft ein ganzheitliches Modell, das die Reife der Persönlichkeit ins Zentrum guter Führung stellt.
Die zentralen Felder sind die Führungsforschung, Entwicklungspsychologie, Philosophie des Holismus sowie kommunikative Praktiken wie der Dialog und Mentoring.
Das Ziel ist die theoretische Fundierung und Vorstellung eines „Königsmodells“, das Führung nicht nur über Effizienz, sondern über die innere Haltung und die ganzheitliche Entwicklung des Führenden definiert.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche in den Bereichen Psychologie, Philosophie und Managementtheorie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Basis (Führung, Psychologie, Weltbilder), eine Modellentwicklung (Königsmodell und Archetypen) sowie eine praxisorientierte Anwendung (Dialog, Presencing, Mentoring).
Schlüsselbegriffe sind „Ganzheitlichkeit“, „Servant-Leadership“, „Innere Disposition“, „Individuation“ und „dialogische Führung“.
Im Gegensatz zu rein ökonomischen oder zweckorientierten Modellen integriert dieses Modell explizit die innere Reife der Führungsperson und deren moralische Entwicklung als Voraussetzung für nachhaltige Führung.
Mentoring wird als zentrales Werkzeug begriffen, um die persönliche Weitergabe von Erfahrungen zu ermöglichen und Führungspersonen bei der Entwicklung einer authentischen, dienenden Haltung zu unterstützen.
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