Examensarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Strukturierung der Arbeit
1.3 Forschungsstand
2 Theoretische Grundlagen zum Taekwondo im Schulsport
2.1 Begriffsbestimmung „Taekwondo“
2.2 Die Struktur des Taekwondo
2.3 Prinzipien und Etikette
2.3.1 Die Taekwondo-Prinzipien
2.3.2 Die Taekwondo-Etikette
2.4 Taekwondo als Schulsport
2.5 Lehrerhandeln
3 Praktische Umsetzung im Unterricht
3.1 Methodische Vorgehensweise
3.1.1 Die Lerngruppe
3.1.2 Arbeits- und Sozialverhalten
3.1.3 Lernausgangslage
3.1.4 Rahmenbedingungen
3.1.5 Konsequenzen für den Unterricht
3.2 Lernziele des Unterrichtsvorhabens
3.3 Didaktische Überlegungen
3.4 Methodische Überlegungen
3.5 Durchführung des Unterrichtsvorhabens
4 Evaluation der Unterrichtsreihe
4.1 Inhalt des Erhebungsinstrumentes
4.2 Auswertung der Evaluation
5 Nachbetrachtung und Perspektiven
5.1 Perspektiven
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Kampfsportart Taekwondo als Unterrichtsvorhaben in den Schulsport einer Hauptschule zu integrieren. Hierbei steht die Entwicklung einer methodisch aufbereiteten Unterrichtsreihe im Fokus, die auch von fachfremden Lehrkräften umgesetzt werden kann, um Schülern soziale Kompetenzen, Selbstbehauptung und Bewegungserfahrungen zu vermitteln.
2.4 Taekwondo als Schulsport
Die Sportart TKD wird durch die Kultusministerien der Länder bzw. durch die Kultusministerkonferenz (KMK) – ähnlich anderen „Kampfsportarten“ – zu den „Sportarten mit gefährlichen Schlagtechniken“ gerechnet (vgl. DTU-Jugend, 2009, S. 8). Daher musste die Sportart TKD, genauso wie Karate, eine Schulsportkonzeption erstellen, um die geeigneten Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den Schulsportunterricht zu schaffen. Ziel dieser Konzeption ist ein bundesweit einheitlicher Standard für das „Schul-TKD“, welcher sich in einigen Bereichen deutlich von der in den Vereinen gelehrten Sportart unterscheidet. Im Lehrplan (MSW NRW) zählt diese Sportart zur Zweikampfform ohne direkten Körperkontakt. Es stellt sich die Frage: „Wie erfüllt die Konzeption diese Vorraussetzungen?“
Zunächst zielt die Konzeption nicht darauf ab, Taekwondo-Spezialisten herauszubilden, sondern versucht eine breite Ausbildung sportlicher Grundlagen zu fördern. Gute sportliche Grundlagen haben nicht nur in der Sportart TKD Relevanz, sondern sind auch sportartübergreifend von großer Bedeutung.
Zweitens kann durch den Einsatz von Handpratzen oder Schlagpolstern bei der Schulung von technischen Fertigkeiten vollkommen kontaktlos geübt werden. So reduziert sich das Verletzungsrisiko auf ein Minimum.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des „Schul-TKD“ ist die starke Herausarbeitung des „Do“. Dieses beschreibt nicht nur die Philosophie der Sportart, sondern auch den geistigen Reifeprozess. Hierzu zählen Werte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt und Achtung, Gruppenbewusstsein sowie Disziplin. Weiterhin sollen die Schüler durch das spielerische Erlernen von Selbstverteidigungstechniken an Selbstbewusstsein und zugleich an Selbstbehauptung gewinnen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Integration von Kampfsport in den Schulsport und stellt die Forschungsfrage nach dem Mehrwert für die Schüler sowie dem aktuellen Forschungsstand dar.
2 Theoretische Grundlagen zum Taekwondo im Schulsport: Dieses Kapitel definiert Taekwondo, erläutert dessen Struktur und Prinzipien und untersucht die pädagogische Eignung der Sportart für den schulischen Kontext sowie die Rolle des Lehrers.
3 Praktische Umsetzung im Unterricht: Hier wird das konkrete Unterrichtsvorhaben detailliert geplant, inklusive der methodischen Vorgehensweise, der Lernziele und der didaktischen Überlegungen zur praktischen Durchführung.
4 Evaluation der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel stellt das zur Erhebung genutzte Instrumentarium vor und präsentiert die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich des Lernerfolgs und des Interesses der Schüler.
5 Nachbetrachtung und Perspektiven: Die abschließende Reflexion bewertet den Erfolg des Vorhabens, benennt Herausforderungen bei der Implementierung und skizziert künftige Perspektiven zur Etablierung im Schulsport.
Taekwondo, Schulsport, Unterrichtsvorhaben, Selbstverteidigung, Kampfkunst, Sozialverhalten, Pädagogik, Sekundarstufe I, DTU, Bewegungsförderung, Zweikampfsport, Evaluation, Lehrerhandeln, Wertevermittlung, Schulsportkonzeption
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und methodischen Gestaltung von Taekwondo als festem Bestandteil des Sportunterrichts an einer Hauptschule.
Die Schwerpunkte liegen auf der sportpraktischen Vermittlung der vier Taekwondo-Disziplinen, der Förderung sozialer Kompetenzen und der pädagogischen Werteerziehung.
Das Ziel ist es, ein schulpraktisch erprobtes Konzept zu entwickeln, das es auch fachfremden Sportlehrkräften ermöglicht, Taekwondo sicher und zielorientiert zu unterrichten.
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, die durch ein Unterrichtsvorhaben in einem Sportkurs und eine anschließende schriftliche Befragung der Schüler evaluiert wurde.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Taekwondo, die Planung des Unterrichtsvorhabens inklusive der Lernziele sowie die praktische Durchführung und Evaluation dargestellt.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Schulsport-Taekwondo, Wertevermittlung, Sozialkompetenz und pädagogische Implementierung charakterisieren.
Im Schulsport wurde ein partnerschaftlicher Ansatz gewählt, der den Schülern Freiräume zum Ausprobieren lässt, anstatt auf einer rein hierarchischen Struktur zu beharren.
Die Finanzierung der offiziellen Gürtelprüfungen stellte für einige Schüler eine Hürde dar, weshalb das Projekt zur freiwilligen Teilnahme führte und der Autor weitere Unterstützung anregt.
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