Diplomarbeit, 2010
219 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Patchwork der Identitäten in der Moderne
2.1 Einordnung des Konzeptes „alltäglicher Identitätsarbeit“ in die aktuelle Identitätsdebatte
2.2 Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf die alltägliche Identitätsarbeit
2.3 Strukturelle Aspekte des Modells alltäglicher Identitätsarbeit
2.3.1 Situative Selbstthematisierungen
2.3.2 Konstruktionen der Identitätsarbeit
2.3.2.1 Teilidentitäten
2.3.2.2 Identitätsgefühl
2.3.2.3 Biographische Kernnarrationen
2.3.3 Handlungsfähigkeit
2.4 Zusammenfassung des Modells alltäglicher Identitätsarbeit
3 Abgrenzung der Untersuchungsgruppe
3.1 Was ist Lomographie? – Entstehungsgeschichte und Philosophie
3.2 Charakterisierung der Lomographen
3.3 Fokus der Untersuchung
4 Empirische Untersuchung
4.1 Forschungsfragen
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Datenerhebung
4.2.2 Erhebungsinstrument
4.2.3 Datenauswertung
4.2.4 Auswahl der Befragten
4.2.5 Überblick über die Stichprobe
4.3 Methodendiskussion
5 Ergebnisse
5.1 Kommentar zu den Fallportraits
5.2 Beispiel Fallportrait
5.3 Vergleichende Fallanalyse
5.3.1 Situative Selbstthematisierungen der Lomographen
5.3.2 Die Bündelung der Selbstthematisierungen in lomographischen Situationen unter verschiedenen Identitätsperspektiven
5.3.3 Die Ebene der Teilidentitäten
5.3.3.1 Teilidentitätsentwürfe und Teilidentitätsprojekte
5.3.3.2 Teilidentitätsstandards
5.3.4 Die Metaidentitäts-Ebene
5.3.4.1 Dominierende Teilidentität
5.3.4.2 Biographische Kernnarrationen
5.3.4.3 Identitätsgefühl
5.3.5 Handlungsfähigkeit
5.3.6 Zusammenfassung der vergleichenden Fallanalyse
5.4 Lomographen-Typen
6 Diskussion
6.1 Diskussion der Ergebnisse zum Thema Identität
6.1.1 Lomographisch geprägte Identitätskonstruktionen
6.1.2 Typen
6.2 Diskussion zum Thema Medialität und Alltag
7 Fazit und Ausblick
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer qualitativen Studie, wie Lomographen in Deutschland die Lomographie in ihre alltägliche Identitätsarbeit integrieren und welche identitätsstiftenden Konstrukte dabei auf situativer, Teilidentitäts- und Metaidentitätsebene entstehen.
Die Bündelung der situativen Selbstthematisierungen in lomographischen Situationen unter verschiedenen Identitätsperspektiven
Das Zusammenfassen der vielfältigen und komplexen situativen Selbstthematisierungen unter bestimmten Identitätsperspektiven zeigt einen Ordnungsversuch des Subjekts. Dieser Verknüpfungsschritt, der bereits in Abschnitt 2.3.2.1 detailliert erläutert wurde, stellt einen Reflexionsprozeß des Subjekts im Rahmen der alltäglichen Identitätsarbeit dar. Entsprechend der Überlegungen von Keupp et al. bilden die Identitätsperspektiven den Erzählrahmen für das Subjekt und fokussieren die Sicht auf die eigene Person. Indem die Erfahrungen aus der Perspektive bestimmter Rollen, lebensphasischer Themen oder übergreifender Sichtweisen sich und anderen geschildert werden, erfahren sie eine Zusammenfassung, Sortierung sowie häufig auch eine Umformulierung (vgl. Keupp u.a. 2006: 193). Sowohl die Wahl als auch die Schneidung der Perspektiven hängen außer von der subjektiven Entscheidung des Einzelnen ebenso von dessen Lebenswelten, von der jeweiligen Lebensphase und vom sozialen Umfeld ab (vgl. ebd.: 222f.). Eine bestimmte Erfahrung einer Person kann jeweils aus mehreren verschiedenen Perspektiven geschildert werden. Eine Situation, in der lomographiert wird, kann aus der Perspektive „ich als Student“, „ich als Mutter“, „ich als Radfahrer“ oder „ich als Lomograph“ herangezogen werden. Jede situationale Selbstthematisierung kann also jeweils mehreren Perspektiven zugeordnet werden.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Forschungsfragen und des Aufbaus der Diplomarbeit.
2 Das Patchwork der Identitäten in der Moderne: Theoretische Einbettung in das Konzept der „alltäglichen Identitätsarbeit“ von Heiner Keupp.
3 Abgrenzung der Untersuchungsgruppe: Klärung des Begriffs Lomographie und Charakterisierung der Lomographen als soziale Gruppe.
4 Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Vorgehensweise, Datenerhebung und methodischen Einordnung.
5 Ergebnisse: Auswertung der Interviews, Darstellung der Fallportraits und vergleichende Analyse der Identitätskonstruktionen.
6 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den empirischen Ergebnissen und Reflexion der identitätsbezogenen Erkenntnisse.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Aufzeigen weiterführender Forschungsfelder.
Lomographie, Identität, alltägliche Identitätsarbeit, Patchwork-Identität, Heiner Keupp, Teilidentität, situative Selbstthematisierung, qualitative Sozialforschung, Identitätskonstruktion, Medialität, Lebensführung, Subjektivität, Fallanalyse, Handlungsfähigkeit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der analogen Fotopraktik der Lomographie und der alltäglichen Identitätsbildung bei den Praktizierenden.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Identität in der Moderne, die spezifische Ästhetik der Lomographie und die qualitative empirische Untersuchung von Identitätskonstruktionen bei Lomographen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie Lomographen das Fotografieren zur Aushandlung und Inszenierung ihrer persönlichen Identität im Alltag nutzen.
Es wurde ein qualitatives, leitfadengestütztes Interviewdesign gewählt, das mit einem interpretativ-reduktiven Verfahren ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Patchwork-Identität), die Vorstellung der Untersuchungsgruppe, das methodische Vorgehen und die umfangreiche Auswertung der Interviewdaten.
Die wichtigsten Begriffe sind Lomographie, alltägliche Identitätsarbeit, Patchwork-Identität, situative Selbstthematisierung und Subjektivität.
Die Arbeit untersucht, wie das Internet (Web 2.0, Lomohomes) als Bühne zur Selbstpräsentation und zur Vernetzung in der Lomographen-Community dient.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es kein einheitliches Bild des Lomographen gibt; stattdessen wurden vier verschiedene Typen (Spaß-, Kunst-, Tagebuch-Lomograph und Lomo-Aktivist) konstruiert.
Sie wird durch Spontaneität, Unperfektheit, soziale Anerkennung innerhalb einer Gemeinschaft und die bewusste Abgrenzung zur digitalen Fotografie charakterisiert.
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