Bachelorarbeit, 2009
63 Seiten
Einleitung
1. Bereiche des Minimalismus
1.1 Bildende Kunst
1.2 Tanz
1.3 Musik
1.4 Film
1.5 Literatur
1.6 Achitektur
1.7 Design
2. Geschichte der Minimal Music
2.1 Vorgeschichte der Minimal Music
2.2 Geschichte der Minimal Music
2.3 Entwicklung nach 1960
3. Versuch der Erklärung des Begriffs Minimal Music
3.1 Definition
3.2 Teilaspekte/ Unterspezifizierungen der Minimal Music
3.2.1 Der meditative Aspekt
3.2.2 Die Reduktion des einzusetzenden musikalischen Materials
3.2.3 Der repetitive Aspekt
3.3 Das Gemeinsame der Teilaspekte der Minimal Music
3.4 (Exkurs) Versuch einer linguistischen und etymologischen Analyse des Begriffs Minimal Music
3.4.1 Linguistische Betrachtung
3.4.2 Etymologische Betrachtung nach Linke
3.4.3 Ergänzung etymologische Analyse
4. Einzelportraits der bekanntesten Komponisten der Minimal Music
4.1 La Monte Young
4.2 Terry Riley
4.3 Steve Reich
4.4 Phlip Glass
5. Stilparalellen in den Künsten
5.1 Verbindung von Kunst und Musik
5.2 Bezug Film (bewegte Bilder) und Musik
6. Analyse der QATSI-Trilogie
6.1 Inhalt des Films “Koyaanisqatsi
6.2 Betrachtung von Musik und Bild
6.3 Betrachtung ausgewählter Bilder und ihre musikalische Realisation
7. Rezeption
8. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die musikalische Vielseitigkeit, die historische Entwicklung sowie die Ästhetik der Minimal Music zu untersuchen, wobei ein besonderer Fokus auf der Wechselwirkung zwischen Musik, Kunst und Film (insbesondere der QATSI-Trilogie) liegt, um die psychologische Wirkung auf den Hörer und die Bedeutung des Minimalismus als kulturübergreifendes Phänomen zu ergründen.
3.2.1 Der meditative Aspekt
„Wer meditieren will, braucht vielleicht diese Musik. Wer diese Musik hört, kommt vielleicht zum Meditieren." Im Bereich der Minimal Music ging mit der Bezeichnung „Minimal Music“ oft auch die Bezeichnung „Meditationsmusik“ einher. Hierunter verstand man nicht die Art von meditativer Musik, die im unterhaltenden Bereich der Pop-Rockmusik angesiedelt war. Viel entscheidender als das sichtbare Tonmaterial, die kompositorische Struktur und tatsächliche zeitliche Dauer des Musikstückes war die Erfahrungsebene. Das individuell Erfahrene beim Hören des Werkes ist das Essenzielle: „[…] (Es) zeigt sich, dass die Reduktion auf der Materialebene mit einer- pointiert gesagt- Maximierung sinnlicher Erfahrungen einhergeht. Mit anderen Worten: Die Entflechtung und Vereinfachung des musikalischen Gebildes legt den Blick frei auf die akustischen Nuancen einer bislang kaum wahrgenommen musikalischen Mikrowelt.“
Verdeutlicht sei diese Erscheinung an dem Stück „It’s gonna Rain“ von Steve Reich: Eine Predigtaufnahme wurde identisch auf zwei Aufnahmegeräte überspielt und synchron abgespielt. Graduell stellte sich ein langsames Auseinanderdriften der beiden Aufnahmen ein, da selbst fabrikidentische Aufnahmefabrikate nicht in der Lage waren das Tonmaterial übereinstimmend synchron wiederzugeben, ohne dass eine Verschiebung entstand. Innerhalb eines Klangteppichs wurden somit Akzente und Phrasen verschoben oder überlagert. Die Klangdichte und Klangfarbe der meisten minimalistischen Werke unterlagen zudem nur gewisser Varianz. Durch die Verwendung vieler Konsonanzen blieb die Musik überwiegend tonal, sodass sie entdramatisiert wurde. Die Gesamtwirkung der Werke blieb damit so neutral wie möglich und konnte dadurch an expressiver traditionell bekannter Aussagekraft verlieren. Ein Spannungsaufbau wurde vermieden und der Spannungsgehalt blieb konstant. Mikroprozesse in der Musik können besonders bei langsam und sich graduell entwickelnder Musik wahrgenommen werden, sodass minimalistische Klangkonstrukte auf die Psyche wirken können.
1. Bereiche des Minimalismus: Das Kapitel beleuchtet das Auftreten minimalistischer Ansätze in verschiedenen Kunstdisziplinen wie Kunst, Tanz und Literatur, um Querverbindungen zur Musik aufzuzeigen.
2. Geschichte der Minimal Music: Hier wird der historische Kontext der 1940er und 1950er Jahre analysiert, der zur Abkehr von traditionellen Musikformen und zum Entstehen des Minimalismus führte.
3. Versuch der Erklärung des Begriffs Minimal Music: Dieses Kapitel definiert den Begriff und untersucht seine Teilaspekte, wie Repetition und Reduktion, sowie dessen etymologische Herkunft.
4. Einzelportraits der bekanntesten Komponisten der Minimal Music: Die Biografien und ästhetischen Ansätze der Hauptvertreter La Monte Young, Terry Riley, Steve Reich und Philip Glass werden detailliert betrachtet.
5. Stilparalellen in den Künsten: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen Musik und anderen bildenden Künsten sowie dem Medium Film.
6. Analyse der QATSI-Trilogie: Eine praktische Untersuchung des Zusammenspiels von Bild und Musik am Beispiel des Films „Koyaanisqatsi“ und der Musik von Philip Glass.
7. Rezeption: Ein Überblick über die moderne Bedeutung des Minimalismus und seine heutige Weiterentwicklung in der Musikszene.
8. Fazit: Eine abschließende Betrachtung zur Wirkung des Minimalismus und dessen Beitrag zur Erneuerung der Musikkultur.
Minimal Music, Reduktion, Repetition, Minimal Art, Musikgeschichte, Philip Glass, Steve Reich, La Monte Young, Terry Riley, Koyaanisqatsi, Meditative Musik, Filmmusik, Ästhetik, Postminimalismus, Klangmaterial.
Die Arbeit untersucht das Phänomen „Minimal Music“ als kulturübergreifende Bewegung, ihre Entstehungsgeschichte, zentrale ästhetische Merkmale und ihre spezifische Anwendung in der Filmmusik.
Die zentralen Themen sind die Definition des Begriffs Minimalismus, die Biografien der vier Hauptkomponisten (Young, Riley, Reich, Glass) sowie die Verschränkung von akustischen und visuellen Eindrücken in Kunst und Film.
Ziel ist es, die musikalische Vielseitigkeit der Minimal Music darzulegen und aufzuzeigen, wie minimalistische Prinzipien die Wahrnehmung von Musik und Bild in Werken wie der „Koyaanisqatsi“-Trilogie prägen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine etymologische und linguistische Untersuchung des Begriffs sowie eine analytische Werkbetrachtung, ergänzt durch Filmmusiktheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die individuelle Entwicklung der vier Pioniere der Minimal Music und eine konkrete Analyse des Zusammenspiels von Musik und Bild in der QATSI-Trilogie.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Reduktion, Repetition, Klangmaterial, Ästhetik und die interdisziplinäre Verschränkung von Musik, Bildender Kunst und Film.
La Monte Young gilt aufgrund seiner frühen Auseinandersetzung mit extrem langen, statischen Tönen und seiner aktiven Rolle in der Fluxus-Bewegung als grundlegender Impulsgeber für die Minimal Music.
Während konventionelle Filmmusik oft als interpretative Unterstützung dient, strebt Philip Glass in der QATSI-Trilogie eine gleichgewichtige Verschmelzung an, bei der Musik und Bild als autarkes Gesamtkunstwerk interagieren.
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