Bachelorarbeit, 2011
121 Seiten, Note: 1,3
1 Jugend und Gesundheit im gesellschaftlichen Kontext
1.1 Lebensphase Jugend
1.1.1 Die Lebensphase im Lebenslauf
1.1.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
1.1.3 Exemplarische Lebensbereiche Jugendlicher und deren Sozialisationsfunktionen
1.2 Jugend und Gesundheit
1.2.1 Gesundheitliche Lage
1.2.2 Gesundheitsrelevante Verhaltensweisen
1.2.3 Soziale Ungleichheit und Gesundheit im Jugendalter
2 Ein gesundheitspädagogisches Handlungsfeld im Rahmen der Rollenden Patientenuniversität
2.1 Rahmenbedingungen
2.1.1 Die Rollende Patenuniversität
2.1.2 Das Setting Berufsschule
2.2 Konzeption
2.2.1 Bedingungsanalyse
2.2.2 Sachanalyse
2.2.3 Didaktische Überlegungen
2.2.4 Zielsetzungen
2.2.5 Methodische Überlegungen und Entscheidungen
2.3 Durchführung
2.4 Evaluation
2.4.1 Evaluationsergebnisse der Beobachtungsprotokolle
2.4.2 Evaluationsergebnisse der Feedbackrunde
2.4.3 Evaluationsergebnisse des Evaluationsbogens
2.4.4 Persönliche Einschätzungen
3 Fazit
A Anhang
A.1 Vortrag (Powerpointpräsentation, Notizen)
A.2 Tabellarische Abläufe der Lernstationen
A.3 Lernstation: Körperliche Bewegung und Herztätigkeit
A.4 Beobachtungsprotokoll
A.5 Evaluationsbogen der Rollenden Patientenuniversität
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Lehreinheit zum Thema "Herz" im Rahmen der "Rollenden Patientenuniversität", um die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen an berufsbildenden Schulen zu stärken und sie zu gesundheitsförderlichem Verhalten zu motivieren.
Lernstation 1: Körperliche Aktivität: Herzregulationsvorgänge
Im Rahmen dieser Lernstation können die Schüler und Schülerinnen über ein Experiment biologische Prozesse und somit die eigene Herzfrequenz direkt am Körper erspüren. Die Messung des Pulses erfolgt über zwei unterschiedliche Wege, die die Jugendlichen teilweise auch im Alltag anwenden können: zum einen über die herkömmliche Messung ohne Gerät, beispielsweise an der A. carotis (Halsschlagader), sowie über den Einsatz einer Pulsuhr. Das Anbringen des Brustgurtes auf der Haut könnte manchen Schülern oder Schülerinnen unangenehm sein, welche die Messung ohne Geräte durchführen können. Durch die Messung des Ruhepulses zu Beginn, können nach einer kurzen aber intensiven Bewegungseinheit und der erneuten Pulsmessung Veränderungen festgestellt werden, welche als Diskussionsgrundlage dienen. Messung und Selbsteinschätzung fördern die Körpererfahrung. Die vier Werte werden in einer Tabelle festgehalten, um eine spätere Diskussion einfacher zu gestalten. Die Vorerfahrungen und Erwartungen, das Experiment und die Analyse dienen dazu, den Ursache-Wirkungs-Beziehungen nach zu gehen. Das Experiment ist eine handlungsorientierte Methode und dient der Veranschaulichung und dem Erkenntnisgewinn. Bereits bekanntes Wissen über die Herzfrequenz wird mit Erkenntnissen aus der Trainingslehre gekoppelt und verständlich über Lernplakate transportiert. Diese sollen die neue Theorie veranschaulichen und den Lernprozess unterstützen. Über diese Station erfolgt ein Transfer zum Einstieg und somit eine Verknüpfung der Gefühls- und der Körperebene (HAMMANN M. 2010: 91FF).
1 Jugend und Gesundheit im gesellschaftlichen Kontext: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen der Lebensphase Jugend, den Einfluss sozialer Faktoren auf die Gesundheit sowie gesundheitsrelevante Verhaltensweisen wie Drogenkonsum und sportliche Aktivität.
2 Ein gesundheitspädagogisches Handlungsfeld im Rahmen der Rollenden Patientenuniversität: Hier werden das Projekt "Rollende Patientenuniversität", das Setting Berufsschule sowie die detaillierte Konzeption, Durchführung und Evaluation der Lehreinheit zum Thema "Herz" beschrieben.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Eignung der gewählten methodischen Ansätze und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung gesundheitspädagogischer Angebote in schulischen Strukturen.
A Anhang: Der Anhang enthält die praktischen Materialien, wie Powerpoint-Notizen, Abläufe der Lernstationen, das Beobachtungsprotokoll und den Evaluationsbogen.
Rollende Patientenuniversität, Gesundheitspädagogik, Jugend, Gesundheitskompetenz, Berufsschule, Herz, Gesundheitsförderung, Prävention, Lebenswelten, Lernstationen, Evaluation, Herzfrequenz, Lebensstil, Herzkrankheiten, Handlungsorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines gesundheitspädagogischen Bildungsangebots für Jugendliche an berufsbildenden Schulen, konkret einer Lehreinheit zum Thema "Herz" im Rahmen der "Rollenden Patientenuniversität".
Zentral sind die Lebensphase Jugend, der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Gesundheit, die Konzeption didaktisch interaktiver Lernstationen sowie die Evaluation von Gesundheitsbildungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz von Berufsschülern durch ein innovatives, praxisnahes Konzept zu fördern und die Wirksamkeit dieser Methode durch eine Evaluation zu überprüfen.
Die Autorin kombiniert theoretische Analysen sozialisationstheoretischer Grundlagen mit einer praxisorientierten Konzeption, die mittels Beobachtungsprotokollen, Feedbackrunden und standardisierten Evaluationsbögen evaluiert wird.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Jugendphase, Gesundheit) erörtert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Bedingungsanalyse, Konzeption der Lernstationen und der Durchführung/Evaluation des Projekts.
Wichtige Begriffe sind Gesundheitskompetenz, Rollende Patientenuniversität, Berufsschule, Didaktik, Lebensweltorientierung und Gesundheitsförderung.
Das Herz dient als biologischer Lebensmotor, der gleichzeitig starke emotionale Bedeutung trägt, was eine ideale Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ermöglicht.
Sie dient als Kooperationspartner, um medizinisches Wissen außerhalb klinischer Räume, zielgruppenorientiert und interaktiv an Schulen zu vermitteln.
Die Evaluation zeigte eine hohe Zufriedenheit der Schüler, wobei insbesondere der interaktive Charakter der Lernstationen positiv hervorgehoben wurde.
Die Autorin schlägt eine engere Verzahnung von Anatomie und Physiologie, den Einsatz von Animationen statt Textfolien sowie eine stärkere Berücksichtigung des zeitlichen Rahmens für die einzelnen Stationen vor.
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