Masterarbeit, 2011
114 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Klettern
2.1 Historischer Überblick
2.2 Verschiedene Kletterdisziplinen
2.3 Klettertechniken
2.3.1 Grundtechniken
2.3.2 Spezielle Techniken
2.4 Klettern in der Schule
2.5 Klettern als Therapie
3 Wahrnehmung
3.1 Wahrnehmungsprozess
3.2 Neurophysiologische Grundlagen der Wahrnehmung
3.3 Einteilung der Sinnesmodalitäten
3.3.1 Nahsinne
3.3.2 Fernsinne
3.4 Sensorische Integration nach Ayres
3.4.1 Entwicklung der sensorischen Integration
3.4.2 Anpassungsreaktionen
3.5 Förderung der Wahrnehmung
3.6 Förderung der Basissinne durch das Klettern
4 Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung
4.1 Erscheinungsbild der ADHS
4.2 Diagnostik und Klassifikation nach DSM-IV und ICD-10
4.3 Ätiologie
4.3.1 Psychosoziale Faktoren
4.3.2 Genetische Faktoren
4.3.3 Immunologische Faktoren
4.3.4 Neurologische Faktoren
4.4 Integratives Modell
4.5 Wahrnehmung und ADHS
4.6 Wirkfaktoren des Kletterns bei Kindern mit einer ADHS
5 Zielsetzung und Fragestellung
6 Methodisches Vorgehen
6.1 Datenerhebung
6.1.1 Verwendetes Testverfahren
6.1.2 Relevante Bereiche der visuellen Wahrnehmung für den FEW-2
6.1.3 Auswahl der Subtests
6.2 Beschreibung der Stichprobe
6.4 Beschreibung und Ablauf der Untersuchung
6.4.1 Unterrichtseinheiten
6.4.2 Auswahl und Begründung der Fördermaßnahmen
6.4.3 Gerätearrangements
6.5 Inhalte und Ziele der einzelnen Interventionseinheiten
7 Präsentation der Ergebnisse
7.1 Ergebnisse des Pretests
7.1.1 Laura
7.1.2 Manuel
7.1.3 Thomas
7.1.4 Matthias
7.1.5 Entwicklungshöhe von Laura, Manuel, Thomas und Matthias
7.2 Beobachtungen aus den Unterrichtseinheiten
7.2.1 Bewegungsverhalten der Kinder an den Gerätearrangements
7.2.2 Bewegungsverhalten der Kinder an der Boulderwand
7.2.3 Bewegungsverhalten der Kinder an der Kletterwand
7.3 Vergleich der Ergebnisse des Pre- und Posttests
7.3.1 Laura
7.3.2 Manuel
7.3.3 Thomas
7.3.4 Matthias
8 Zusammenfassende Beschreibung und Interpretation der Beobachtungs- und Testergebnisse
9 Fazit
10 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern therapeutisches Klettern die sensorische Integration und insbesondere die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit bei Kindern mit einer diagnostizierten Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) positiv beeinflussen kann.
3.6 Förderung der Basissinne durch das Klettern
Dem Klettern kommt eine einzigartige Bedeutung zu, da eine Vernetzung des vestibulären, des taktilen und des propriozeptiven Wahrnehmungssystems besonders in der Kletterbewegung erforderlich ist und somit gefördert wird (Kittsteiner & Neumann, 2008). Die Kletterbewegung ermöglicht eine Aktivierung der Basissinne und fördert die Vernetzung über motorischen Anpassungsreaktionen. Die Wahrnehmung und die Kletterbewegung bedingen sich dabei wechselseitig. Die Bewegungsumwelt während des Kletterns muss zuvor wahrgenommen werden, um geeignete Kletterbewegungen ausführen zu können (Köstermeyer & Tusker, 1997).
Das Spüren und Fühlen von Haltepunkten während des Kletterns an Geräten sowie die zahlreichen Formen von Griffen und Tritten an der Boulderwand liefern klare taktile Informationen, die zum Klettern benötigt werden (Krick, 2001). Unterschiedliche Haltepunkte und Griffe sowie die verschiedensten Unterstützungsflächen und Tritte der Füße bieten mehr oder weniger Stabilität. Das taktile Wahrnehmungssystem liefert somit die sensorischen Informationen, um eine stabile Ausgangslage einnehmen und eine weitere Kletterbewegung ausführen zu können. Ebenfalls werden die sensorischen Informationen des vestibulären Wahrnehmungssystems gefördert. In der Kletterbewegung, muss das Gleichgewicht beim Greifen oder Treten aber auch beim Finden der stabilen Ausgangslage (Kap. 2.3.1) fortwährend kontrolliert und gehalten werden (Krick, 2001; Klein & Schunk, 2005).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Klettersports ein und erläutert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen von Klettern auf die sensorische Integration von Kindern mit ADHS.
2 Klettern: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Kletterns, stellt verschiedene Disziplinen vor und beleuchtet die pädagogischen sowie therapeutischen Möglichkeiten dieses Sportangebots.
3 Wahrnehmung: Hier werden die Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie, die Neurophysiologie und die sensorische Integration nach Ayres detailliert dargelegt.
4 Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung: Dieses Kapitel beschreibt das Erscheinungsbild, die Diagnostik und die Ätiologie der ADHS und diskutiert deren Bezug zu Wahrnehmungsstörungen.
5 Zielsetzung und Fragestellung: Das Kapitel präzisiert das Forschungsinteresse, die Hypothesenbildung und die methodische Herangehensweise zur Untersuchung der Wirksamkeit von Klettern.
6 Methodisches Vorgehen: Hier wird der Untersuchungsaufbau, das verwendete Testverfahren (FEW-2), die Stichprobe sowie der Ablauf der einzelnen Interventionseinheiten beschrieben.
7 Präsentation der Ergebnisse: Dieses Kapitel analysiert und vergleicht die Pre- und Posttestergebnisse der teilnehmenden Kinder und dokumentiert die Beobachtungen aus dem Fördertraining.
8 Zusammenfassende Beschreibung und Interpretation der Beobachtungs- und Testergebnisse: Die Ergebnisse werden hier zusammengeführt, interpretiert und im Kontext der sensorischen Integration bewertet.
9 Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsansätze.
Klettern, ADHS, Sensorische Integration, Wahrnehmung, Wahrnehmungsförderung, Basissinne, motorische Anpassungsreaktion, visuelle Wahrnehmung, psychomotorische Förderung, FEW-2, Kindesentwicklung, therapeutisches Klettern, Konzentration, Koordination, Gleichgewichtssinn.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von therapeutischem Klettern auf die sensorische Integration bei Kindern mit ADHS.
Die zentralen Felder sind die Kletterpädagogik, die Wahrnehmungspsychologie, die klinische Beschreibung der ADHS sowie die motorische Entwicklungsförderung.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Kletterbewegungen durch Förderung der Basissinne die sensorische Integration und die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit verbessern können.
Die Studie kombiniert teilnehmende Beobachtung während der Fördereinheiten mit einer quantitativen Überprüfung mittels des standardisierten Testverfahrens FEW-2 (Pre- und Posttest-Design).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Förderkonzeption und eine Präsentation sowie Interpretation der Untersuchungsergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Klettern, ADHS, sensorische Integration, Basissinne und visuelle Wahrnehmungsfähigkeit.
Die vestibuläre Wahrnehmung ist für das Gleichgewicht im Raum essenziell. Beim Klettern muss das Gehirn ständig Reize aus den Basissinnen verknüpfen, was die Konzentrationsfähigkeit und die motorische Kontrolle bei Kindern mit ADHS fördert.
Der Frostig Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung (FEW-2) ermöglicht eine differenzierte Beurteilung spezifischer Teilbereiche der visuellen Wahrnehmung, die bei Kindern mit ADHS häufig auffällig sind.
Es dient dazu, die multifaktoriellen Ursachen der ADHS (genetisch, neurologisch, psychosozial) hierarchisch darzustellen und die komplexen Zusammenhänge von Symptomen und komorbiden Störungen zu veranschaulichen.
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