Diplomarbeit, 2010
98 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Leichtbauwerkstoffe im Fahrzeugbau
2.1 Übersicht aktueller Leichtbauwerkstoffe
2.1.1 Stahl als Leichtbauwerkstoff
2.1.1.1 Höherfeste Stähle
2.1.1.2 Hochfeste Stähle
2.1.1.3 Höchstfeste und ultrahochfeste Stähle
2.1.2 Aluminium als Leichtbauwerkstoff
2.1.3 Magnesium als Leichtbauwerkstoff
2.1.4 Tailored Produkte als Leichtbauwerkstoff
2.1.5 Faserverstärkte Verbundwerkstoffe als Leichtbauwerkstoff
2.1.6 Metallschäume als Leichtbauwerkstoff
2.1.7 Sandwichverbunde als Leichtbauwerkstoffe
2.2 Entwicklungstendenzen im Leichtbau
2.2.1 Entwicklungen in der Stahlforschung
2.2.2 Entwicklungen in der Kunststoffforschung
3 Aktueller Stand einer Vorderwagenstruktur
3.1 Gesetzliche Anforderungen an aktuelle Vorderwagenstruktur
3.2 Aufbau und Aufgaben aktueller Crash-Management-Systeme
3.2.1 Aufbau und Aufgaben eines Prallkörpers
3.2.2 Aufbau und Aufgaben eines Querträgers
3.2.3 Aufbau und Aufgaben eines Crashabsorbers
3.3 Belastungen eines Crash-Management-Systems
3.4 Verwendete Werkstoffe eines CMS
3.5 Tendenzen in der Entwicklung von CMS Bauteilen
4 Werkstoffauswahl
4.1 Allgemeine Vorberechnungen eines CMS
4.2 Werkstoffvorauswahl
4.3 Werkstoffauswahl für einen Absorber
4.4 Werkstoffauswahl für einen Querträger
4.5 Kennwertermittlung
4.5.1 Kennwertermittlung für faserverstärkte Kunststoffe
4.5.2 Kennwertermittlung für Sandwichelemente
4.5.3 Kennwertermittlung für Aluminiumschaum
4.5.4 Kennwertermittlung für Klebeverbindungen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht das Ziel, das Gewicht von Fahrzeugkarosserien durch den Einsatz moderner Werkstoffe zu reduzieren, ohne dabei die Crash-Sicherheit zu beeinträchtigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich auf die Identifikation geeigneter Materialien für Querträger und Crashabsorber unter Berücksichtigung von Gewichtseinsparung und Stabilitätsanforderungen.
2.1.1.2 Hochfeste Stähle
Wie schon in Kapitel 2.1.1.1 erwähnt sind die Übergänge zu den hochfesten Stählen sehr fließend. Man spricht von hochfesten Stählen, die in einem Zugfestigkeitsbereich von 500 N/mm² bis 950 N/mm² liegen (vgl.[18],S.82). Wie bereits in der Abbildung 2.6 zu sehen ist, gehören zu der Gruppe der hochfesten Stähle:
Dualphasen-Stahl (DP), Restaustenitischer-Stahl (RA, TRIP/TWIP), Complexphasen-Stahl (CP).
Sowohl der DP-Stahl, CP-Stahl als auch der TRIP-/TWIP-Stahl gehören zu der Gruppe der Mehrphasen-Stähle. Kennzeichnend sind die besonderen Gefügestrukturen, die in eine weichen ferritischen Matrix bzw. mehrere andere härtere Phasen eingebracht werden (vgl.,[8],S.682).
Dualphasen-Stahl ist ein Zweiphasen-Stahl, dies wird erreicht durch eine Kombination von Mikrolegierungselementen und einer Wärmebehandlung beim Walzen und einer anschließenden schnellen Abkühlung (vgl.[22],S.5). Das Gefüge bei dem DP-Stahl besteht aus einer feinkörnigen und kohlenstoffarmen ferritischen Matrix. In dieser Matrix sind bis zu 20% kohlenstoffreiche Martensitinseln eingelagert. Durch diese Gefügezusammensetzung verbindet der DP-Stahl eine hohe Festigkeit mit einer sehr guten Umformbarkeit. Obwohl Martensit den Stahl hart und spröde macht und damit einer guten Umformbarkeit entgegensteht, verändert es bei dem DP-Stahl die kontinuierliche Ferritmatrix nicht. Bei der Umformung kommt es zu einer starken Verfestigungswirkung, daher haben sie eine eher niedrige Dehnungsgrenze und eine hohe Festigkeit (vgl.[5],S.479).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Zielkonflikt zwischen steigenden Sicherheitsanforderungen und dem Wunsch nach Gewichtsreduktion im Automobilbau und erläutert die Untersuchung eines vereinfachten Crash-Management-Systems.
2 Leichtbauwerkstoffe im Fahrzeugbau: In diesem Kapitel werden diverse Leichtbauwerkstoffe wie Stähle, Aluminium, Magnesium und Verbundwerkstoffe hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Eignung für den Karosseriebau detailliert analysiert.
3 Aktueller Stand einer Vorderwagenstruktur: Hier werden die gesetzlichen Anforderungen sowie der Aufbau und die Funktionen eines Crash-Management-Systems und dessen Komponenten wie Prallkörper, Querträger und Absorber erläutert.
4 Werkstoffauswahl: Dieses Kapitel widmet sich der systematischen Werkstoffauswahl durch die Ermittlung mechanischer Kennwerte und Gütekennzahlen sowie der Berechnung der Deformationseigenschaften für verschiedene Materialkombinationen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Potenziale der verschiedenen Werkstoffoptionen für zukünftige Entwicklungen im Fahrzeugbau.
Leichtbau, Crash-Sicherheit, Fahrzeugbau, Crash-Management-System, Werkstoffauswahl, Stahl, Aluminium, Verbundwerkstoffe, Deformationsenergie, Finite-Elemente-Methode, Festigkeit, Steifigkeit, Gewichtsreduktion, Umformtechnik, Querträger.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem automobilen Leichtbau, speziell mit der Optimierung von Komponenten des Vorderwagens, um die Crash-Sicherheit bei gleichzeitig reduziertem Fahrzeuggewicht zu gewährleisten.
Die Arbeit behandelt die Materialanalyse (Stahl, Leichtmetalle, Verbundstoffe), die konstruktiven Grundlagen von Crash-Management-Systemen (CMS) und die mathematische Auslegung dieser Bauteile hinsichtlich ihrer Energieaufnahme.
Das Ziel ist die Identifikation und Bewertung von Werkstoffen, die eine hohe Energieabsorption bei einem Aufprall ermöglichen und gleichzeitig durch Gewichtsoptimierung den Kraftstoffverbrauch und die Effizienz des Gesamtfahrzeugs verbessern.
Es werden Literaturanalysen zum Werkstoffverhalten durchgeführt sowie vereinfachte mathematische Berechnungen zur Bestimmung von Spannungen, Dehnungen und Faltkräften angewendet, um eine fundierte Werkstoffauswahl für CMS-Bauteile zu treffen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Werkstoffeigenschaften, die Beschreibung der aktuellen Vorderwagenstruktur, die mathematische Herleitung der Belastungsszenarien und die detaillierte Auswahl der Materialien basierend auf berechneten Gütekennzahlen.
Kernbegriffe sind Leichtbau, Crash-Sicherheit, Werkstoffauswahl, Crash-Management-System, Energieabsorption, Stahl und Aluminium.
Die Wandstärke beeinflusst direkt die Masse des Bauteils und damit das Gewicht des Fahrzeugs. Zudem ist sie entscheidend für das Biegesteifigkeitsverhalten und die kritische Knickspannung bei einem Aufprall.
Diese Stähle ermöglichen aufgrund ihrer spezifischen Gefügestruktur eine höhere Festigkeit und Verfestigung im Crashfall, was den Einsatz geringerer Wandstärken bei gleicher oder verbesserter Energieaufnahme erlaubt.
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