Examensarbeit, 2008
217 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Sicht der Schüler in der Sachunterrichtsdidaktik
3 Der Wissenserwerb von Grundschulkindern
4 Demokratie und Demokratielernen
4.1 Demokratie
4.2 Demokratielernen
5 Forschungsstand zum demokratischen Bewusstsein von Grundschulkindern
6 Empirischer Teil
6.1 Erhebungsmethoden
6.2 Datenerhebung
6.3 Interviewleitfaden
Kategorie 1 – Mitbestimmen
Kategorie 2 – Basis
Kategorie 3 – Wahl
Kategorie 4 – Das gleiche Recht auf Unterschiedlichkeit
Kategorie 5 – Gleichberechtigung
Kategorie 6 – Geschlechterrollen
Kategorie 7 – Regeln
Ergänzung
Interviewleitfaden der Lehrerin
6.4 Auswertung der Interviews
6.4.1 Interview 1 – Isabel
6.4.2 Interview 2 – Leonie
6.4.3 Interview 3 – Georg
6.4.4 Interview 4 – Leo
6.4.5 Interview 5 – Adrian
6.4.6 Interview 6 – Lorena
6.4.7 Interview 7 – Melina
6.4.8 Interview 8 – Sofi
6.4.9 Interview 9 – Lia
6.4.10 Interview 10 – Franziska
6.4.11 Interview 11 – Tuna
6.4.12 Interview 12 – Caroline
6.4.13 Interview 13 – Andrea
6.4.14 Interview 14 – Selma
6.5 Die Lehrerin – Vorstellungen über Vorstellungen
6.6 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
7 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Demokratiebewusstsein von Grundschülern der zweiten Klasse, um zu erfassen, ob und wie Kinder demokratische Prinzipien bereits wahrnehmen und verinnerlichen. Ein zentrales Anliegen ist dabei der Abgleich zwischen der tatsächlichen Sichtweise der Kinder und den subjektiven Vermutungen ihrer Klassenlehrerin.
Qualitative Erhebungsmethode
„Qualitative Forschungsmethoden werden in Untersuchungen zu Schülervorstellungen und zum Denken der Schüler seit langem eingesetzt“ (Duit 1992, S. 62). Sie sind geeignet, um die Sicht der Kinder wissenschaftlich zu erfassen, sprich welche Vorstellungen sie über ihnen alltäglich begegnende Prozesse besitzen, mit welchen Dingen sie sich beschäftigen, oder auch einfach, welche Wünsche sie haben (vgl. Heinzel 1997, S. 396). Im Gegensatz zu quantitativen Methoden arbeiten qualitative Verfahren nicht auf der Grundlage bestehender Hypothesen, sondern die Hypothesen müssen mithilfe des qualitativen Verfahrens erst entwickelt werden (vgl. Rost 2002, S. 74ff.). Wichtigstes Kennzeichen eines qualitativen Interviews ist die offene Gesprächstechnik, also die Möglichkeit des Befragten, eigene Vorstellungen nach eigenem Gutdünken zu artikulieren, ohne einem starren Fragebogen zu folgen (vgl. Heinzel 1997, S. 402).
Es gibt mehrere Formen, die ein qualitatives Interviews kennzeichnen. Dazu gehören teilstandardisierte Interviews, narrative Interviews und psychoanalytische Tiefeninterviews (ebd., S. 402ff.). Während narrative Interviews sich besonders bei lebensgeschichtlichen Fragestellungen eignen, etwa der Konstruktion eigener Lebenslinien, und psychoanalytische Tiefeninterviews die gesamte Entfaltung freier Phantasietätigkeiten deuten, also alles, was ein Kind während des Interviews tut und spricht, wird das teilstandardisierte Interview, das häufig auch als Leitfadeninterview bezeichnet wird (ebd., S. 402), meist genutzt, um anhand eines zuvor erarbeiteten Leitfadens Fragen zu Themenkomplexen zu stellen, die eine „gewisse Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Einzelinterviews“ (Friebertshäuser 1997, S. 375) sichern sollen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die explorative Studie zum Demokratiebewusstsein von Zweitklässlern ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Die Sicht der Schüler in der Sachunterrichtsdidaktik: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung individueller Schülervorstellungen für Lernprozesse und argumentiert, warum die subjektive Perspektive des Kindes in der Didaktik unerlässlich ist.
3 Der Wissenserwerb von Grundschülern: Hier werden kognitionspsychologische Grundlagen diskutiert, die aufzeigen, wie Kinder ihre Umwelt aktiv konstruieren und verstehen.
4 Demokratie und Demokratielernen: Dieser Abschnitt definiert Demokratie als politisches System sowie als persönlichen Lebensstil und erörtert Ansätze zur Förderung des Demokratielernens in der Grundschule.
5 Forschungsstand zum demokratischen Bewusstsein von Grundschulkindern: Es wird der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zur Entwicklung politischer Wertorientierungen im Kindesalter zusammengefasst.
6 Empirischer Teil: Im Hauptteil werden die qualitativen Interviews mit 14 Kindern und einer Lehrerin sowie die daraus resultierenden Ergebnisse detailliert dargestellt und analysiert.
7 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und einem Plädoyer für die Bedeutung qualitativer Studien im schulischen Kontext.
8 Anhang: Der Anhang enthält sämtliche Interviewleitfäden sowie die vollständigen Transkripte der durchgeführten Gespräche.
Demokratiebewusstsein, Grundschule, Schülervorstellungen, qualitative Forschung, Sachunterricht, Partizipation, Mitbestimmung, Demokratielernen, Konzeptwechsel, Sozialisation, Interaktion, Erziehungswissenschaft, Kindheitsforschung, Politische Bildung, Interviewtechnik.
Die Arbeit untersucht das Demokratieverständnis von Kindern im Grundschulalter und analysiert, inwieweit sie demokratische Prinzipien wie Gleichheit und Mitbestimmung in ihren Alltag integrieren.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Mitbestimmung, das demokratische Basisverständnis, Wahlen, Gleichberechtigung, Geschlechterrollen sowie die Bedeutung von Regeln und Versprechen im kindlichen sozialen Kontext.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob sieben- bis neunjährige Kinder eigene Vorstellungen von Demokratie besitzen und ob die Lehrperson diese Vorstellungen der Kinder korrekt einschätzt.
Der Autor führt eine explorative Studie mittels qualitativer, teilstandardisierter Leitfadeninterviews mit 14 Grundschülern und einer Klassenlehrerin durch.
Der Hauptteil dokumentiert die Durchführung, Auswertung und Zusammenfassung der Einzelinterviews, um individuelle Denkweisen der Kinder detailliert abzubilden.
Zentrale Begriffe sind Demokratiebewusstsein, Partizipation, qualitative Forschung, Grundschule und kindliche Sozialisation.
Die Studie zeigt, dass die Lehrerin in vielen Bereichen, etwa bei der Mitbestimmung in der Pause, ein sehr genaues Bild von den Ansichten ihrer Schüler hat, in manchen Details jedoch von der kindlichen Realität abweicht.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Familie die wichtigste Sozialisationsinstanz ist, die das Rollenverständnis und das Vertrauen in Partizipationsmöglichkeiten der Kinder maßgeblich prägt.
Die Interviews zeigen, dass die meisten Kinder Regeln für sinnvoll erachten, um ein soziales Miteinander zu gewährleisten, aber gleichzeitig ein ausgeprägtes Bedürfnis danach haben, in bestimmten Situationen selbstbestimmt zu handeln.
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