Hausarbeit, 2012
12 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Die spezifische Ästhetik des Schultheaters nach Klepacki
3. Welche Rolle spielt nach M. Sack die „PraxisHaltung“ des Spielleiters für die Ästhetik des Schultheaters?
4. Welche Beziehung besteht zwischen professionellem und nicht-professionellem Theater?
5. Schluss
Die vorliegende Arbeit analysiert zentrale theaterpädagogische Fragestellungen, indem sie drei Fachtexte zur Theorie und Praxis des Schultheaters untersucht. Ziel ist es, die spezifische Ästhetik des Schultheaters, die Rolle der PraxisHaltung des Spielleiters sowie das Spannungsfeld zwischen professionellem und nicht-professionellem Theater kritisch zu reflektieren und theoretisch einzuordnen.
3. Welche Rolle spielt nach M. Sack die „PraxisHaltung“ des Spielleiters für die Ästhetik des Schultheaters?
Die Handlungslogik der theaterpädagogischen Praxis liegt in den Ideen und Idealen von Bildungs- und Vermittlungsprozessen des Spielleiters begründet und spiegelt seine Haltung zu der von ihm vorgestellten Praxis, mit der er in Interaktion mit den Spielern tritt. Dieses Beziehungsgefüge muss ständig weiterentwickelt werden um theaterpädagogische Interaktionsprozesse verwirklichen zu können. Dabei bedarf es einer immerwährenden produktiven Abstimmung der eigenen gedanklichen Entwürfe und Konzepte, mit der praktischen Arbeit, nämlich den konkreten Prozessen des Theaterspiels, um eine konstruktive Handlungsfähigkeit zu erhalten.
Gleichzeitig bringt der Spielleiter seine spezifischen Sichtweisen und praktischen Verhaltensmuster, seine theaterpädagogische Haltung, in den Interaktionszusammenhang des theatralen Geschehens ein und organisiert somit das Aufeinandertreffen von Subjekt und Verfahrensweise. Das Zusammentreffen von Denken und Spielen machen die experimentelle Haltungen des Theaterpädagogen in der Praxis handlungsfähig. Hierauf basiert Sacks These, dass sich die Spieler in ihrer Auseinandersetzung mit sich und der Sache durchaus an der Art des Spielleiters und seiner Vermittlung der Sache und sich selbst, reiben.
Mira Sack stellt die Verflechtung der beiden Komponenten „Praxis“ und „Haltung“, ebenso wie deren Spannungen, sinnbildlich in der Schreibweise „PraxisHaltung“ dar. Diese PraxisHaltung des Theaterpädagogen soll die Beziehungsstrukturen zwischen dem Gegenstand Theater und den Spielern sichtbar machen. Im Fokus stehen Handlungsstrategien mit denen der Spielleiter Vermittlungsakte einleiten und manipulieren kann mit dem Ziel, Theater- und Bildungsprozesse miteinander zu verknüpfen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die drei untersuchten Fachtexte ein und erläutert die methodische Herangehensweise an die Fragestellungen zur Ästhetik des Schultheaters.
2. Die spezifische Ästhetik des Schultheaters nach Klepacki: Dieses Kapitel erläutert Klepackis Konzept des essayistischen Schultheaters, welches den Prozess des Probierens und die spielerische Selbstbildung in den Mittelpunkt rückt.
3. Welche Rolle spielt nach M. Sack die „PraxisHaltung“ des Spielleiters für die Ästhetik des Schultheaters?: Hier wird die „PraxisHaltung“ als steuerndes Element analysiert, durch das der Spielleiter durch gezielte Versicherung und Verunsicherung dynamische Bildungsprozesse initiiert.
4. Welche Beziehung besteht zwischen professionellem und nicht-professionellem Theater?: Dieses Kapitel kontrastiert das traditionell textorientierte Theater mit einer zeitgenössischen Ästhetik, die stärker die Körperlichkeit und Individualität der Laiendarsteller betont.
5. Schluss: Der Schluss führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Schultheater als einen prozessorientierten und bildungsrelevanten Erfahrungsraum zu begreifen.
Schultheater, Ästhetik, PraxisHaltung, Bildungstheater, Körperlichkeit, Essayismus, Theaterpädagogik, Laientheater, Selbstbildung, Inszenierung, Vermittlungsprozess, Experimentelles Spiel, Rollenhandeln, Subjektivität, Performanz.
Die Arbeit befasst sich mit theoretischen Grundlegungen des Schultheaters und untersucht, wie dieses als eigenständige, künstlerische Bildungsform verstanden werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der essayistischen Arbeitsweise im Schultheater, der Rolle des Spielleiters (PraxisHaltung) und dem Verhältnis zwischen professioneller Theaterpraxis und Laienarbeit.
Ziel ist es, die spezifischen ästhetischen Merkmale des Schultheaters aufzuzeigen und zu analysieren, wie spielerische Prozesse zur Persönlichkeitsbildung beitragen können.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und textbasierte Erörterung, um die Thesen dreier ausgewählter theaterpädagogischer Fachautoren systematisch zu vergleichen und einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Klepackis Ästhetik-Verständnis, Sacks Konzept der PraxisHaltung und Jurkés Untersuchung zur Bedeutung der Körperlichkeit im Theater.
Die zentralen Begriffe sind Schultheater, PraxisHaltung, Bildungstheater, Körperlichkeit, essayistische Kunstform und ästhetische Selbstbildung.
Sack fasst unter diesem Begriff die bewusste Verflechtung von theoretischem Konzept (Haltung) und konkretem Handeln (Praxis) des Spielleiters zusammen, um Vermittlungsprozesse zwischen Theater und Spieler aktiv zu gestalten.
Die Arbeit warnt davor, dass der Versuch, professionelle, psychorealistische Sehgewohnheiten (wie sie im Film üblich sind) zu imitieren, oft zu „unkörperlichen“ und handwerklich defizitären Ergebnissen führt, die das eigene Potenzial des Schultheaters vernachlässigen.
Die Autoren betonen, dass der Prozess des Suchens, Probierens und Experimentierens vorrangig gegenüber der bloßen Aufführungsqualität ist, da erst dieser prozesshafte Charakter die ästhetische Selbstbildung ermöglicht.
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