Diplomarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Licensing
2.1 Licensing
2.1.1 Begriffsdefinition des Licensing
2.1.2 Formen des Licensing
2.1.3 Partner, Ziele und Vorteile im Licensing
2.1.4 Gestaltung des Lizenzvertrages
2.1.5 Charakterisierung der Lizenzgebühr
2.2 Rechtliche Grundlagen des Licensing
2.2.1 Relevante Schutzrechte
2.2.2 Tatbestand der Markenrechtsverletzung
2.2.3 Schadensersatzanspruch
3 Betriebswirtschaftliche Methoden der Lizenzbewertung
3.1 Marktorientierte Lizenzbewertung
3.2 Kostenorientierte Bestimmung der Lizenzgebühren
3.3 Nutzenorientierte Bestimmung der Lizenzgebühren
3.4 Gewinnaufteilungsmethode
3.5 IP-Wert-Methode
4 Der BBDO Brand Equity Evaluator als integratives Markenbewertungsmodell zur Ermittlung von Lizenzgebühren und Schadensersatz
4.1 Integrative Begriffsauffassung des Markenwertes
4.2 Markenbewertungsanlässe des Brand Equity Evaluators
4.3 Komponenten und Markenbewertung
4.4 Bewertung des Brand Equity Evaluators
5 Lizenzanalogiemethode bei Markenrechtsverletzungen
5.1 Lizenzanalogie zur Schadensquantifizierung
5.2 Berechnung einer angemessenen und fiktiven Lizenzgebühr
5.3 Bewertung der Lizenzanalogiemethode
6 Ausblick und Schlussbetrachtung
Die Arbeit befasst sich mit der Ermittlung von Lizenzgebühren unter Berücksichtigung ökonomischer und juristischer Aspekte. Das Ziel ist es, verschiedene Methoden und Modelle zur Lizenzbewertung vorzustellen und kritisch zu analysieren, um angemessene Lizenzentgelte für Unternehmen sowie zur Schadensquantifizierung bei Rechtsverletzungen bestimmen zu können.
2.1.1 Begriffsdefinition des Licensing
Dem Duden zufolge hat das aus dem Latein stammende Wort „Lizenz“ vielfältige Bedeutungen. Es kann verstanden werden als eine (gegen Gebühr erteilte) rechtskräftige Genehmigung zur Ausübung eines Gewerbes (Konzession), eine patentrechtliche Vereinbarung zur Befugnis ein Patent zu nutzen, Übersetzung oder Übernahme eines Werks durch den Verfasser oder eine durch einen Verband erteilte Erlaubnis, einen Sport beruflich auszuüben.
Weihermüller definiert die Lizenz als „die Erlaubnis, etwas zu tun, an etwas zu partizipieren oder die Gewährung bestimmter Privilegien“. Eine Lizenz ist somit die Gewährung eines Nutzungsrechtes an einer bestimmten Sache, die ein gewerbliches Schutzrecht genießt. Bei der Vergabe einer Markenlizenz kann der Inhaber einer Marke einem anderen Unternehmen das Recht einräumen, diese Marke für seine eigenen Produkte zu nutzen.
Der Begriff „Licensing“ stammt aus dem englischen Sprachraum und kann allgemein als Lizenzvergabe, Lizenzerteilung, Lizenzierung oder auch als „Handel mit Lizenzen“ übersetzt werden.
1 Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Bedeutung immaterieller Vermögenswerte und Erläuterung der Zielsetzung, Lizenzgebühren aus ökonomischer und juristischer Sicht zu analysieren.
2 Grundlagen des Licensing: Darstellung der Definitionen, Formen, Partner und Ziele des Lizenzgeschäfts sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle des Lizenzvertrags.
3 Betriebswirtschaftliche Methoden der Lizenzbewertung: Vorstellung von fünf betriebswirtschaftlichen Ansätzen zur Ermittlung angemessener Lizenzgebühren, darunter markt-, kosten- und nutzenorientierte Verfahren.
4 Der BBDO Brand Equity Evaluator als integratives Markenbewertungsmodell zur Ermittlung von Lizenzgebühren und Schadensersatz: Erläuterung eines ganzheitlichen Bewertungsmodells, das verhaltensorientierte und finanzielle Aspekte zur Markenbewertung kombiniert.
5 Lizenzanalogiemethode bei Markenrechtsverletzungen: Analyse der Methode, um im Falle von Markenverletzungen den Schadensersatz durch die Berechnung einer fiktiven Lizenzgebühr zu quantifizieren.
6 Ausblick und Schlussbetrachtung: Fazit zur aktuellen Lage der Lizenzbewertung und Ausblick auf die Notwendigkeit, zukünftig standardisierte Modelle zur Gebührenermittlung zu entwickeln.
Licensing, Lizenzgebühr, Markenbewertung, Brand Equity Evaluator, Lizenzanalogie, Markenrechtsverletzung, Schadensersatz, Lizenzvertrag, Markenrecht, Immaterielle Vermögenswerte, Kostenorientierte Kalkulation, Nutzenorientierte Bewertung, Gewinnaufteilungsmethode, IP-Wert-Methode, Wettbewerbsschutz.
Die Arbeit untersucht die Methoden und Modelle zur Bestimmung von Lizenzgebühren für immaterielle Wirtschaftsgüter aus betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Perspektive.
Neben den Grundlagen des Lizenzgeschäfts stehen die verschiedenen Bewertungsverfahren (marktorientiert, kostenorientiert, nutzenorientiert) sowie die Anwendung der Lizenzanalogie bei Markenverletzungen im Fokus.
Das Ziel ist die fundierte Herleitung von Modellen zur Bestimmung angemessener Lizenzgebühren, um sowohl unternehmerische Entscheidungen als auch Schadensberechnungen bei Markenrechtsverletzungen zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse betriebswirtschaftlicher Kalkulationsmodelle (z.B. Cost-plus-Pricing, Profit-Split-Methode, DCF-Modell) sowie die Untersuchung juristischer Rahmenbedingungen im Markenrecht.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Bewertungsansätze für Marken und Lizenzen, stellt den BBDO Brand Equity Evaluator vor und erörtert die Lizenzanalogie zur Quantifizierung von Schäden.
Zentrale Begriffe sind Licensing, Lizenzgebühr, Markenbewertung, Schadensersatz bei Markenverletzungen und verschiedene Bewertungsmethoden wie die IP-Wert-Methode.
Sie dient als Methode zur Schadensquantifizierung, indem eine fiktive Lizenzgebühr berechnet wird, die der Verletzer bei einer rechtmäßigen Vereinbarung hätte zahlen müssen.
Er ist ein integratives Modell, das sowohl finanzielle als auch verhaltenswissenschaftliche Aspekte (z.B. Konsumentenwahrnehmung und Markenstatus) kombiniert, um den Markenwert zu ermitteln.
Sie vernachlässigt häufig marktseitige Faktoren wie Nachfrage und Konkurrenz, da sie sich primär auf interne Kosten der Lizenzentwicklung stützt.
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