Bachelorarbeit, 2008
31 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
1. Einleitung
2. Überblick zur verwendeten Literatur
3. Historischer Kontext: Transatlantischer Dreieckshandel und „Middle Passage“
4. Strukturelle Voraussetzungen der Abolition
4.1 Das ausgehende 18. Jahrhundert als „Sattelzeit“
4.2 Zur Bedeutung und Rolle von „öffentlicher Meinung“
5. Die Mobilisierung der öffentlichen Meinung
5.1 Die Organisation der Bewegung
5.1.1 Abolitionskomitees
5.1.2 „Petitioning“
5.2 Kunst und Propaganda
5.2.1 Pamphlete und Essays
5.2.2 Literatur
5.2.3 Bilder und Plakate
5.2.4 Öffentliche Auftritte und Ansprachen
6. Die Entscheidung im Parlament
7. Fazit
8. Quellen- und Literaturverzeichnis
8.1 Quellen
8.2 Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie es der britischen Abolitionsbewegung am Ende des 18. Jahrhunderts gelang, den Sklavenhandel durch eine gezielte Mobilisierung der öffentlichen Meinung als zentrales politisches Thema zu etablieren und schließlich dessen gesetzliche Abschaffung im Parlament zu erwirken.
5.2.3 Bilder und Plakate
Wie schon das Beispiel von Clarksons „Abstract“ gezeigt hat, waren einzelne Beiträge in besonders hoher Stückzahl im Umlauf. Die Skizze des Sklavenschiffes „Brooks“ aus Liverpool fand weite Verbreitung als Plakat. Allein 1788-89 wurden davon 8000 Exemplare gedruckt. Es zeigt den Grundriss des Unterdecks aus der Aufsicht, „with slaves stowed on it, in the proportion of not quite one to a ton.“ Die Graphik wurde teils für sich genommen, teils mit einem Traktat versehen produziert. Solche Darstellungen fanden sich nicht nur als Poster auf den Straßen. Sie kamen geradezu in Mode, wurden eingerahmt und in Privaträumen für Besucher sichtbar zur Schau gestellt.
Dementsprechend entwickelte die Auseinandersetzung mit dem Thema eine Eigendynamik. Künstler entwarfen Darstellungen, ohne dass diese auf die Initiative des Komitees zurückzuführen gewesen wären. Die beiden Gemälde „Execrable Human Traffic“ (1788) und „African Hospitality“ (1791) von George Morland wurden in Druckform tausendfach vervielfältigt. Im Vergleich zum Grundriss des Sklavenschiffes fielen diese wesentlich emotionaler aus.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der Sklaverei und führt in die Fragestellung ein, wie die Abolitionsbewegung durch eine breite Mobilisierung der Öffentlichkeit den Sklavenhandel beendete.
2. Überblick zur verwendeten Literatur: Das Kapitel stellt die maßgeblichen wissenschaftlichen Werke dar, die als Grundlage für die Untersuchung der abolitionistischen Kampagnen dienen.
3. Historischer Kontext: Transatlantischer Dreieckshandel und „Middle Passage“: Es wird das ökonomische System des transatlantischen Sklavenhandels erläutert und die spezifische Bedeutung der „Middle Passage“ als Grausamkeit hervorgehoben.
4. Strukturelle Voraussetzungen der Abolition: Dieser Abschnitt analysiert die demografischen und sozialen Veränderungen in Großbritannien sowie die wachsende Bedeutung der öffentlichen Meinung als politischen Faktor.
5. Die Mobilisierung der öffentlichen Meinung: Hier werden die organisatorischen Strukturen der Bewegung, die Nutzung von Medien wie Pamphleten und die Bedeutung öffentlicher Versammlungen detailliert analysiert.
6. Die Entscheidung im Parlament: Das Kapitel beschreibt den langwierigen Prozess, wie der öffentliche Druck schließlich in die legislativen Beschlüsse des Abolition Act von 1807 mündete.
7. Fazit: Die Zusammenfassung bilanziert, dass die Kombination aus moralischer Empörung, strategischer Propaganda und parlamentarischer Lobbyarbeit den Erfolg der Abolition sicherstellte.
8. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.
Abolition, Sklavenhandel, öffentliche Meinung, Petitionen, Abolitionskomitees, Middle Passage, Propaganda, Parlament, Großbritannien, 18. Jahrhundert, Thomas Clarkson, William Wilberforce, Sklaverei, Emanzipation, Abolition Act 1807.
Die Arbeit analysiert, wie die britische Abolitionsbewegung am Ende des 18. Jahrhunderts durch eine gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung den politischen Willen zur Abschaffung des Sklavenhandels erzeugte.
Zentral sind die Organisation der Bewegung, die Entwicklung des Konzepts „öffentliche Meinung“, der Einsatz von Kunst und Literatur als Propagandamittel sowie die parlamentarische Umsetzung der Abolition.
Das Ziel ist es zu verstehen, durch welche Strategien und Kanäle die Abolitionisten eine breite gesellschaftliche Ablehnung des Sklavenhandels mobilisieren konnten, um so Druck auf das britische Parlament auszuüben.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen und einschlägiger wissenschaftlicher Fachliteratur, um die historische Kampagnenführung zu rekonstruieren.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der strukturellen Organisation der Bewegung, der Verwendung von Petitionen, dem Einfluss von Pamphleten und Bildern sowie der dialektischen Auseinandersetzung mit Gegnern der Abolition.
Wichtige Begriffe sind Abolition, Sklavenhandel, öffentliche Meinung, Petitionswesen, politische Mobilisierung und parlamentarische Entscheidungsprozesse.
Der Act markierte das offizielle Ende des britischen Sklavenhandels, was aufgrund des öffentlichen Drucks und veränderter politischer Mehrheitsverhältnisse nach Jahren des Widerstands möglich wurde.
Bilder und Karikaturen machten die Grausamkeit des Sklavenhandels emotional erfahrbar und trugen dazu bei, das Thema in der Gesellschaft populär und unmittelbar präsent zu machen.
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