Diplomarbeit, 2003
89 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Vorwort
2 Begriffsklärungen: Internet, E-Mail, Chat, Newsgroups
2.1 Die Geschichte des Internet
2.2 Technische Exkurse: Prinzipien der Funktionsweise des Internets und seiner Dienste
2.2.1 Client-Server-Modell und Peer-To-Peer-Netzwerke
2.2.2 Das Schichtenmodell (7-Schichten-ISO-OSI-Referenzmodell)
2.2.3 Internetprotokolle
2.2.3.1 Das Grundprotokoll des Internet: TCP/IP
2.2.3.1.1 IP (Internet Protocol)
2.2.3.1.2 TCP (Transmission Control Protocol)
2.2.3.2 IPv6 - Das zukünftige Internet-Übertragungsprotokoll
2.2.3.3 Ausgewählte Standardisierte Protokolle der Anwendungsschicht
2.3 Dienste im Internet
2.3.1 Definitionsversuche einiger relevanten Dienste im Internet
2.3.1.1 E-Mail
2.3.1.2 Newsgroups
2.3.1.3 Chat
2.4 Zusammenfassung
3 Kommunikationstheorien
3.1 Was ist Kommunikation?
3.1.1 Grundschema der Kommunikation
3.1.2 FTF und CMC
3.2 Theorien der FTF-Kommunikation
3.2.1 Pragmatische Axiome nach Paul Watzlawick
3.2.2 Psychologisches Modell der zwischenmenschlichen Kommunikation nach Friedemann Schulz von Thun
3.3 Theorien der CMC-Kommunikation
3.3.1 Kanalreduktion
3.3.2 Filtertheorien
3.3.3 Rationale Medienwahl
3.3.4 Normative Medienwahl
3.3.5 Interpersonale Medienwahl
3.3.6 Soziale Informationsverarbeitung
3.3.7 Simulation und Imagination
3.3.8 Digitalisierung und Oraliteralität
3.4 Zusammenfassung
4 Rahmenbedingungen und Auswirkungen der neuen Kommunikationsformen
4.1 Gesellschaftliche Aspekte
4.1.1 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
4.1.2 Geschlechtsspezifisches
4.1.3 Alter
4.1.4 Soziale Netzwerke
4.2 Psychologische Aspekte
4.2.1 Virtuelle Identität
4.2.2 Netzsucht
4.3 Sprachliche Aspekte
4.3.1 Konzeptionelle und mediale Schriftlichkeit/ Mündlichkeit
4.3.2 Orthographie und Syntax
4.3.2.1 Abkürzungen und Akronyme
4.3.2.2 Emoticons
4.3.3 Hypertext
4.4 Zusammenfassung
5 Anwendungsfeld Bildungswesen
5.1 Multimedialer und computerunterstützter Unterricht in Schulen
5.2 Internet im Unterricht
5.2.1 Anwendungsformen des Internets und der neuen Kommunikationsformen im Unterricht
5.2.1.1 Recherchieren im Netz
5.2.1.2 Publizieren im Netz
5.2.1.3 Kommunizieren im Netz
5.2.1.3.1 E-Mail-Projekte:
5.2.1.3.2 Mailinglisten und Newsgroups
5.2.1.3.3 Chat und Videokonferenzen
5.3 Veränderung des Lernens durch Nutzung des Internets
5.4 Telelearning
5.4.1 Fernstudium und Telelearning
5.4.2 Open-Distance-Learning, Teletouring, Teleteaching
5.4.3 Vor- und Nachteile des Telelernens
5.5 Zusammenfassung
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Auswirkungen moderner Kommunikationsformen wie E-Mail, Chat und Newsgroups. Dabei wird analysiert, wie sich Kommunikation von realen Face-to-Face-Situationen hin zu technisch vermittelten Interaktionen wandelt und welche sozialen, psychologischen und sprachlichen Folgen dies mit sich bringt.
4.1.2 Geschlechtsspezifisches
Nicola Döring bemerkt in ihrer Untersuchung über „Geschlechterkonstruktionen und Netzkommunikation“ eine Unterrepräsentanz von Frauen und Mädchen bei Zugang, Nutzung und Weiterentwicklung bei Computernetzwerken. Sie stellt dabei unterschiedliche Vorstellungen und Interpretationen des Internets in Bezug auf eine mögliche Geschlechterdifferenz oder -parität hin. So erscheinen Netze mal als Refugien von Hackern, Technikfetischisten und Computerfreaks, als Männermedien, von denen Frauen und Mädchen nach wie vor weitgehend ausgeschlossen sind. Mal erscheinen Netze als egalitäre Welten des Diskurses, in denen nur das Geschriebene zählt ohne Ansehen von Geschlecht, Alter, Rasse, Klasse oder Aussehen.
Das Netz kann ein sozialer Raum sein, in dem Menschen unbefangen ihre Geschlechtlichkeit ausspielen können oder ihr Geschlecht als Konstrukt begreifen, einen virtuellen Geschlechtertausch vollziehen oder ein drittes oder viertes Phantasiegeschlecht annehmen. Dem gegenüber steht die Wahrnehmung vom Internet als einem Ort, an dem Herrschaftstechnologien walten, mit denen männliche Gewalt nicht nur in bekannter Weise reproduziert, sondern sogar gesteigert wird, (z.B. durch die Verbreitung von Kinderpornografie). Und schließlich verfügt das Internet auch über nützliche und subversive Infrastrukturen für die politische, wissenschaftliche, wirtschaftliche, künstlerische sowie private Vernetzung von Frauen und Frauenprojekten weltweit.
1 Vorwort: Der Autor führt in das Thema der technisch vermittelten Kommunikation ein und erläutert die Struktur sowie die methodische Herangehensweise der Diplomarbeit.
2 Begriffsklärungen: Internet, E-Mail, Chat, Newsgroups: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in die Geschichte, die technische Funktionsweise und die wichtigsten Dienste des Internets.
3 Kommunikationstheorien: Hier werden allgemeine und spezifische Kommunikationstheorien dargestellt, um den Kontrast zwischen realer Face-to-Face-Interaktion und computervermittelter Kommunikation zu verdeutlichen.
4 Rahmenbedingungen und Auswirkungen der neuen Kommunikationsformen: Die Untersuchung konzentriert sich auf soziale Aspekte wie Ungleichheit, psychologische Phänomene wie Netzsucht sowie sprachliche Veränderungen durch neue Kommunikationscodes.
5 Anwendungsfeld Bildungswesen: Das Kapitel beleuchtet den Nutzen des Internets im Schulunterricht und die didaktischen Anforderungen an Lehrende und Lernende.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Eine abschließende Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Euphorie und Pessimismus hinsichtlich der digitalen Demokratie.
Internet, E-Mail, Chat, Newsgroups, computervermittelte Kommunikation, Kommunikationstheorien, soziale Auswirkungen, virtuelle Identität, Netzsucht, Medienkompetenz, Bildungswesen, Telelearning, digitale Kommunikation.
Die Diplomarbeit behandelt die Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Kommunikationsformen E-Mail, Chat und Newsgroups.
Die Arbeit gliedert sich in technische Grundlagen, Kommunikationstheorien, soziologische Aspekte, psychologische Auswirkungen, sprachliche Veränderungen und Anwendungsmöglichkeiten im Bildungswesen.
Ziel ist es, das Phänomen der technisch vermittelten Kommunikation zu erfassen und zu untersuchen, wie diese die Gesellschaft, die psychische Verfassung des Einzelnen und unsere Sprache beeinflusst.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Literaturanalyse etablierter Kommunikationstheorien mit aktuellen Studien zur Internetnutzung kombiniert.
Im Hauptteil werden neben den technischen Grundlagen insbesondere die Auswirkungen auf Gesellschaft, Psychologie und Sprache sowie die Implementierung des Internets im schulischen Bildungskontext diskutiert.
Zentrale Begriffe sind computervermittelte Kommunikation (CMC), Netzkompetenz, virtuelle Identität, Netzsucht, Hypertext und die Diskrepanz zwischen realer und digitaler Kommunikation.
Während klassischer Fernunterricht oft auf Lehrbriefen und Medien wie Tonbändern basiert, nutzt modernes Telelearning digitale Computernetze, die eine unmittelbarere und interaktivere Kommunikation ermöglichen.
Ja, die Arbeit weist auf eine Unterrepräsentanz von Frauen bei der Netznutzung hin, diskutiert jedoch auch die Entwicklung hin zu mehr feministischen Netzaktivitäten und die Problematik des Gender-Swapping im Chat.
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