Examensarbeit, 2011
72 Seiten, Note: 1,0
1. Gegenstand und Ziel dieser Arbeit
2. Hintergründe und Rahmenbedingungen
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Rahmenbedingungen der ambulante Pflege
2.2.1 Zahlen, Daten Fakten zur ambulante Pflege
2.2.2 Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Pflegebranche
3. Methodik der Befragung, Auswahl und Details der Stichprobe
3.1 Auswahl der Stichprobe und methodische Vorgehensweise
3.2 Beschreibung der Stichprobe
3.2.1 Berufsausbildung
3.2.2 Altersstruktur
3.2.3 Geschlechterverteilung
3.2.4 Familienstand
3.2.5 Kinderzahl
3.2.6 Zeitliche Ausgestaltung der Beschäftigungsverhältnisse
3.2.7 Tätigkeitsbereiche
3.2.8 Entgelt
4. Berufswahl und Berufsverläufe der Befragten
4.1 Berufswahl und Motivationen
4.2 Berufsverläufe der Befragten
4.2.1 Unterbrechungszeiten
4.2.2 Berufliche Wiedereinstiege
5. Negative Aspekte des Arbeitsfeldes ambulante Pflege
5.1 Mehrarbeit
5.2 Schicht- und Wochenendarbeit
5.3 Zeitdruck
5.4 Tod der Patienten sowie Probleme aus dem Kontakt zu Angehörigen
5.5 Trage- und Hebetätigkeiten und physische Beanspruchungen
5.6 Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben / „Arbeit und Familie“-Konflikte
6. positive Aspekte des Arbeitsfeldes ambulante Pflege
6.1 Autonomie bzw. Handlungsspielraum
6.2 Kontrollier- und Planbarkeit der Arbeitstätigkeit
6.3 Einbringen von Fähigkeiten und Kompetenzen
6.4 Angemessene Entlohnung
7. Bewältigungsstrategien
8. Rückblickende Bewertung des Berufsverlaufes
9. Zukunftsvisionen
10. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit
11. Lösungsansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung
11.1 „Stellschraube“: Person“
11.2 „Stellschraube“: Situation
11.2.1 Arbeitsgestaltung und -organisation
11.2.2 Personalentwicklung
11.3 „Stellschraube“: Organisation
11.3.1 Führung
11.3.2 Unternehmensleitbild und -kultur
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Berufsverläufe sowie der Arbeitsbedingungen und -belastungen älterer ambulanter Pflegekräfte. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche persönlichen und organisationalen Faktoren den Verbleib älterer Beschäftigter in diesem anspruchsvollen Tätigkeitsfeld fördern und welche Bewältigungsstrategien genutzt werden, um die Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern.
4.2.2 Berufliche Wiedereinstiege
Der Einstieg nach erziehungsbedingten Unterbrechungszeiten wurde – insgesamt betrachtet – als eher leicht beschrieben:
Interviewpartnerin 11, gelernte Krankenpflegerin (53 Jahre, verheiratet, 3 Kinder) beschreibt ihren beruflichen Verlauf im Zusammenhang mit ihren Unterbrechungszeiten von insgesamt 2,5 Jahren wie folgt: “Dann hatte ich ein Jahr Kinderpause nach der Entbindung. Und bin dann im ambulanten Bereich angefangen, weil die Arbeitszeiten halt flexibler sind und ich wollte auch nicht lange raus sein. (…) Dann kam das zweite Kind. Dann habe ich auch wieder ein Jahr ausgesetzt und dann habe ich bei einem privaten Arbeitgeber, das war eine Bekannte von mir aus Kalkar, habe ich dann auch ambulante Pflege gemacht, also immer so wie das stundenweise auskam. (…) Und dann kam Kind Nummer drei, obwohl das gar nicht vorgesehen war, aber okay. Und danach bin ich an sich dann (unverständlich) danach bin ich an sich dann ziemlich flott wieder angefangen.”
Auch Interviewpartnerin 14, gelernte Krankenpflegerin (39 Jahre, verheiratet, 1 Kind) schildert die Unterbrechungszeit direkt nach Geburt des Kindes und den beruflichen Wiedereinstieg ähnlich unkompliziert: “(…) Und habe dann aufgehört zu arbeiten. Für drei Jahre. Bin dann durch einen Zufall in der häuslichen Pflege gelandet, durch eine Freundin, eine ehemalige Kollegin, die mit mir die Ausbildung gemacht hat. Die brauchten eine Wochenend-Vertretung und die hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein paar Stunden zu arbeiten. Da habe ich dann gesagt: Ja, gerne! Ja und dann wurden aus ein paar Stunden immer mehr. Dann kam meine Tochter in den Kindergarten. Und da konnte ich, habe ich dann regelmäßig Spätschichten gefahren erst einmal.”
1. Gegenstand und Ziel dieser Arbeit: Einführung in die demografische Problematik und Zielsetzung der Untersuchung von Berufsverläufen in der ambulanten Pflege.
2. Hintergründe und Rahmenbedingungen: Analyse des demografischen Wandels und der spezifischen Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege in Deutschland.
3. Methodik der Befragung, Auswahl und Details der Stichprobe: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns und detaillierte Vorstellung der befragten Stichprobe.
4. Berufswahl und Berufsverläufe der Befragten: Untersuchung der Motive für die Berufswahl sowie der individuellen Berufsbiografien und Wiedereinstiegsmöglichkeiten.
5. Negative Aspekte des Arbeitsfeldes ambulante Pflege: Identifikation und Darstellung von Belastungsfaktoren wie Zeitdruck, Mehrarbeit und psychischen Belastungen.
6. positive Aspekte des Arbeitsfeldes ambulante Pflege: Analyse der positiven Faktoren, wie Autonomie, Handlungsspielraum und die Möglichkeit der Kompetenzentfaltung.
7. Bewältigungsstrategien: Darstellung der von den Pflegekräften genutzten Strategien zur Stressbewältigung und Work-Life-Balance.
8. Rückblickende Bewertung des Berufsverlaufes: Analyse der persönlichen Zufriedenheit und retrospektiven Bewertung der Berufswahl durch die Befragten.
9. Zukunftsvisionen: Erörterung der Sorgen und Erwartungen der Pflegekräfte bezüglich ihrer beruflichen Zukunft bis zum Rentenalter.
10. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit: Synthese der Forschungsergebnisse und abschließende Bewertung der Arbeitsbedingungen.
11. Lösungsansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung: Diskussion von Interventionsmöglichkeiten auf Person-, Situations- und Organisationsebene.
12. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.
Ambulante Pflege, ältere Beschäftigte, Berufsverlauf, Arbeitsbelastung, Pflegekräftemangel, demografischer Wandel, Work-Life-Balance, Handlungsspielraum, Pflegeberuf, Arbeitszufriedenheit, Wiedereinstieg, Zeitdruck, Burnout-Prävention, Gesundheitsmanagement, Pflegedienst.
Die Arbeit untersucht die Berufsverläufe und Arbeitsbedingungen von älteren Pflegekräften in der ambulanten Pflege, um Erkenntnisse über deren Verbleib im Beruf zu gewinnen.
Zu den zentralen Themen gehören Berufsbiografien, Belastungsfaktoren (wie Zeitdruck oder physische Anstrengung), Bewältigungsstrategien und Möglichkeiten einer alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung.
Das Ziel ist es, Einblicke in die Motivationen und Berufsverläufe älterer ambulanter Pflegekräfte zu erhalten und Faktoren zu identifizieren, die den Verbleib im Beruf ermöglichen oder erschweren.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Interviews angewendet, wobei die Daten ergänzend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Berufsbiografien, die Darstellung negativer und positiver Arbeitsaspekte, Bewältigungsstrategien sowie eine Bewertung des bisherigen Berufslebens.
Wichtige Begriffe sind ambulante Pflege, Arbeitszufriedenheit, alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung, Berufsverlauf und Pflegekräftemangel.
Die Arbeit untersucht, ob Unterschiede in den Arbeitsbedingungen und der Mitarbeiterzufriedenheit zwischen privaten Trägern und Wohlfahrtsträgern bestehen.
Dies ist ein zentraler Aspekt, da das Tätigkeitsfeld der ambulanten Pflege oft als besser vereinbar mit familiären Verpflichtungen wahrgenommen wird als die stationäre Pflege.
Viele Pflegekräfte empfanden den Wiedereinstieg nach Erziehungszeiten als relativ unkompliziert, wobei die flexible Gestaltung der ambulanten Pflege eine wesentliche Rolle spielte.
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