Diplomarbeit, 2003
56 Seiten, Note: 2,0
Kurzfassung
1. Selbstwert der Jugendlichen: Eine Anwendung der Verfügbarkeitsheuristik
1.1 Adoleszenz
1.2 Das Selbstkonzept
1.3 Selbstwert
1.4 Einfluss interpersonaler Beziehungen
1.5 Stabil oder manipulierbar?
1.6 Verfügbarkeitsheuristik
1.7 Schlussfolgerung und Hypothese
2. Methode
2.1 Stichprobe
2.2 Ablauf
2.3 Versuchsplan
2.4 Fragebogen und Messungen
2.4.1 Messung der Relevanz (Vorerfahrung/Involviertheit)
2.4.2 Messung der Attraktivität
2.4.3 Messung des Autonomiebedürfnisses
2.4.4 Manipulation
2.4.5 Manipulations-Check
2.4.6 Messung der Selbstwirksamkeit
2.4.7 Messung des momentanen Selbstwerts
2.5 Resultate
2.5.1 Manipulations-Check
2.5.2 Kontrollvariable Relevanz
2.5.3 Selbstwert
2.5.4 Korrelationen mit Selbstwert
3. Diskussion
4. Zusammenfassung
5. Literaturverzeichnis
Anhang
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Einfluss interpersonaler Beziehungserfahrungen mit dem anderen Geschlecht auf den Selbstwert von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren unter Anwendung der Verfügbarkeitsheuristik.
1.6. Verfügbarkeitsheuristik
Eine klassische Aufgabe von Tversky und Kahnemann (1973) lautete: Gibt es im Englischen mehr Wörter a) mit „k“ als erstem Buchstaben oder b) mit „k“ als drittem Buchstaben? Als Ergebnis entschieden sich die meisten Probanden für die Alternative a), obwohl b) objektiv zutrifft. Dieses Resultat wurde von Tversky und Kahnemann mit einer Heuristik erklärt, die mit der Verfügbarkeit, eigentlich „Zugänglichkeit“, von Information arbeitet.
Zwei Aspekte davon, der Prozess der Abrufbarkeit im Gedächtnis sowie dessen Inhalt, sollen zusammen das Urteil bestimmen. Bei obiger Aufgabe konnten die Probanden leichter und häufiger Wörter aus dem Gedächtnis abrufen, die mit „k“ beginnen, weshalb sie sich beim Abzählen derselben erinnerten Wörter schlussfolgernd für mehr Wörter mit „k“ am Anfang entschieden. Wörter mit „k“ in der Mitte sind nicht so gut abrufbar und als Folge davon erinnert man sich auch nur mit einiger Schwierigkeit an wenige.
Nach der Verfügbarkeitsheuristik (Tversky und Kahnemann, 1973) urteilt eine Person nach ihrer Einschätzung der Verfügbarkeit der relevanten Informationen in ihrem Gedächtnis. Die Aufmerksamkeit wird auf sie selbst gerichtet, auf das, was momentan in ihrem Kopf verfügbar, d.h. abrufbar ist. Abhängig davon, wie leicht und wie viel von der gefragten Information in den Sinn kommt, wird die Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses beurteilt.
1. Selbstwert der Jugendlichen: Eine Anwendung der Verfügbarkeitsheuristik: Einführung in die Thematik der Selbstwertentwicklung in der Adoleszenz und theoretische Herleitung der Verfügbarkeitsheuristik als Modulator.
2. Methode: Darstellung des 2x2-Forschungsdesigns, der Stichprobenzusammensetzung von 134 Jugendlichen sowie der eingesetzten Messinstrumente und Manipulationstechniken.
3. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der gefundenen Geschlechterunterschiede und der Relevanz für das Selbstkonzept.
4. Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der theoretischen Grundlagen, des experimentellen Aufbaus und der zentralen Befunde der Studie.
Selbstwert, Adoleszenz, Verfügbarkeitsheuristik, Selbstkonzept, interpersonale Beziehungen, Geschlechterunterschiede, Identitätsfindung, Experiment, Selbstwirksamkeit, soziale Kognition, Peerbeziehungen, Urteilsbildung, Psychologie, Jugendalter, Verfügbarkeit.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche ihren Selbstwert situativ bewerten und ob interpersonale Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht hierbei eine regulierende Rolle spielen.
Die Arbeit verknüpft Entwicklungspsychologie, speziell die Phase der Adoleszenz und Identitätsbildung, mit sozialpsychologischen Konzepten wie dem Selbstkonzept und kognitiven Heuristiken.
Das Ziel ist es zu belegen, dass der momentane Selbstwert von Jugendlichen durch die Leichtigkeit, mit der sie positive oder negative Beziehungserfahrungen abrufen können, beeinflusst wird.
Es wurde ein experimentelles 2x2-Design angewandt, bei dem durch gezielte Instruktionen die Abrufbarkeit von Erfahrungen (leicht vs. schwer) und deren Valenz (positiv vs. negativ) manipuliert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung, die statistische Auswertung der Daten sowie die anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Verfügbarkeitsheuristik, Selbstwert, Adoleszenz, interpersonale Beziehungen und die Geschlechterdifferenz bei der Informationsverarbeitung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mädchen Informationen systematischer und unter höherer Involviertheit verarbeiten, während Jungen stärker auf heuristische Abkürzungen zur Selbstwertschätzung zurückgreifen.
Die Relevanz diente als Kovariate in der statistischen Auswertung, da die Teilnehmer unterschiedliche Grade an persönlichem Interesse am Thema aufwiesen, was die Ergebnisse beeinflussen konnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

