Bachelorarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Entwicklung mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter
2.1 Die Erforschung der Zahlbegriffsentwicklung
2.1.1 Das Logical-Foundations-Modell nach Piaget
2.1.2 Numerische Fähigkeiten von Kleinkindern und Säuglingen
2.1.3 Skills-Integration-Modelle zur Zahlbegriffsentwicklung
2.1.4 Die Entwicklung von Zählkompetenz und Zahlbegriff
2.2 Entwicklungsmodell früher mathematischer Kompetenzen nach Krajewski
3 Bedeutung und Standards der Förderung früher mathematischer Kompetenzen
3.1 Vorhersage von Rechenschwierigkeiten
3.2 Standards für das Mathematiklernen im Vorschulalter
4 Ansätze zur Förderung früher mathematischer Kompetenzen
4.1 Trainingsprogramme
4.1.1 „Komm mit ins Zahlenland“
4.1.2 „Mengen, zählen, Zahlen“
4.2 Nutzen und Schaffen mathematischer Lerngelegenheiten
4.2.1 Mathematik im Alltag
4.2.2 Mathematik im Spiel
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung vorschulischer Bildung für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen und analysiert Möglichkeiten, wie diese Fähigkeiten gezielt gefördert werden können, um eine fundierte Basis für den späteren schulischen Lernerfolg zu legen.
Ebene II: Erwerb des Anzahlkonzepts
Zu dem Bewusstsein, dass hinter Zahlen Mengen stehen und dass umgekehrt Mengen mit Zahlwörtern beschrieben werden können, kommen Kinder bereits ab etwa drei Jahren auf der zweiten Kompetenzebene. Durch das Üben vielfältigen Abzählens von Elementen und die somit zunehmende Kopplung der Zählprozedur an Mengen, erlangen die Zahlworte zum ersten mal eine quantitative Bedeutung. Diese Entwicklung vollzieht sich in zwei Phasen. In der ersten Phase repräsentieren die Zahlworte noch keine exakten Mengen, sondern werden nur einem unbestimmten Mengenbegriff („viel“) zugeordnet (unpräzises Anzahlkonzept). Kinder verstehen bereits, dass es Zahlen gibt, die eine kleine Menge („eins“, „drei“ „wenig“), eine große Menge („acht“, „zwanzig“ „viel“) oder eine sehr große Menge („hundert“, „tausend“ „sehr viel“) repräsentieren. Innerhalb dieser groben Anzahlkategorien, können sie jedoch noch nicht differenzieren, da jeder dieser Anzahlkategorien nicht nur eine, sondern mehrere Zahlen zugeordnet sind (nicht nur „zwanzig“, sondern auch „acht“ ist „viel“). „Es existiert also noch keine eindeutige Zuordnung der Zahlen zu exakten einzelnen Anzahlen, sondern die Zahlen repräsentieren noch sehr ungenau (unpräzise) die Größe von Mengen.“ In dieser Phase können Kinder, obwohl sie nicht bis 100 zählen können, „hundert“ mit der Menge „sehr viel“ in Verbindung setzen. Dies geschieht, weil sie „viel“ gleichsetzen mit „viel zählen müssen (im Sinne von lange zählen) und „wenig“ mit „wenig zählen müssen“ (nicht so lange zählen). Für die zweite Phase der Entwicklung des Anzahlkonzepts ist nun die Erkenntnis, „dass die Länge des Zählens exakt mit der ausgezählten Menge korrespondiert und dass dieser Menge die zuletzt genannte Zählzahl zugewiesen wird (präzises Anzahlkonzept bzw. Kardinalzahlverständnis)“ entscheidend.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung vorschulischer mathematischer Bildung im Lichte internationaler Studien und formuliert das Ziel der Arbeit, die mathematische Entwicklung sowie Förderansätze zu untersuchen.
2 Entwicklung mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über theoretische Modelle zur Zahlbegriffsentwicklung und stellt das Entwicklungsmodell von Krajewski differenziert dar.
3 Bedeutung und Standards der Förderung früher mathematischer Kompetenzen: Hier wird der Zusammenhang zwischen vorschulischem Vorwissen und späterem Schulerfolg diskutiert sowie der Stellenwert mathematischer Bildungspläne erläutert.
4 Ansätze zur Förderung früher mathematischer Kompetenzen: Im Hauptteil werden verschiedene Förderkonzepte, unterteilt in strukturierte Trainingsprogramme sowie das Schaffen natürlicher Lerngelegenheiten im Alltag und Spiel, gegenübergestellt.
Mathematische Kompetenzen, Vorschulalter, Zahlbegriffsentwicklung, Zählkompetenz, Rechenschwierigkeiten, Frühförderung, Bildungspläne, Anzahlkonzept, Anzahlrelationen, Lerngelegenheiten, Training, Konstruktivismus, Alltagsintegrierte Bildung, Elementarbereich, Zahlbegriff.
Die Arbeit befasst sich mit der frühen mathematischen Bildung von Kindern im Vorschulalter, ihrer Bedeutung für den späteren schulischen Erfolg und Möglichkeiten der gezielten Förderung.
Die zentralen Felder umfassen die kognitive Entwicklung mathematischer Fähigkeiten, die Bedeutung mathematischen Vorwissens, curriculare Standards sowie spezifische Ansätze zur Förderung, wie Trainingsprogramme und die Nutzung natürlicher Lernsituationen.
Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie mathematisches Denken im Vorschulalter entsteht und welche Fähigkeiten Kinder vor Schuleintritt erwerben, um darauf aufbauend wirksame Förderstrategien zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Forschungsbefunde zur Zahlbegriffsentwicklung, Längsschnittstudien sowie konzeptionelle Ansätze zur vorschulischen Förderung systematisch auswertet und zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert zum einen die theoretischen Entwicklungsmodelle (Piaget, Resnick, Krajewski) und zum anderen konkrete Förderansätze, wie "Komm mit ins Zahlenland" oder "Mengen, zählen, Zahlen", sowie offene, alltagsintegrierte Lernmethoden.
Wichtige Begriffe sind mathematische Kompetenzen, Zahlbegriffsentwicklung, Frühförderung, Anzahlkonzept und Lerngelegenheiten.
Während Piaget den Erwerb des Zahlbegriffs an logisch-formale Operationen knüpft, betonen neuere Skills-Integration-Modelle die Bedeutung des Zählens und die Integration verschiedener Fähigkeiten bereits bei jungen Kindern.
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Lernfortschritt vom rein quantitativen Schätzen ("viel"/"wenig") hin zur exakten Zuordnung von Anzahlen und Mengen, was eine wesentliche Basis für die Arithmetik darstellt.
Das Spiel gilt als wichtigste Lernform, da es altersgemäß ist und bei geeigneter Gestaltung durch Erwachsene mathematische Einsichten "unverkleidet" anfassbar und motivierend vermitteln kann.
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