Bachelorarbeit, 2011
84 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Eingrenzung des Themas
2 Grundlagen und Begriffsklärung
2.1 Allgemeine Einordnung des Leasings
2.2 Abgrenzung zwischen Leasing, Mietvertrag, Mietkauf und Kreditkauf
2.2.1 Leasing und Miete
2.2.2 Leasing und Kreditkauf
2.2.3 Leasing und Mietkauf
2.2.4 Wirtschaftliche Bewertung des Leasings
2.3 Klassifizierung verschiedener Leasing-Formen
2.3.1 Nach dem Verpflichtungscharakter des Vertrags
2.3.1.1 Operating-Leasing
2.3.1.2 Financial-Leasing
2.3.2 Weitere Klassifizierungsmöglichkeiten
2.4 Sale-and-lease-back
2.4.1 Allgemeine Einordnung
2.4.2 Motivationen für Sale-and-lease-back
2.4.3 Vertragsgestaltungen beim Financial-Leasing
2.4.3.1 Vollamortisationsverträge
2.4.3.2 Teilamortisationsverträge
3 Bilanzierung von Sale-and-lease-back-Transaktionen
3.1 Grundsätze für die Zuordnung des Leasing-Gegenstandes
3.2 Regelungen der Leasing-Erlasse
3.2.1 Bewegliche Leasing-Gegenstände
3.2.1.1 Mobilien-Vollamortisationsverträge ohne Optionsrechte
3.2.1.2 Mobilien-Vollamortisationsverträge mit Kaufoption
3.2.1.3 Mobilien-Vollamortisationsverträge mit Mietverlängerungsoption
3.2.1.4 Mobilien-Teilamortisationsverträge mit Andienungsrecht
3.2.1.5 Mobilien-Teilamortisationsverträge mit Aufteilung des Mehrerlöses
3.2.1.6 Mobilien-Teilamortisationsverträge mit Kündigungsrecht und Anrechnung des Verkaufserlöses auf die Schlussrate
3.2.2 Unbewegliche Leasing-Gegenstände
3.2.2.1 Immobilien-Vollamortisationsverträge ohne Optionsrechte
3.2.2.2 Immobilien-Vollamortisationsverträge mit Kaufoption
3.2.2.3 Immobilien-Vollamortisationsverträge mit Mietverlängerungsoption
3.2.2.4 Immobilien-Teilamortisationsverträge ohne Option
3.2.2.5 Immobilien-Teilamortisationsverträge mit Kaufoption
3.2.2.6 Immobilien-Teilamortisationsverträge mit Mietverlängerungsoption
3.2.2.7 Immobilien-Teilamortisationsverträge mit Option und besonderen Verpflichtungen
3.2.3 Anwendung der Leasingerlasse in der Handelsbilanz
3.3 Die Ableitung der handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften
3.3.1 Leasing-Geber als wirtschaftlicher Eigentümer
3.3.2 Leasing-Nehmer als wirtschaftlicher Eigentümer
3.4 Steuerliche Auswirkungen von Sale-and-lease-back-Geschäften
3.4.1 Zurechnung des Leasing-Objektes zum Leasing-Geber
3.4.1.1 Bedeutung der Umsatzsteuer in Sale-and-lease-back-Transaktionen
3.4.1.2 Auswirkungen auf Körperschaft- bzw. Einkommensteuer
3.4.1.3 Auswirkungen auf die Gewerbesteuer
3.4.1.4 Entstehung von Grunderwerbsteuer
3.4.2 Zurechnung des Leasing-Objektes zum Leasing-Nehmer
3.4.3 Gründung einer Objektgesellschaft
3.4.3.1 Objektgesellschaft ohne Beteiligung des Leasing-Nehmers
3.4.3.2 Objektgesellschaft mit Beteiligung des Leasing-Nehmers
3.4.3.3 Kritik an der Gründung von Objektgesellschaften
4 Anwendung des Sale-and-lease-back-Verfahrens an einer mit Investitionszulage geförderten Industrieanlage
4.1 Vorstellung der Ausgangssituation
4.1.1 Erläuterungen zum Fallbeispiel
4.1.2 Besonderheiten der Investitionszulage
4.1.3 Analyse des Betrachtungszeitraumes
4.2 Simulation verschiedener Vorgehensweisen
4.2.1 Bestimmung des Leasing-Gebers als wirtschaftlicher Eigentümer
4.2.1.1 Vertragsvoraussetzungen
4.2.1.2 Vertragsauswirkungen
4.2.2 Bestimmung des Leasing-Nehmers als wirtschaftlicher Eigentümer
4.2.2.1 Vertragsvoraussetzungen
4.2.2.2 Vertragsauswirkungen
4.3 Kritik an der Barwertvergleichsrechnung
4.4 Ableitung von Handlungsempfehlungen
4.5 Verbindliche Auskunft des Finanzamtes
4.6 Abschließende Bemerkung
5 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert das Sale-and-lease-back-Verfahren als Finanzierungsinstrument für Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, fundierte Grundlagen zum Thema Leasing zu vermitteln, spezifische Bilanzierungsvorschriften nach deutschem Handels- und Steuerrecht für Sale-and-lease-back-Transaktionen herzuleiten sowie ein Praxisbeispiel zu simulieren, um die Auswirkungen auf Liquidität und Steuerlast zu beurteilen.
2.4.1 Allgemeine Einordnung
Sale-and-lease-back-Transaktionen stellen kein eigenständiges Leasing-Modell dar, sondern bezeichnen viel mehr eine besondere Abwicklungsform des Geschäftes. Hierbei kauft der spätere Leasing-Geber das Objekt einem Unternehmen ab, um es ihm im Gegenzug wieder zu verpachten bzw. zu vermieten. Auf diese Weise kann ohne Veränderung der Nutzungsmöglichkeiten der Substanzwert des Vertragsgegenstandes finanziell realisiert werden. Aus dieser Konstellation geht hervor, dass es sich beim Sale-and-lease-back gleichzeitig um einen Kauf- und einen Leasing-Vertrag handelt. Es liegt somit eine Verknüpfung zweier schuldrechtlich getrennter Geschäfte vor. Im folgenden Schema wird das Verfahren einer Sale-and-lease-back-Transaktion nochmals als Überblick zusammengefasst.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Situation deutscher Unternehmen, führt in die Problematik der Liquiditätsbeschaffung ein und legt Zielsetzung, Aufbau sowie die eingegrenzten Rahmenbedingungen der Arbeit fest.
2 Grundlagen und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert Leasing, grenzt es von Miet- und Kaufverträgen ab, erläutert verschiedene Klassifizierungsmerkmale und führt das Sale-and-lease-back-Verfahren sowie dessen Motive und Vertragsgestaltungen ein.
3 Bilanzierung von Sale-and-lease-back-Transaktionen: Der Fokus liegt auf der Bestimmung des wirtschaftlichen Eigentümers mittels Leasing-Erlassen und der Ableitung handelsrechtlicher Bilanzierungsvorschriften, ergänzt um die steuerlichen Effekte wie Umsatz-, Ertrags- und Grunderwerbsteuer.
4 Anwendung des Sale-and-lease-back-Verfahrens an einer mit Investitionszulage geförderten Industrieanlage: In diesem praktischen Teil wird ein komplexes Fallbeispiel simuliert, um unter verschiedenen Parametern die Auswirkungen auf Liquidität und Steuern zu analysieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Analyse und der praktischen Simulation zusammen und bewertet die Eignung des Verfahrens in Krisensituationen.
Sale-and-lease-back, Leasing, Bilanzierung, Finanzierung, Liquidität, Investitionszulage, Steuerrecht, Handelsrecht, Wirtschaftliches Eigentum, Gewerbesteuer, Kaufoption, Vertragsgestaltung, Immobilienleasing, Mobilienleasing, Barwertmethode
Die Arbeit untersucht das Sale-and-lease-back-Verfahren als Finanzierungsmöglichkeit für Unternehmen, insbesondere im Kontext des deutschen Handels- und Steuerrechts.
Die zentralen Felder sind die Grundlagen des Leasings, die bilanzielle Behandlung von Sale-and-lease-back-Geschäften sowie deren steuerliche Konsequenzen und betriebswirtschaftliche Vorteile.
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für das Thema zu schaffen, Bilanzierungsvorschriften abzuleiten und an einem praxisnahen Fallbeispiel zu zeigen, wie sich verschiedene Leasing-Varianten auf die Unternehmensfinanzierung auswirken.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der geltenden Rechtsprechung und Erlasse sowie eine quantitative Simulation (Barwertvergleichsrechnung) anhand eines konstruierten Fallbeispiels.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bilanzierungsgrundsätze (Kapitel 3) und die praktische Anwendung sowie Simulation verschiedener Vertragsvarianten für eine geförderte Industrieanlage (Kapitel 4).
Wichtige Begriffe sind Sale-and-lease-back, Liquiditätssteigerung, Bilanzierung, Leasing-Erlasse, Investitionszulage und steuerliche Auswirkungen.
Die Investitionszulage stellt einen kritischen Faktor dar. Eine falsche Vertragsgestaltung kann dazu führen, dass die Förderung zurückgezahlt werden muss, was die Liquiditätsvorteile des Leasing-Geschäfts massiv gefährden kann.
Da Sale-and-lease-back-Geschäfte einen hohen Interpretationsspielraum lassen und erhebliche steuerliche Konsequenzen drohen, bietet eine verbindliche Auskunft die notwendige Planungssicherheit für das Unternehmen.
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