Projektarbeit, 2011
14 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Ziel dieser Projektarbeit
3. Kurze Vorbemerkungen zur Methodik
4. Formale Aspekte
4.1. Häufigkeiten
4.2. Platzierungen, Art und Länge der Artikel
4.3. Ressort
4.4. Zusammenfassung
5. Inhaltliche Aspekte
5.1. Verwendete Aufgreifkriterien
5.2. Inhaltliche Kriterien
5.3. Bewertung der Migration
5.4. Zusammenfassung
6. Fazit und Schlussbemerkung
Die Projektarbeit untersucht mittels einer Inhaltsanalyse, wie sich die mediale Berichterstattung über Migration in den Magazinen „Spiegel“ und „Focus“ infolge der Veröffentlichung des Buches „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin verändert hat, wobei formale Aspekte und inhaltliche Schwerpunkte verglichen werden.
5.3. Bewertung der Migration
Am aussagekräftigsten für einen Unterschied in der Berichterstattung wäre wohl die Bewertung der Migration innerhalb der codierten Artikel. Um die Skala eindeutiger zu gestalten, wurden „nicht einschätzbar“ und „ohne Wertung“ herausgenommen. Übrig bleibt also folgende Skala: 1 2 3 4 5 Positiv eher positiv positiv und negativ eher negativ negativ.
Zu erwarten wäre, dass die Bewertung der Migration im links-liberalen „Spiegel“ positiver ausfällt als im konservativ-rechten „Focus“.
Doch betrachtet man alle Artikel, unabhängig ob vor oder nach Veröffentlichung des Buches gedruckt, bietet sich ein anderes Bild: Positiv und eher positiv sind im „Focus“ 56,5% der Artikel, im „Spiegel“ dagegen nur 32,5%.
Das Mittel liegt beim „Spiegel“ vor Erscheinen des Buches bei 3,4, also zwischen „positiv und negativ“ und „eher negativ“. Nach Erscheinen des Buches hingegen bei 2,87. Das heißt also, dass die Berichterstattung über Migration im „Spiegel“ nach Veröffentlichung von Sarrazins Buch positiver geworden ist. Beim „Focus“ gestaltet sich die Entwicklung andersherum: insgesamt ist die Bewertung zwar positiver, aber sie verschlechtert sich nach dem Erscheinen des Buches von 2,14 auf 2,81 im Mittel. Insgesamt ist die Bewertung im „Focus“ offensichtlich aber auch nach Erscheinen des Buches noch etwas besser als im „Spiegel“. Alles in allem lässt sich also auch hier keine eindeutige Tendenz in eine Richtung erkennen, die Berichterstattung scheint in beiden Zeitschriften ausgewogen zu sein.
1. Einleitung: Vorstellung des Kontextes durch das Buch von Thilo Sarrazin und Erläuterung der Forschungsfrage sowie des methodischen Vorgehens bei der Medienanalyse.
2. Ziel dieser Projektarbeit: Begründung der Beschränkung auf die Medien „Spiegel“ und „Focus“ für den direkten Vergleich aufgrund ihrer ähnlichen Formate und wöchentlichen Erscheinungsweise.
3. Kurze Vorbemerkungen zur Methodik: Erläuterung der Datenbasis aus dem SPSS-Datensatz und der methodischen Vorgehensweise bei der Auswertung und Codierung.
4. Formale Aspekte: Analyse quantitativer Merkmale wie Artikelhäufigkeit, Platzierung, Ressortzugehörigkeit und Artikellänge in den beiden untersuchten Zeitschriften.
5. Inhaltliche Aspekte: Untersuchung der thematischen Schwerpunkte, der verwendeten Aufgreifkriterien sowie der inhaltlichen Bewertung der Migrationsdebatte.
6. Fazit und Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung, dass trotz inhaltlicher und formaler Veränderungen die Unterschiede zwischen den Medien geringer ausfielen als vermutet, während die zeitliche Entwicklung deutlich erkennbar ist.
Medienanalyse, Inhaltsanalyse, Migration, Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, Spiegel, Focus, Integrationsdebatte, Medienberichterstattung, politische Ausrichtung, Berichterstattung, Bildung, Arbeitsmarkt, Migrationsdebatte, empirische Sozialforschung
Die Arbeit analysiert, wie zwei wöchentliche Nachrichtenmagazine, der „Spiegel“ und der „Focus“, über das Thema Migration berichtet haben, insbesondere unter dem Einfluss der Debatte um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“.
Zentrale Themenfelder sind die quantitative Entwicklung der Berichterstattung, die Platzierung und Art der Artikel sowie inhaltliche Schwerpunkte wie Integration, Bildung und Arbeitsmarkt.
Das primäre Ziel ist herauszufinden, ob die Veröffentlichung des Buches „Deutschland schafft sich ab“ zu einer nachweisbaren Veränderung in der Berichterstattung über Migration in den beiden gewählten Medien geführt hat.
Die Arbeit nutzt die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse, wobei Daten aus einem im Seminar entstandenen SPSS-Datensatz ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden sowohl formale Aspekte, wie Artikelanzahl und Ressortzugehörigkeit, als auch inhaltliche Aspekte, wie die Bewertung der Migration und die verwendeten Aufgreifkriterien, detailliert analysiert und gegenübergestellt.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Medienanalyse, Inhaltsanalyse, Migration, Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, Spiegel, Focus, Integrationsdebatte und Berichterstattung.
Entgegen der Erwartung, dass der links-liberale „Spiegel“ positiver berichten würde als der konservativ-rechte „Focus“, zeigt die Analyse, dass der „Focus“ im Gesamtdurchschnitt eine positivere Bewertung aufweist, wobei sich die Bewertung im „Spiegel“ nach Erscheinen des Buches positiv veränderte, während sie sich im „Focus“ leicht verschlechterte.
Nach Erscheinen des Buches wurde in beiden Medien intensiver über Migration berichtet. Im „Spiegel“ wurde die Art der Artikel vielfältiger, während im „Focus“ vor allem die Länge der Artikel deutlich zunahm.
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