Hausarbeit, 2011
14 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Methodische Vorbemerkungen
3. Der Einfluss von Demokratie auf Wohlstand
4. Der Einfluss von Wohlstand auf Demokratie
5. Kritische Bemerkung zu den ausgewählten Studien
6. Fazit und Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen kausalen Zusammenhang zwischen Demokratie und wirtschaftlichem Wohlstand, um zu klären, welcher dieser beiden Faktoren in der Entwicklungspolitik Priorität haben sollte. Dabei wird der Fokus auf die Analyse bestehender empirischer Studien gelegt, um herauszufinden, ob Demokratie eher ein „Wohlstandsmotor“ oder ein „Wohlstandsprodukt“ ist.
3. Der Einfluss von Demokratie auf Wohlstand
Wie bereits in der Einleitung erläutert, sind sich die Wissenschaftler keineswegs darüber einig, ob Demokratie einen positiven oder negativen Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. In ihrer Studie „Do Democratic Transitions Produce Bad Economic Outcomes? “ aus dem Jahr 2004 versuchen Dani Rodrick und Romain Wacziarg genau dies zu klären. Dabei bestreiten sie nicht, dass es tatsächlich Länder gibt, wo es auf den ersten Blick so scheint, als würde dieser negative Zusammenhang tatsächlich existieren. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es sich bei diesen Fällen um Einzelfälle handelt. Desweiteren ist ebenso unklar, ob es den Ländern nicht ohne Demokratie sogar noch schlechter gehen würde (vgl. Rodrik/Wacziarg, 2004:1). Auch in dieser Studie werden nicht Querschnitt- sondern Paneldaten zur Untersuchung herangezogen, um die Entwicklung innerhalb eines Landes besser nachvollziehen zu können. Dabei werden auch historische Faktoren und länderspezifische Effekte berücksichtigt. Für die Messung der Demokratie verwenden sie Polity IV, welches Informationen über Regimearten und –wechsel von 1800 bis aktuell 2009 enthält. Desweiteren unterscheiden sie zwischen einer neuen Demokratie (seit fünf oder weniger Jahren demokratisiert) und einer etablierten Demokratie (seit sechs oder mehr Jahren demokratisiert). Die Messung des Wirtschaftswachstums erfolgt über das Bruttoinlandsprodukt Kaufparität (GDP ppp). Wenn nur zwischen neuer und etablierter Demokratie entschieden wird, ist die Korrelation nicht signifikant.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kausalität zwischen Demokratie und Wohlstand sowie Definition der zentralen Begriffe.
2. Methodische Vorbemerkungen: Erläuterung der methodischen Unterschiede zwischen Querschnitts- und Paneldaten in der empirischen Forschung.
3. Der Einfluss von Demokratie auf Wohlstand: Untersuchung der empirischen Evidenz zum Effekt demokratischer Transformationen auf das Wirtschaftswachstum.
4. Der Einfluss von Wohlstand auf Demokratie: Analyse des Entwicklungsansatzes und der Modernisierungstheorie unter Einbeziehung neuerer Studien.
5. Kritische Bemerkung zu den ausgewählten Studien: Reflexion über die methodischen Schwächen und Grenzen der analysierten Forschungsergebnisse.
6. Fazit und Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Einschätzung, dass keine eindeutige Kausalrichtung existiert und gesellschaftliche Faktoren entscheidend sind.
Demokratie, Wohlstand, Wirtschaftswachstum, Kausalität, Entwicklungspolitik, Modernisierungstheorie, Paneldaten, Humankapital, Institutionen, Regimewechsel, politische Ökonomie, Querschnittsdaten, Rechtsstaatlichkeit, Entwicklungsländer, politische Partizipation
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Demokratie wirtschaftlichen Wohlstand fördert oder ob umgekehrt Wohlstand eine Voraussetzung für die Implementierung demokratischer Strukturen ist.
Die zentralen Themen sind der kausale Zusammenhang zwischen Demokratisierung und wirtschaftlicher Entwicklung, die Messung von Demokratie und Wohlstand sowie die Rolle von Institutionen und Humankapital.
Die Forschungsfrage lautet: „Gibt es einen direkten Kausalzusammenhang zwischen Demokratie und wirtschaftlichem Wohlstand?“
Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, die verschiedene empirische Studien vergleicht, wobei insbesondere die methodischen Unterschiede zwischen Querschnitts- und Paneldaten kritisch bewertet werden.
Der Hauptteil analysiert, ob Demokratie das Wirtschaftswachstum beeinflusst, ob Wohlstand zur Demokratisierung führt und beleuchtet prominente Studien wie die von Rodrik, Wacziarg, Lipset, Acemoglu und Glaeser.
Demokratie, Wohlstand, Kausalität, Wirtschaftswachstum, Institutionen und Humankapital sind die prägenden Begriffe.
Diese Unterscheidung ist notwendig, um kurzfristige Effekte eines Regimewechsels von langfristigen institutionellen Auswirkungen unterscheiden zu können, da sich deren Einfluss auf die Wirtschaft signifikant unterscheiden kann.
Bildung wird als wesentliches Humankapital identifiziert, das die Implementierung und Stabilität demokratischer Institutionen fördert, da gebildete Gesellschaften die Vorteile demokratischer Prozesse eher erkennen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

