Masterarbeit, 2011
51 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Vorkriegsphase
2.1 Die kanadischen Kolonien im Profil
2.2 Die Auswirkungen der Acts seit 1764
2.2.1 Der Quebec Act 1774
3. Die Kriegsjahre 1775 – 1783
3.1 Die Invasion Kanadas
3.2 Weitere Kriegshandlungen im heutigen Kanada
3.3 Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg als Bürgerkrieg
4. Kanada als Sammelbecken der Loyalists
5. Kanada´s Option als 14. Gründungskolonie
6. Der Quebec Act nach 1783
7. Die Entwicklung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Kanadiern und Amerikanern durch den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
8. Schlussbemerkungen und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle Kanadas während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Dabei steht nicht die bekannte amerikanische Perspektive im Vordergrund, sondern die oft vernachlässigte kanadische Situation, um zu analysieren, welche Bedeutung den kanadischen Kolonien im Kontext der Ereignisse und Folgen der Revolution zukam.
3.1 Die Invasion Kanadas
Nachdem der Schwerpunkt des Krieges zu Beginn vor allem mit der Einnahme des britischen Forts Ticonderoga in New York seitens der kolonialen Verbände sowie nach heftigen Gefechten am Bunker Hill in Boston in Neuengland lag, versuchten die Amerikaner nun „despite the fact that the American army was still poorly organized“ mit einer Invasion Kanadas durch Truppen unter General Philip Schuyler die Initiative zu gewinnen. Zum einen glaubten die amerikanischen Verbände, die Canadienne hegten ähnliche Bestrebungen zur Unabhängigkeit vom britischen Mutterland wie sie selbst.
Eroberung Québecs durch amerikanische Truppen würde zudem eine symbolische Genugtuung nach sich ziehen, wenn dadurch mutmaßliche Leidtragende des Quebec Acts befreit werden würden. Zum anderen würde die Kontrolle über den Sankt–Lorenz–Strom und die Großen Seen Zugang zu den inneren Gebieten des nordamerikanischen Kontinents versprechen.
Das Unternehmen scheiterte letztlich und kostete in seinem Verlauf 5.000 Menschenleben. Dennoch gingen der siegreiche Gouverneur Kanadas, Guy Carleton, und weitere kanadische Führer aufgrund der Zurückhaltung der breiten Bevölkerung mit Enttäuschung aus der amerikanischen Invasion hervor. Entgegen ihrer Erwartungen und trotz der Aufforderungen zur aktiven Teilnahme an der Verteidigung Kanadas seitens des Bischofs, der weiteren Geistlichkeit und der Grundherren, haben die Kanadier eben nicht die Waffen ergriffen, sondern gerade durch die Passivität und Tatenlosigkeit ihrer Verachtung, oder auch lediglich ihrer Gleichgültigkeit gegenüber der britischen Regierungsmacht deutlich und wirkungsvoll Ausdruck verliehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung Kanadas während der amerikanischen Revolution und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Vorkriegsphase: Dieses Kapitel analysiert die Bedingungen vor Kriegsbeginn, insbesondere die Situation der kanadischen Kolonien und die Auswirkungen britischer Steuer- und Zollgesetze.
3. Die Kriegsjahre 1775 – 1783: Hier werden die militärischen Ereignisse, die Invasion Kanadas sowie die soziale Dynamik des Krieges als Bürgerkrieg und die Neutralität der Bevölkerung beleuchtet.
4. Kanada als Sammelbecken der Loyalists: Dieses Kapitel befasst sich mit der massiven Einwanderung von Loyalisten nach Kanada nach Kriegsende und den damit verbundenen soziokulturellen Herausforderungen.
5. Kanada´s Option als 14. Gründungskolonie: Diese Analyse untersucht die Bestrebungen der USA, Kanada als 14. Kolonie in den Staatenbund aufzunehmen, und die Gründe für das Scheitern dieser Bemühungen.
6. Der Quebec Act nach 1783: Hier wird die nach Kriegsende neu aufgeflammte Kritik am Quebec Act und die Forderung nach einer Revision durch verschiedene Bevölkerungsgruppen in Kanada diskutiert.
7. Die Entwicklung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Kanadiern und Amerikanern durch den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg: Dieses Kapitel reflektiert in einem Exkurs, wie sich Werte und Profile beider Nationen in der Folgezeit auseinanderentwickelten oder Gemeinsamkeiten bewahrten.
8. Schlussbemerkungen und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und charakterisiert die Rolle Kanadas im Unabhängigkeitskrieg sowie dessen langfristige Auswirkungen auf die nationale Identität.
Kanada, Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, Amerikanische Revolution, Loyalisten, Quebec Act, Britische Krone, Patriots, Frankokanadier, Kolonialgeschichte, Invasion, Neutralität, Nordamerika, British North America, Staatsbildung, Identität
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Rolle Kanadas während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und analysiert die Auswirkungen dieses Konflikts auf die kanadische Gesellschaft.
Die zentralen Themen sind die Vorkriegsphase, die militärische Invasion Kanadas durch amerikanische Truppen, die Rolle der Loyalisten und die Entwicklung der Beziehungen zwischen Kanada und den neu entstehenden USA.
Das Ziel ist es, die häufig am Rande betrachtete kanadische Situation zu untersuchen und zu analysieren, welche Bedeutung den kanadischen Kolonien in Bezug auf die Ereignisse und Folgen des Unabhängigkeitskrieges zukam.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Standardwerken, Monografien, zeitgenössischen Quellen und aktueller Forschungsliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorkriegsbedingungen, die militärischen Ereignisse zwischen 1775 und 1783, die Rolle Kanadas als Sammelbecken für Loyalisten sowie die Frage nach einer möglichen Eingliederung in die USA.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, Loyalisten, Quebec Act, Frankokanadier und die soziokulturelle Abgrenzung Kanadas gegenüber den USA.
Die breite Bevölkerung zeigte überwiegend Passivität und lehnte eine aktive Teilnahme an den Kampfhandlungen weitgehend ab, was aus einer pragmatischen Haltung resultierte.
Die Ablehnung resultierte vor allem aus dem Wunsch der frankophonen Elite, ihre Sonderstellung zu bewahren, sowie aus soziokulturellen Voraussetzungen und einem generellen Misstrauen gegenüber den revolutionären Zielen der USA.
Die Loyalisten prägten die Nachkriegszeit durch ihre massenhafte Einwanderung, stärkten die pro-britische Haltung und bildeten einen wichtigen Grundstein für die spätere kanadische Nation.
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