Diplomarbeit, 2003
58 Seiten, Note: 2,1
3. Problemstellung und Vorgehensweise dieser Diplomarbeit
4. Das Projekt
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Die klassischen Abschnitte des Projektmanagements im Projektablauf
4.3 Anwendungsbereich und Zweck projektspezifischer Normen
5. Der Pauschalfestpreisvertrag
5.1 Grundlagen und Anwendung des Pauschalfestpreisvertrages
6. Die Auftrags - bzw. Arbeitskalkulation
6.1 Die Auftragskalkulation
6.2 Die Arbeitskalkulation
7. Der Projektleiter
7.1 Der Projektleiter – Kontrolle oder Controlling?
7.2 Der Projektleiter im Baubetrieb
7.3 Die Vorgänge im Bauprojekt-Controlling
7.4 Die Phasen des Bauprojekt-Controllings aus Kostensicht
7.4.1 Bauprojekt-Controlling vor der Bauausführung
7.4.2 Bauprojekt-Controlling während der Bauausführung
7.4.3 Bauprojekt-Controlling nach der Bauausführung
7.4.4 Die zweigliedrige Arbeitskalkulation
7.4.5 Die Aufgaben des Projekt-Controllings
7.5 Das Bauprojekt-Controlling und andere Informationssysteme
7.6 Der Projektleiter im Verhältnis zum Auftraggeber
7.7 Der Projektleiter im Verhältnis zum Nachunternehmer
7.8 Hilfsmittel des Projektleiters im Baubetrieb
8. Nachtragsmanagement in Bauunternehmen
8.1 Einleitung
8.2 Nachtragsaufkommen und Nachtragsvolumen
8.3 Nachtragsmanagement und die Rolle des Projektleiters
8.4 Durchsetzung von Nachträgen
8.5 Baubetriebliche Konsequenzen und Schlussfolgerung
9. Der GMP-Vertrag
9.1 Einleitung und Hintergrund
9.2 Die Festlegung der Vergabestrategie
9.3 Entscheidungskriterien für die Vergabestrategie
9.4 Die Verwender des GMP-Vertrages
9.5 Die Funktionsweisen des GMP-Vertrages in Deutschland
9.5.1 Vertragsgegenstand des GMP-Vertrages
9.5.2 Transparenz der Nachunternehmerleistungen beim GMP-Vertrag
9.5.3 Direkte Kosten beim GMP-Vertrag
9.5.4 Bonusregelung beim GMP-Vertrag
9.5.5 Nachtragsmanagement beim GMP-Vertrag
9.6 Schlussfolgerung zum GMP-Vertrag und dessen Anwendung
10. Das Fazit dieser Arbeit
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Arbeitsplatzbeschreibung eines Projektleiters sowie der Konzeption eines effizienten Bauprojekt-Controllings, insbesondere bei Pauschalfestpreisverträgen. Ziel ist es, ein Verständnis für das Aufgabenfeld zu schaffen, das eine frühzeitige Kostenerkennung und -steuerung über die gesamte Projektlaufzeit hinweg ermöglicht.
7.4.4 Die zweigliedrige Arbeitskalkulation
In den zuvor aufgeführten Phasen des Bauprojekt-Controllings kommt der zweigliedrigen Arbeitskalkulation eine besondere Bedeutung zu, die an dieser Stelle nochmals versucht wird zu verdeutlichen, da sie das wesentliche Instrument des Bauprojekt-Controllings darstellt.
Zweigliedrig bedeutet, dass in der Arbeitskalkulation zwei unterschiedliche Datensichten auf ein Bauprojekt unterschieden werden.
Die erste Datensicht weist das Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer aus und beinhaltet daher nur diejenigen Kostenbestandteile, die in der Auftragskalkulation (Vertragsbasis) berücksichtigt werden oder durch nachtragsrelevante Sachverhalte auftrags-/abrechnungsrelevant werden. Damit fokussiert sich die erste Datensicht auf die vertraglich zugesichert Erlössituation eines Bauprojektes zum Bauprojektende.
Die zweite Datensicht konzentriert sich auf die bauunternehmensinterne Projektsicht. In ihr werden alle bereits realisierten oder zukünftig zu erwartenden Änderungen der Herstellkosten, wie z.B. durch Nachträge eines NU, falscher Massenannahmen des Bauunternehmers, etc., und des abzurechnenden Auftragswertes berücksichtigt. Damit dient die zweite Datensicht der Prognose des Bauprojektendes, unter Berücksichtigung bereits eingetretener oder zukünftiger Abweichungen von den vertraglichen Grundlagen.
Problemstellung und Vorgehensweise dieser Diplomarbeit: Einführung in die wachsende Bedeutung des professionellen Projekt-Controllings in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
Das Projekt: Definition von Projektmerkmalen sowie Einordnung von Bauvorhaben als Projekte anhand der DIN 69901.
Der Pauschalfestpreisvertrag: Darstellung der Vor- und Nachteile sowie der besonderen Anforderungen an die Leistungsbeschreibung bei Pauschalpreisverträgen.
Die Auftrags - bzw. Arbeitskalkulation: Abgrenzung zwischen der kalkulatorischen Grundlage bei Vertragsschluss und der für die Ausführung notwendigen Arbeitskalkulation.
Der Projektleiter: Untersuchung der Rolle des Projektleiters als zentrales Bindeglied und Controller innerhalb der Bauausführung.
Nachtragsmanagement in Bauunternehmen: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und Strategien für einen professionellen Umgang mit Nachtragsforderungen.
Der GMP-Vertrag: Vorstellung des GMP-Modells als partnerschaftliche Vertragsform und Weiterentwicklung des Pauschalfestpreisvertrages.
Das Fazit dieser Arbeit: Zusammenfassung der Notwendigkeit einer betriebswirtschaftlichen Qualifizierung des baubetreuenden Personals hin zum modernen Baumanagement.
Bauprojekt-Controlling, Projektleiter, Pauschalfestpreisvertrag, GMP-Vertrag, Arbeitskalkulation, Nachtragsmanagement, Baubetrieb, Kostenkontrolle, Kostensicherheit, VOB/B, Vertragsmanagement, Leistungsabrechnung, Baumanagement
Die Arbeit beleuchtet die Kernaufgaben eines Projektleiters im Bauwesen und die Notwendigkeit eines systematischen Projekt-Controllings zur wirtschaftlichen Steuerung von Bauprojekten.
Die zentralen Felder sind das Bauprojekt-Controlling, die Kalkulationsmethodik, das Nachtragsmanagement sowie die Anwendung alternativer Vertragsformen wie des GMP-Vertrags.
Ziel ist es, ein handhabbares Konzept für das Kosten-Controlling zu erarbeiten, das frühzeitige wirtschaftliche Steuerungseingriffe ermöglicht und die Rolle des Projektleiters definiert.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der baubetrieblichen Praxis, gestützt durch Fachliteratur, DIN-Normen und Gerichtsurteile.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Controllings, die praktische Anwendung bei Nachträgen und die detaillierte Betrachtung des GMP-Modells.
Wichtige Begriffe sind Projekt-Controlling, Pauschalfestpreisvertrag, GMP-Vertrag, Nachtragsmanagement und Arbeitskalkulation.
Da Bauaufträge häufig auf unvollständigen Planungen basieren, ist eine konsequente Dokumentation und Durchsetzung von Nachträgen essenziell, um wirtschaftliche Verluste zu vermeiden.
Der GMP-Vertrag ("Guaranteed Maximum Price") bietet dem Bauherrn Kostensicherheit bei gleichzeitiger partnerschaftlicher Einbindung des Unternehmers und Transparenz der Kosten.
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