Diplomarbeit, 2011
258 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Forschungsleitende Fragestellungen
1.2. Methodische Vorgangsweise
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Zentrale Begriffe der Arbeit
1.4.1. Der Begriff Web 2.0
1.4.2. Der Begriff Social Media
1.4.3. Der Begriff Grassroots-Bewegung
1.4.4. Der Begriff Politische Kommunikation
1.4.5. Der Begriff Digitale Medien
2. Der traditionelle US-amerikanische Präsidentschafts-Wahlkampf
2.1. Bezüglich Wahlkampf und Massenmedien
2.2. Die Wahl zum US-amerikanischen Präsidenten
2.3. Zur Evolution der US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfe nach dem Zweiten Weltkrieg
2.4. Die Digitale Wahlkampf-R/evolution zur Wende zum 21. Jahrhundert
2.5. Zum Vorwahlkampf Howard Deans 2004
2.6. Besonderheiten jüngerer US-amerikanischer Präsidentschaftswahlkämpfe
2.7. Exkurs bezüglich der US-Präsidentschaftswahl 2004
2.8. Das Wahlergebnis der US-Präsidentschaftswahl 2008
3. Der Wahlkampf Barack Obamas im Internet
3.1. Zu den Wahlkampfberatern hinter Barack Obama
3.1.1. Chief strategist David Axelrod
3.1.2. Chief campaign manager David Plouffe
3.2. Der Faktor Web 2.0/Social Media
3.3. Der Faktor Wählermobilisierung
3.4. Der Faktor Fundraising
3.5. Die Website MyBO
3.6. Demonstration der vernetzten Online-Präsenz Obamas
3.7. Demonstration des Internet-zentrierten Wahlkampfes Obamas
3.8. Das Datenmaterial von Gallup und Pew
3.8.1. Datenmaterial von Gallup
3.8.2. Datenmaterial von Pew Internet and American Life Project, Pew Research Center und Pew Research Center for the People & the Press
4. Nachwirkungen des Wahlkampfes im Internet
4.1. Die Website www.change.gov - The Office Of The President-Elect
4.2. Government 2.0
4.3. Obama for America 2012
5. Zusammenfassung und Ausblick
6. Anhang
6.1. Datenmaterial von Gallup
6.2. Datenmaterial von Pew Internet and American Life Project, Pew Research Center und Pew Research Center for the People & the Press
6.3. Klassische Massenmedien und Social Media
6.4. Web 2.0 demonstriert anhand von Karten
6.5. Social Media Landscape in Boxes
6.6. Social Media demonstriert anhand eines Prismas
6.7. Biographie des 44. Präsidenten der USA
Die Diplomarbeit untersucht den US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 von Barack Obama mit einem spezifischen Fokus auf die Rolle von Social Media und deren Einfluss auf die politische Kommunikation sowie die Wählermobilisierung. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie diese neuen digitalen Werkzeuge klassische Wahlkampfstrategien ergänzt oder verändert haben und inwieweit sie zum Wahlerfolg beitrugen.
1.4.1. Der Begriff Web 2.0
In den letzten Jahren ist in den Medien und in der Öffentlichkeit zusehends von den Begriffen Web 2.0 und auch Social Media die Rede. In der Diskussion wird (wie so) oft impliziert oder auch vorausgesetzt, dass man weiß, warum es bei diesen Begriffen konkret geht. Da jedoch beide Begriffe eine Geschichte und Entwicklung vorweisen können und komplexer sind als es im öffentlichen Diskurs erscheinen mag, soll wie oben erwähnt eine kursorische Einführung in die beiden Begriffe erfolgen.
Das oben angeführte Zitat geht in diesem Zusammenhang schon sehr weit und abstrahiert von den reinen technischen Gegebenheiten des Web 2.0 auf seine politischen und auch demokratischen Auswirkungen und möglichen Funktionen. Doch dies soll im Zusammenhang zum Wahlkampf von Obama 2008 mit seiner exzessiven Nutzung der Möglichkeiten von Social Media erst an weiterer Stelle von Relevanz sein. In „1.4.1. Der Begriff Web 2.0“ geht es zunächst einmal um den technischen Aspekt des Begriffes Web 2.0. Dies unter der Prämisse, dass man nicht über die Verbreitung von Büchern in Europa ab dem fünfzehnten Jahrhundert forschen kann, wenn man diesbezüglich die „Erfindung“ des Buchdruckes außer Acht lässt.
Der Begriff Web 2.0 wurde vom irischen Softwareentwickler und Gründer eines gleichnamigen Verlages Tim O’Reilly kreiert. Der Vordenker O’Reilly definiert Web 2.0 folgendermaßen: „Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an “architecture of participation,” and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences.”
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, nennt die forschungsleitenden Fragestellungen und definiert zentrale Begriffe der Arbeit.
2. Der traditionelle US-amerikanische Präsidentschafts-Wahlkampf: Hier werden die historischen Hintergründe, die Bedeutung der Massenmedien und die Evolution des Wahlkampfes bis zum Jahr 2008 beleuchtet.
3. Der Wahlkampf Barack Obamas im Internet: Dieser Hauptteil analysiert konkret die Rolle von Social Media, Fundraising und Mobilisierung im Wahlkampf Obamas.
4. Nachwirkungen des Wahlkampfes im Internet: Hier werden die langfristigen Auswirkungen der Online-Strategie auf die Präsidentschaft Obamas und die Vision von Government 2.0 diskutiert.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Conclusio zieht ein Resümee über die Bedeutung der Digitalisierung für zukünftige politische Prozesse.
Barack Obama, US-Präsidentschaftswahl 2008, Social Media, Web 2.0, Politische Kommunikation, Wählermobilisierung, Digitalisierung, Online-Kampagne, Grassroots-Bewegung, Internetwahlkampf, Fundraising, Wahlkampfstrategien, Digitale Medien, Netroots.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2008 von Barack Obama und untersucht, wie moderne digitale Technologien und Social Media die traditionelle politische Kampagnenführung nachhaltig verändert haben.
Zentral sind die Themenbereiche Politische Kommunikation, die Evolution des US-Wahlkampfes, die Nutzung von Web 2.0-Technologien sowie Methoden zur Wählermobilisierung und zum Online-Fundraising.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Social Media die US-amerikanische Wahlkampfführung verändert oder revolutioniert haben und welchen Einfluss diese neuen Medien auf den Wahlerfolg Barack Obamas hatten.
Die Diplomarbeit ist im Rahmen der „Politischen Theorie und Ideengeschichte“ verfasst. Sie nutzt eine Theorie- und Literaturanalyse in Verbindung mit quantitativen Datenmaterialien namhafter US-Institute (Gallup, Pew).
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle der Wahlkampfberater (David Axelrod, David Plouffe), dem Einfluss von Plattformen wie MyBO, der Effektivität von Online-Fundraising und der Art und Weise, wie die Kampagne digitale Netzwerke zur Grassroots-Mobilisierung nutzte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politische Kommunikation, Social Media, Grassroots-Bewegung, Online-Wahlkampf und digitale Demokratisierung charakterisiert.
Der Wahlkampf von Howard Dean 2004 gilt als Blaupause für die Nutzung des Internets zur Organisation von Unterstützern; die Arbeit beleuchtet, wie das Obama-Team diese Erfahrungen aufgriff und durch eigene, verfeinerte Strategien zur vollen Blüte brachte.
„Netroots“ bezeichnet die digitale Form der Grassroots-Bewegung, bei der soziale Netzwerke genutzt werden, um eine Anhängerschaft zu bündeln und lokale politische Aktionen online zu koordinieren.
MyBO wird als „ultimative Politik-Maschine“ beschrieben, da sie es Unterstützern ermöglichte, sich selbst zu organisieren, Spendensammlungen zu starten und lokale Events zu planen, was eine neue Form der partizipativen Wahlkampfkultur schuf.
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