Masterarbeit, 2011
67 Seiten, Note: 5.5
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung, Fragestellungen und Relevanz
1.3 Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Management-Entlohnung
2.1.1 Principal-Agent-Theorie
2.1.2 Komponenten der Management-Entlohnung
2.1.3 Managemententlohnung als Corporate-Governance-Mechanismus
2.2 Presse
2.2.1 Eigenheiten der Presse
2.2.2 Rollen der Presse
3. Empirische Untersuchung
3.1 Hypothesen
3.1.1 Erste Hypothese
3.1.2 Zweite Hypothese
3.1.3 Dritte Hypothese
3.2 Methodik
3.2.1 Erwartete Entlohnung
3.2.2 Erstes Modell
3.2.3 Kontrollvariablen
3.2.4 Zweites Modell
3.3 Daten
3.3.1 Sample
3.3.2 Entlohnungs- und Pressedaten
3.3.3 Definition der Variablen
3.3.4 Ausgewählte Daten
3.4 Ergebnisse
3.4.1 Deskriptive Statistik
3.4.2 Regressionen
3.4.2.1 Erwartete Entlohnung
3.4.2.2 Erstes Modell
3.4.2.3 Zweites Modell
3.5 Robustheitstests
3.5.1 Mitglieder in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung
3.5.2 Finanzunternehmen
3.5.3 Verwendung von branchenangepassten Performancezahlen
3.5.4 Ausschluss des Krisenjahres 2008
3.5.5 Fazit der Robustheitstests
4. Schlussfolgerungen
4.1 Fazit
4.2 Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die empirische Untersuchung der Reaktion der Schweizer Presse auf die Bekanntgabe von Managerlöhnen bei kotierten Unternehmen. Dabei soll analysiert werden, ob die Presse durch eine spezifische Rollenwahrnehmung Einfluss auf die Lohnentwicklung nimmt und wie ökonomische Faktoren dabei eine Rolle spielen.
2.2.1 Eigenheiten der Presse
Die Presse ist ein in der Gesellschaft gut vernetzter Akteur mit komplexen Wirkungszusammenhängen und vielen Eigenheiten. Es würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit sprengen, eine detaillierte Analyse davon vorzunehmen. Aus diesem Grund befasst sich dieses Kapitel nur mit den wichtigsten Eigenschaften dieser Branche, welche für das Thema der Managerlöhne relevant sind.
Obwohl die Presse eine zentrale Rolle in der Gesellschaft einnimmt, ist ihr direkter wirtschaftlicher Beitrag bescheiden (Owen 2002). Dies befreit die Zeitungen, welche sich in der Schweiz zu 100 Prozent in privater Hand befinden (Djankov et al. 2001), aber nicht davon, ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern. Dafür müssen Einnahmen generiert werden, um zumindest die Kosten decken zu können. Diese Einnahmen generiert eine Zeitung laut Owen (2002) über die zwei unterschiedlichen Produkte Inhalt und Werbung. Der Inhalt führt dazu, dass die Leser bereit sind, Geld für die Zeitung zu bezahlen. Die Werbeflächen können von Unternehmen und Organisationen für ihre Zwecke genutzt werden und können diesen deshalb verkauft werden. Die beiden Einnahmequellen sind allerdings verknüpft, da eine höhere Leserzahl den Preis für Werbeflächen erhöht und gleichzeitig mehr Werbung in der Zeitung die Zahlungsbereitschaft der Leser reduziert.
Aufgrund dieser Interdependenz ist eine grösstmögliche Auflage die beste Situation für eine Zeitung. Ein weiteres Argument für eine hohe Auflage ist die Kostenstruktur, welche bei der Presse vorherrscht. Sowohl der Druck als auch die Distribution, die Produktion und die Zusammenstellung des Inhalts sind geprägt von hohen Fixkosten, welche unabhängig von der Auflage anfallen. Dies gilt auch für Onlinemedien, trotz Einsparungen bei Druck und Distribution.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsthemas, der Fragestellungen sowie der theoretischen Einordnung der Rolle der Presse im Kontext der Corporate Governance.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Principal-Agent-Theorie als Basis der Managemententlohnung und Analyse der theoretischen Rollen der Presse in der Gesellschaft.
3. Empirische Untersuchung: Methodisches Vorgehen zur Überprüfung der Hypothesen sowie detaillierte Analyse der Datensätze, Regressionen und Robustheitstests.
4. Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Managerlöhne, Presse, Corporate Governance, Principal-Agent-Theorie, Medienberichterstattung, Unternehmensperformance, Aktienrendite, Gesamtkapitalrendite, Wachhund-Rolle, Informationsintermediär, Schweizer Börse, Ökonometrie, Regression, Entlohnung, Publizität
Die Arbeit untersucht, wie die Schweizer Presse auf die Veröffentlichung von Managerlöhnen bei börsenkotierten Unternehmen reagiert und ob diese Berichterstattung einen Einfluss auf die zukünftige Lohnentwicklung hat.
Die zentralen Themen sind Managemententlohnung, Corporate Governance, die sozioökonomische Funktion der Presse und deren Einfluss als externer Kontrollmechanismus.
Das Ziel ist es, empirisch zu identifizieren, welche Rolle die Schweizer Medien bei der Thematisierung von Managerlöhnen einnehmen: als reiner Unterhalter (Entertainer), als Informationsvermittler (Informationsintermediär) oder als Kontrollorgan (Wachhund).
Es wurden ökonometrische Modelle, insbesondere Probit- und Poisson-Regressionen sowie OLS-Regressionen, angewandt, um Zusammenhänge zwischen Lohn, Unternehmensperformance und negativer Presseberichterstattung zu analysieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung des methodischen Aufbaus, die empirische Datenanalyse anhand von Unternehmensstichproben sowie umfangreiche Robustheitstests zur Validierung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Managerlöhne, Corporate Governance, Medienwirkung, Aktienrendite und ökonometrische Analyse.
Während der Entertainer komplexe Themen vereinfacht, um Sensationen zu erzeugen und Leser zu unterhalten, verfolgt der Wachhund das Ziel, Missstände aufzudecken und durch öffentlichen Druck auf die Unternehmensführung einzuwirken.
Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass die Presse zwar statistisch signifikant mit Managerlöhnen korreliert, die ökonomische Relevanz jedoch gering ist und der Effekt stark durch das Krisenjahr 2008 beeinflusst wurde, was die Wachhund-Rolle umstritten macht.
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