Examensarbeit, 2011
47 Seiten, Note: 1,5
Die vorliegende Arbeit analysiert die Plünderung Roms durch die Goten im Jahre 410 und ihre Auswirkungen auf die römische Welt. Ziel ist es, das Ereignis in seinen historischen Kontext einzuordnen, die Hintergründe der gotischen Invasion zu beleuchten und die Folgen für die Stadt Rom, das Römische Reich und die spätere Entwicklung Europas zu untersuchen. Die Arbeit setzt sich mit den folgenden Themen auseinander:
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung der Plünderung Roms im Jahre 410 für die Geschichte Europas hervorhebt und die Fragestellungen der Arbeit skizziert. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Geschichte der Goten bis zum Jahr 382 und ihren Beziehungen zum Römischen Reich. Kapitel 3 untersucht die gescheiterte Integration der Goten in das Imperium und die Gründe für Alarichs Entscheidung, nach Italien zu ziehen. Kapitel 4 schildert Alarichs Italienfeldzug und die Plünderung Roms im August 410. Kapitel 5 analysiert die Auswirkungen der Plünderung auf die Stadt Rom im Kontext der Spätantike. Kapitel 6 untersucht die politischen Folgen der gotischen Invasion für das Römische Reich. Kapitel 7 befasst sich mit der Rezeption der Plünderung Roms in den Diskursen der Kirchenväter Hieronymus und Augustinus. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen der Spätantike und der Völkerwanderungsepoche. Wichtige Schlüsselwörter sind: Goten, Alarich, Plünderung Roms, Römisches Reich, Spätantike, Völkerwanderung, Integration, politische Folgen, militärische Auswirkungen, Kirchenväter, Hieronymus, Augustinus.
Die Stadt wurde von einer gotischen Streitmacht unter der Führung des Anführers Alarich eingenommen und geplündert.
Die Arbeit nennt die gescheiterte Integration der Goten in das Römische Reich und das Scheitern von Verhandlungen zwischen Alarich und den kaiserlichen Höfen als Hauptgründe.
Es war das erste Mal seit 800 Jahren, dass Rom von einer fremden Armee genommen wurde, was einen immensen Schock für die gesamte römische Welt bedeutete.
Hieronymus äußerte sich in Briefen bestürzt, während Augustinus in „De civitate dei“ die Theodizee-Problematik und das Verhältnis zwischen irdischem und Gottesstaat diskutierte.
Die Invasion führte zur Ethnogenese der Westgoten und schwächte die militärisch-taktische Stabilität des Weströmischen Reiches nachhaltig.
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