Referat (Ausarbeitung), 2007
8 Seiten
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. John (William) Atkinson
2.2. Henry Murray
2.3. Die Kontroverse um den TAT
2.4. Atkinsons Risikowahlmodell
2.4.1. Hoffnung auf Erfolg
2.4.2. Furch vor Misserfolg
2.4.3. Die resultierende Tendenz
2.4.4. Leistungshandeln
3. Schluss
Diese Arbeit liefert einen strukturierten Überblick über die Theorie der Leistungsmotivation von John Atkinson, eingebettet in den Kontext der Motivationspsychologie. Ziel ist es, die biografischen Hintergründe des Autors, die Vorarbeiten durch Henry Murray sowie die mathematische Herleitung des Risikowahlmodells verständlich darzustellen und kritisch zu beleuchten.
2.4. Atkinsons Risikowahlmodell
Das Risikowahlmodell ist die Basis für die Theorie der Leistungsmotivation und zählt zum Bereich der Erwartungs-Wert-Modelle. Sie dient der Vorhersage individuell bevorzugter Aufgabenschwierigkeiten, sprich: Welche der verschiedenen Leistungsaufgaben man in einer bestimmten Situation auswählt, wann nimmt man sich eher viel vor, wann wenig und wann vermeidet man leistungsbezogene Aufgaben lieber ganz.
Atkinson konstruierte diese Theorie, indem er versucht, die Determinanten des Verhaltens zu isolieren und mathematisch in Beziehung zu setzen. Er betont dabei die interindividuellen Unterschiede. Seine Theorie ist beeinflusst von Millers Konfliktmodell, und deswegen ist Leistungsmotivation das Ergebnis eines Konfliktes zwischen Annäherungs- und Vermeidungstendenzen. Bei jeder leistungsbezogenen Handlung bestehen zwei Möglichkeiten: Hoffnung auf Erfolg (Te; Gefühl des Stolzes) und Furch vor Misserfolg (Tm; Gefühl der Scham). Die Stärke dieser Gefühle beeinflusst, ob eine Person eine Leistungshandlung in Angriff nimmt. Vereint man diese beiden Möglichkeiten, ergibt sich die so genannte resultierende Tendenz (Tr).
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Anlass der Arbeit, die behandelte Literatur sowie den geplanten Ablauf des Referats.
2. Hauptteil: Hier werden die biografischen Hintergründe von Atkinson, die Vorarbeit von Murray, die Kritik am TAT sowie das mathematische Risikowahlmodell detailliert erläutert.
2.1. John (William) Atkinson: Kurze biografische Zusammenfassung inklusive seiner Forschungsschwerpunkte und seines Einflusses auf die Motivationsforschung.
2.2. Henry Murray: Darstellung von Murrays Konzept des Leistungsmotivs und der Entwicklung des thematischen Apperzeptionstests (TAT).
2.3. Die Kontroverse um den TAT: Analyse der methodischen Kritikpunkte am TAT hinsichtlich Objektivität, Reliabilität und Homogenität der Ergebnisse.
2.4. Atkinsons Risikowahlmodell: Einführung in die Erwartungs-Wert-Theorie und die mathematische Modellierung von Verhaltensdeterminanten.
2.4.1. Hoffnung auf Erfolg: Erläuterung der Formel für das Erfolgsstreben basierend auf Motiv, Wahrscheinlichkeit und Anreiz.
2.4.2. Furch vor Misserfolg: Analyse der Vermeidungstendenz und der Rolle des Test Anxiety Questionaire (TAQ).
2.4.3. Die resultierende Tendenz: Zusammenführung der aufsuchenden und meidenden Tendenzen zu einer additiven Gesamtgröße.
2.4.4. Leistungshandeln: Einbeziehung extrinsischer Faktoren zur Erweiterung des Risikowahlmodells auf tatsächliches Leistungshandeln.
3. Schluss: Zusammenfassende Einschätzung der Bedeutung des Modells für die Forschung sowie kritische Reflektion der empirischen Überprüfbarkeit.
Leistungsmotivation, John Atkinson, Risikowahlmodell, Henry Murray, thematischer Apperzeptionstest, TAT, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Erwartungs-Wert-Modell, Motivationspsychologie, Leistungshandeln, psychologische Bedürfnisse, Triebtheorie, Verhaltensvorhersage, interindividuelle Unterschiede.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen und die mathematische Struktur der Theorie der Leistungsmotivation nach John Atkinson.
Zentrale Themen sind die Motivationsforschung, die Messung von Motiven, die Differenzierung zwischen Erfolgs- und Misserfolgsmotivation sowie die Vorhersage von Aufgabenpräferenzen.
Das Ziel ist die verständliche Aufbereitung der komplexen Theorie Atkinsons und die Einordnung seiner Modelle in den wissenschaftlichen Kontext der Psychologie.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf psychologischen Fachwerken basiert und mathematische Modelle (Risikowahlmodell) erläutert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Atkinsons, die theoretische Vorarbeit durch Murray, eine kritische Diskussion zum TAT und eine schrittweise Herleitung der Formeln zum Risikowahlmodell.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leistungsmotivation, Risikowahlmodell, TAT, Erwartung, Wert, Hoffnung und Furcht definiert.
Er unterscheidet zwischen der Hoffnung auf Erfolg (verbunden mit Stolz) und der Furcht vor Misserfolg (verbunden mit Scham), wobei beide Motive unterschiedliche mathematische Faktoren für das Risikowahlmodell liefern.
Aufgrund von Mängeln in der Reliabilität und Homogenität, sowie der aufwendigen Auswertung und der Veraltung der Bildmotive, wird das Verfahren von Kritikern hinterfragt.
Extrinsische Anreize (wie Belohnungen) werden als additiver Faktor ("Tex") zur resultierenden Tendenz (Tr) addiert, um das tatsächliche Leistungshandeln besser vorhersagen zu können.
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