Diplomarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Darstellung der theoretischen Grundlagen für das Führungslernern
2.1 Führen
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Theoretische Zugänge
2.2 Lernen
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Theoretische Zugänge
2.3 Wissen
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Theoretische Zugänge
2.4 Führungslernern
3 Darstellung des Konzeptes der Communities of Practice
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Dimensionen und Entwicklungsphasen
3.3 Lernen in Communities of Practice
3.3.1 Legitime periphere Partizipation
3.3.2 Identitätsentwicklung
4 Analyse des Führungslernens aufgrund des Konzeptes der Communities of Practice
4.1 Führungslernern als unbewusstes, beiläufiges Lernen
4.2 Führungslernern im situierten Kontext
4.2.1 Führungslernern durch Beobachtung von „notable people“
4.2.2 Führungslernern als legitime periphere Partizipation
4.2.3 Führungslernern und Identitätsentwicklung
5 Kritische Würdigung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept der „Communities of Practice“ als Bestandteil des situierten Lernens einen Beitrag zur Erklärung des Führungslernens leisten kann. Dabei wird analysiert, wie informelle Lernprozesse, Identitätsentwicklung und situative Kontexte in Gemeinschaften zur Ausbildung von Führungskompetenzen beitragen.
3.1 Begriffsbestimmung
Eingeführt wurde der Begriff „Community of Practice“ von Jane Lave und Etienne Wenger (1991) im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit zu ihrem Buch „Situated Learning“. In der Literatur ist auch nach eingehender Recherche keine einheitliche Definition des Begriffes zu finden. Die Begriffsdefinitionen ähneln sich im Inhalt, sind aber dennoch verschieden. Hier sei angemerkt, dass manche Autoren Communities of Practice auch als „Wissensgemeinschaften“ bezeichnen (vgl. North et al., 2004):
- „A community of practice is a set of relations among persons, activity, and world, over time and in relation with other tangential and overlapping communities of practice“ (Lave/Wenger, 2008, S. 98).
- „Wir definieren Wissensgemeinschaften als über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen, die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben und Wissen gemeinsam aufbauen und austauschen wollen. Die Teilnahme ist freiwillig und persönlich. Wissensgemeinschaften sind um spezifische Inhalte gruppiert“ (North et al., 2004, S. 8).
- „Eine Community of Practice ist eine offene Gruppe von Fachleuten, die auf selbst-organisierter Basis aus einem gemeinsamen Interesse heraus ihr Wissen austauscht und gemeinsam Problemlösungen erarbeitet“ (Josef Hofer-Alfeis, Siemens, zitiert nach Schoen, 2001, S. 57).
- „Communities of practice are groups of people who share a concern or a passion for something they do and learn how to do it better as they interact regularly“ (Wenger, 2006).
- „Communities of practice are collaborative, informal networks that support professional practitioners in their efforts to develop shared understandings and engage in work-relevant knowledge building“ (Hara et al., 2009, S. 3).
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des lebenslangen Lernens für Führungskräfte und führt in das Konzept der Communities of Practice als Erklärungsansatz ein.
2 Darstellung der theoretischen Grundlagen für das Führungslernern: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Führen, Lernen und Wissen und beleuchtet verschiedene theoretische Perspektiven auf diese Phänomene.
3 Darstellung des Konzeptes der Communities of Practice: Hier wird das theoretische Konstrukt der Community of Practice mit ihren Merkmalen, Entwicklungsphasen und Lernmechanismen detailliert beschrieben.
4 Analyse des Führungslernens aufgrund des Konzeptes der Communities of Practice: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen mit der Praxis des Führungslernens und untersucht informelle Prozesse, Beobachtungslernen und Identitätsentwicklung.
5 Kritische Würdigung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Potenziale sowie die Herausforderungen bei der Implementierung von Communities of Practice in Unternehmen.
Führungslernern, Communities of Practice, situiertes Lernen, informelles Lernen, Führungstheorien, Wissensmanagement, implizites Wissen, legitime periphere Partizipation, Identitätsentwicklung, Führungskräfteentwicklung, soziale Interaktion, Organisationslernen, Berufspraxis, Erfahrungsaustausch, soziale Praxis.
Die Arbeit untersucht, wie Führung abseits von formalen Trainingsprogrammen erlernt wird, und analysiert hierfür das Konzept der „Communities of Practice“.
Die Schwerpunkte liegen auf Führungstheorien, dem situierten Lernen, der Wissensgenerierung und der Identitätsbildung innerhalb von sozialen Gemeinschaften.
Ziel ist es, den Beitrag von Communities of Practice zur Erklärung des informellen Führungslernens aufzuzeigen und zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Herleitung des Zusammenhangs zwischen Führung und sozialen Lernformen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Führen, Lernen, Wissen), die Konzepterläuterung der Communities of Practice und die konkrete Analyse des Führungslernens im situierten Kontext.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Führungslernern, Communities of Practice, situiertes Lernen, implizites Wissen und legitime periphere Partizipation.
Untersuchungen zeigen, dass Führungskräfte den Großteil ihres Wissens in informellen Situationen erwerben, weshalb diese Lernformen stärker in den Fokus rücken müssen.
Identität ist ein dynamischer Prozess; eine Führungskraft muss sich als solche identifizieren und von ihrem Umfeld als solche anerkannt werden, was durch die Teilhabe in Communities of Practice gefördert wird.
Er beschreibt den Prozess, bei dem Neueinsteiger zunächst in einem Randbereich an der Gemeinschaft teilnehmen und sich schrittweise durch Interaktion und Beobachtung zum vollwertigen Mitglied entwickeln.
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