Masterarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 2,3
Diese Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung des russischen Philosophen Simon L. Frank mit der Idee der Menschenrechte. Sie analysiert Franks Kritik an den Menschenrechten als Ausdruck maßloser Ansprüche des Menschen, die auf einer Vergötterung des Individuums basieren. Das Ziel ist es, Franks Kritik zu verstehen und in den Kontext seiner philosophischen Grundlegung zu stellen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung der Menschenrechte in der heutigen Zeit und Franks kritische Sichtweise auf sie hervorhebt. Das zweite Kapitel stellt Franks Ontologie dar, die als Grundlage für sein Verständnis von Mensch und Gesellschaft dient.
Kapitel 3 konzentriert sich auf den Begriff des Menschen bei Frank, einschließlich seiner Doppelnatur, seiner Rolle als Vertriebener und seiner Fähigkeit zum Transzendieren. Das vierte Kapitel befasst sich mit der Gesellschaft, ihrer Realgeltung und ihrer ontologischen Natur.
Kapitel 5 analysiert Franks Auseinandersetzung mit der Idee der Menschenrechte, seine Kritik an den Prinzipien der Hierarchie, Gleichheit, Freiheit und Glaubensfreiheit sowie seine Position zum Staat, zur bürgerlichen Gesellschaft, zum Recht und dem Verhältnis zwischen Staat und Individuum.
Die Arbeit konzentriert sich auf Simon L. Franks philosophische Anthropologie und seine Kritik an den Menschenrechten. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Ontologie, Sein, Mensch, Gesellschaft, Realgeltung, Transzendieren, Hierarchie, Gleichheit, Freiheit, Glaubensfreiheit, Staat, bürgerliche Gesellschaft, Recht, Kritik.
Frank sah in ihnen Ausdruck maßloser Ansprüche des Menschen, die auf einer „Vergötterung“ des Individuums und einer Abkehr von ontologischen Pflichten basieren.
Es ist ein zentraler Begriff seiner Anthropologie, der die untrennbare Verbindung des menschlichen Seins mit dem göttlichen Urgrund beschreibt.
Für Frank hat die Gesellschaft eine ontologische Natur; er betont die Realgeltung des „Wir“ und den sittlichen Charakter der Gemeinschaft über dem Individuum.
Anstelle von Rechten betont Frank die Pflicht des Menschen zum Dienst an der Gemeinschaft und an Gott als wahre Grundlage des Zusammenlebens.
Er setzt sich kritisch mit diesen Begriffen auseinander und hinterfragt deren rein säkulare Auslegung in den westlichen Menschenrechtserklärungen.
Sein Denken bietet eine metaphysische Perspektive, die das westliche Verständnis von Individualrechten im Dialog mit gemeinschaftsorientierten Kulturen hinterfragt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

