Bachelorarbeit, 2010
59 Seiten, Note: 2.0
1 Die Entstehung von Fantasie und ihren Darstellungsformen
2 Darstellungsformen kindlicher Fantasie
2.1 Kinderzeichnungen
2.1.1 Die Bedeutung von Kinderzeichnungen für die kindliche Entwicklung
2.1.2 Der pädagogische Umgang mit Kinderzeichnungen
2.2 Das Symbolspiel
2.2.1 Die Bedeutung des Symbolspiels für die kindliche Entwicklung
2.2.2 Der pädagogische Umgang mit dem Symbolspiel
2.3 Fantasiegefährten
2.3.1 Die Bedeutung von Fantasiegefährten für die kindliche Entwicklung
2.3.2 Der pädagogische Umgang mit Fantasiegefährten
2.4 Tagträume
2.4.1 Die Bedeutung von Tagträumen für die kindliche Entwicklung
2.4.2 Der pädagogische Umgang mit Tagträumen
2.5 Philosophieren
2.5.1 Die Bedeutung des Philosophierens für die kindliche Entwicklung
2.5.2 Der pädagogische Umgang mit Philosophie
2.6 Fantasiegeschichten
2.6.1 Die Bedeutung von Fantasiegeschichten für die kindliche Entwicklung
2.6.2 Der pädagogische Umgang mit Fantasiegeschichten
2.7 Die Fantasielüge
2.7.1 Die Bedeutung von Lügen für die kindliche Entwicklung
2.7.2 Der pädagogische Umgang mit Lügen
2.8 Durch Fantasie ausgelöste Ängste
2.8.1 Die Bedeutung von Ängsten für die kindliche Entwicklung
2.8.2 Der pädagogische Umgang mit kindlicher Angst
3 Das fantastische kindliche Denken
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Darstellungsformen kindlicher Fantasie und deren zentrale Bedeutung für die kindliche Entwicklung sowie für eine kindgerechte pädagogische Praxis. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für diese Ausdrucksweisen zu schaffen, um Pädagogen und Eltern eine respektvolle und fachlich fundierte Unterstützung der kindlichen Innenwelt zu ermöglichen.
Die egozentrische Denkweise
Beim Egozentrismus meint das Kind nach Piaget, dass alle Ansichten der eigenen entsprechen würden. Somit sei das Kind nicht in der Lage, sich in den Standpunkt eines anderen hineinzuversetzen und subjektive und objektive Sichtweisen zu unterscheiden.6 Beim Egozentrismus meint das Kind somit, selbst an allen objektiven Prozessen teilzunehmen. Diese seien wie es selbst mit Bewusstsein, Absichten und Erlebnissen ausgestattet, weswegen das Kind glaube, daher auch durch magische Praktiken auf diese einwirken zu können. Somit entsteht bedingt durch den kindlichen Egoismus der kindliche Realismus, das magische Denken, der kindliche Animismus und der Artifizialismus.
1 Die Entstehung von Fantasie und ihren Darstellungsformen: Das Kapitel führt in die Grundlagen der kindlichen Fantasie ein, betrachtet deren Entstehung und diskutiert sie als zentrale, von Erwachsenen oft unterschätzte Weltanschauung.
2 Darstellungsformen kindlicher Fantasie: Dieser Hauptteil beleuchtet detailliert verschiedene Ausdrucksformen wie Zeichnungen, Symbolspiel, Fantasiegefährten, Tagträume, Philosophieren, Geschichten, Lügen und Ängste sowie deren spezifische Bedeutung und den pädagogischen Umgang.
3 Das fantastische kindliche Denken: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für ein tiefes Verständnis und eine wertschätzende Haltung gegenüber der kindlichen Fantasie, um eine optimale individuelle Förderung in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.
Kindliche Fantasie, Entwicklung, Pädagogik, Symbolspiel, Kinderzeichnungen, Fantasiegefährten, Tagträume, Philosophieren, Fantasiegeschichten, Fantasielüge, Ängste, Angstbewältigung, Kindgerechte Pädagogik, Symbolisierungsfähigkeit, Identitätsentwicklung
Die Thesis widmet sich der kindlichen Fantasie als Ausdrucksform des kindlichen Innenlebens und untersucht, wie diese zur Bewältigung von Erlebnissen und zur Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit beiträgt.
Zentral sind die verschiedenen Darstellungsformen der Fantasie, darunter Zeichnungen, Symbolspiele, Fantasiegefährten, Tagträume, philosophische Fragen, Geschichten, Lügen und der Umgang mit Ängsten.
Das Ziel ist es, Pädagogen und Eltern dabei zu unterstützen, die Fantasie von Kindern als wertvolle Ausdrucksform zu begreifen und einen professionellen, respektvollen und kindgerechten Umgang mit dieser zu etablieren.
Die Autorin stellt bestehende wissenschaftliche Positionen und Forschungsergebnisse renommierter Entwicklungspsychologen einander gegenüber und ergänzt diese durch eigene Argumente und pädagogische Reflexionen.
Der Hauptteil analysiert acht spezifische Darstellungsformen kindlicher Fantasie, wobei für jede dieser Formen sowohl die entwicklungspsychologische Bedeutung als auch konkrete Handlungsstrategien für Pädagogen aufgezeigt werden.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie kindliche Entwicklung, Fantasie, Symbolbildung, Angstbewältigung und kindgerechte pädagogische Begleitung aus.
Die Autorin stützt sich auf Bruno Bettelheim und erklärt, dass Kinder durch die Aufsplittung in gute und böse Rollen oder Charaktere (z.B. böser Zwilling) in der Lage sind, komplexe widersprüchliche Gefühle zu bewältigen, die sie in der Realität noch nicht integrieren können.
Da das kindliche Denken grundlegend anders funktioniert als das der Erwachsenen, ist es oft schwierig, zwischen Fiktion und bewusster Täuschungsabsicht zu unterscheiden; die "Lüge" dient oft der Selbstentlastung oder der Verarbeitung von Realität.
Übergangsobjekte fungieren als "materialisierte Fantasiegefährten", die Kindern Sicherheit und Trost in Ablösungssituationen von Bezugspersonen bieten und bei der Bewältigung von Ängsten helfen.
Das Philosophieren von Kindern wird als eine Form der Weltaneignung gewürdigt, die von einer tiefen Neugier getrieben ist und bei der Kinder als "Wurzelgräber" die Rätsel der Existenz zu verstehen versuchen.
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