Diplomarbeit, 2009
32 Seiten, Note: 12 von 15 Punkten
1. Einleitung
2. Die Steuersysteme
2.1 Das Schweizer Steuersystem
2.1.1 Die geschichtliche Entwicklung
2.1.2 Das aktuelle System
2.1.3 Die Steuerarten
2.1.3.1 Die Steuern des Bundes
2.1.3.2 Die Steuern der Kantone und Gemeinden
2.2 Das Deutsche Steuersystem
2.2.1 Die geschichtliche Entwicklung
2.2.2 Das aktuelle System
2.2.3 Die Steuerarten
2.2.3.1 Die Steuern der Gemeinschaft
2.2.3.2 Die Steuern des Bundes
2.2.3.3 Die Steuern der Länder
2.2.3.4 Die Steuern der Gemeinden
3. Vergleich der Steuersysteme
4. Vergleich der Steuerbelastung
5. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist ein fundierter Vergleich der föderalistisch geprägten Steuersysteme in Deutschland und der Schweiz, um Gemeinsamkeiten und strukturelle Unterschiede herauszuarbeiten und deren Auswirkungen auf die Steuerbelastung und Steuerpraxis zu analysieren.
2.1.1 Die geschichtliche Entwicklung
Das Schweizer Steuersystem entspricht ganz klar der Theorie des historisch gewachsenen Systems. Bereits 1798 erhielt die damalige Helvetische Republik ein einheitliches Steuersystem, welches allerdings nie wirklich in die Praxis umgesetzt werden konnte und mit dem Zusammenbruch der Helvetik 1803 wieder seine Gültigkeit verlor. Im Laufe der Jahre „entwickelten sich die Kantone ziemlich selbständig, was zur großen Vielgestaltigkeit im Aufbau der Steuersysteme und der Ausgestaltung der einzelnen Steuern führte.“ Mit der Gründung des schweizerischen Bundesstaates 1848 ging dann die bis dahin vorherrschende Zollhoheit der Kantone auf den Bund über. Die Kantone behielten weiterhin das Recht auf Erhebung einer Einkommen- und Vermögensteuer. Während des ersten Weltkriegs wurde die bislang gültige Praxis, wonach dem Bund die indirekten und den Kantonen die direkten Steuern zustanden, aufgegeben, und der Bund erhob zum ersten Mal auch eine direkte Steuer in Form der „Kriegsgewinnsteuer“. Weitere Steuern des Bundes folgten, z.B. im zweiten Weltkrieg die „Wehrsteuer“, die Vorläuferin der heutigen Direkten Bundessteuer, der schweizerischen Einkommensteuer, und die bis heute gültige „Stempelabgabe“. Die Kantone stellten nun ihr System von der Vermögensteuer als Hauptsteuer mit ergänzender Erwerbsteuer zum System der allgemeinen Einkommensteuer mit ergänzender Vermögensteuer um. Der Kanton Glarus schloss diesen Wechsel 1970 als letzter Kanton ab.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand, erläutert die Beweggründe für den Vergleich der beiden Steuersysteme und skizziert die methodische Vorgehensweise.
2. Die Steuersysteme: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte historische und aktuelle Betrachtung der Steuersysteme in der Schweiz und in Deutschland, inklusive der jeweiligen Steuerarten und Kompetenzverteilungen.
3. Vergleich der Steuersysteme: Hier werden die föderalistischen Strukturen beider Länder gegenübergestellt und Unterschiede in Steuerhoheit, Wettbewerb sowie verfahrenstechnischen Aspekten herausgearbeitet.
4. Vergleich der Steuerbelastung: Das Kapitel vergleicht die tatsächliche Abgabenquote und steuerliche Belastung für Privatpersonen sowie Unternehmen in beiden Ländern anhand konkreter Daten.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Unterschiede zusammen, bewertet die Komplexität der Systeme und gibt einen Ausblick auf mögliche Reformbestrebungen.
Steuersystem, Deutschland, Schweiz, Steuerwettbewerb, Steuerhoheit, Einkommensteuer, Vermögensteuer, Steuerharmonisierung, Steuerbelastung, Föderalismus, Steuerhinterziehung, Unternehmenssteuern, Mehrwertsteuer, Fiskaleinnahmen, Steuergesetzgebung.
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Überblick über die Steuersysteme von Deutschland und der Schweiz.
Im Fokus stehen die föderale Struktur der Steuerhoheit, die wichtigsten Steuerarten, die geschichtliche Entwicklung und die Steuerbelastung in beiden Staaten.
Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Steuersysteme aufzuzeigen und die Auswirkungen auf Bürger und Unternehmen zu analysieren.
Es handelt sich um einen rechtswissenschaftlich-ökonomischen Vergleich basierend auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Steuersysteme, deren direkten Vergleich sowie eine Analyse der steuerlichen Belastung.
Typische Begriffe sind Steuersystem, Steuerwettbewerb, Steuerhoheit, Föderalismus und Steuerbelastung.
In der Schweiz verfügen die Kantone über eine weitreichende eigene Steuerhoheit, was zu einem ausgeprägten Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen führt.
Die Arbeit thematisiert die rechtlichen Unterschiede, wobei sie hervorhebt, dass die Steuerhinterziehung in der Schweiz als solcher Straftatbestand unbekannt ist, während sie in Deutschland streng sanktioniert wird.
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