Diplomarbeit, 2011
123 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Literaturteil
2.1. Armut als aktuelles Phänomen
2.2. Zur Armutsdefinition
2.3. Armutsbegriffe
2.3.1. Absolute und relative Armut
2.3.2. Primäre und sekundäre Armut
2.3.3. Objektive und subjektive Armut
2.3.4. Permanente und temporäre Armut
2.4. Armutskonzepte
2.4.1. Simmel‘sches Armutskonzept
2.4.2. Ressourcenansatz
2.4.3. Lebenslagenkonzept
2.4.4. Fähigkeiten-Ansatz von AMARTYA SEN
2.5. Lebenszyklusmodell der Armut
2.6. Armut und soziale Ausgrenzung
2.6.1. Allgemeines
2.6.2. Nicht nur materielle Prekarität
2.6.3. Armut und soziale Ausgrenzung als Prozess
2.6.3.1. Stigmatisierung und Marginalisierung der Ausgegrenzten
2.7. Armutsgefährdung in Österreich
2.7.1. Das Messverfahren
2.7.2. Besonders armutsgefährdete Gruppen
2.7.3. Finanzielle Deprivation und manifeste Armut
2.7.4. Armutslagen
2.7.4.1. Armutslagen und Zufriedenheitsprofile
2.8. Soziale und kulturelle Teilhabe
2.8.1. Soziale Kontakte
2.8.2. Kulturelle Teilhabe
2.8.3. Soziale und kulturelle Teilhabe in Armutslagen
2.9. Kultur und Armut
2.10. Zusammenfassung Literaturteil
3. Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
3.1. Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
3.2. Idee zur Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
3.3. Wie funktioniert die Aktion
3.4. Chronik der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
3.5. Wiener Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ findet NachahmerInnen in Europa
3.6. Träger der Aktion
3.6.1. Ausgabestellen in OÖ:
3.7. Der Kulturpass
3.8. Ausgegebene Kulturpässe
3.9. Wer hat Anspruch auf einen Kulturpass?
3.10. Wer nimmt den Kulturpass in Anspruch?
3.11. Die KulturpassbesitzerInnen in Oberösterreich
3.12. KulturpartnerInnen der Aktion
3.13. Kulturpassnutzung und „Kultur-Transfair“
3.14. Zusammenfassung der Beschreibung der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
4. Empirischer Teil
4.1. Einleitung
4.2. Methodik
4.3. Das Leitfadeninterview
4.3.1. Anzahl der befragten Personen
4.3.2. Art des Kontaktes
4.3.3. Autoritätsanspruch des Interviewers/der Interviewerin
4.4. Methodische Vorgehensweise
4.4.1. Forschungsfragen und Strukturierung der empirischen Ergebnisse
4.4.2. Feldzugang
4.4.3. Verlauf der Interviews
4.5. Auswertung der Interviews
4.6. Ergebnisse
4.6.1. Beschreibung der interviewten KulturpassbesitzerInnen
4.6.2. Forschungsfrage 1: Wie wird die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ von den KulturpassbesitzerInnen angenommen?
4.6.3. Forschungsfrage 2: Welche Wünsche haben die Kulturpassbesitzer-Innen im Hinblick auf die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“?
4.6.3.1. Zufriedenheit mit dem Angebot der Aktion und Wünsche an die Aktion
4.6.3.2. Missverständnisse der Aktion
4.6.4. Forschungsfrage 3: Welche Erfahrungen machen Kulturpassinhaber-Innen beim Besuch kultureller Veranstaltungen mit dem Kulturpass?
4.6.5. Forschungsfrage 4: Trägt die Aktion dazu bei, dass Kulturpassbesitzer-Innen verstärkt das kulturelle Angebot nutzen?
4.6.6. Forschungsfrage 5: Wie erleben die PassinhaberInnen ihre Situation als armutsgefährdete Personen?
4.6.6.1. Armutserfahrung
4.6.6.2. Scham und Stigmatisierung
4.6.7. Forschungsfrage 6: Welche Rolle nimmt Kunst und Kultur im Leben der KulturpassbesitzerInnen ein?
4.6.7.1. Rolle von Kunst und Kultur im Leben der interviewten KulturpassbesitzerInnen
4.6.7.2. Gründe für den Besuch kultureller Veranstaltungen
4.6.8. Forschungsfrage 7: Welche Hindernisse halten KulturpassbesitzerInnen vom Besuch kultureller Veranstaltungen ab?
4.6.9. Forschungsfrage 8: Wie wirkt sich die Aktion auf die soziale Teilhabe aus?
4.6.9.1. Soziale Kontakte
4.6.9.2. Alleine oder in Begleitung zur Kulturveranstaltung?
4.6.9.3. Auswirkungen von Kunst und Kultur
4.6.9.3.1. Vergessen von Sorgen beim Besuch kultureller Veranstaltungen
4.6.9.3.2. Bereicherung durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur
4.7. Beantwortung der Forschungsfragen
4.8. Handlungsempfehlungen aus den Erkenntnissen der empirischen Forschung
5. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Armut, sozialer sowie kultureller Teilhabe und der Initiative "Hunger auf Kunst und Kultur". Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Komplexität dieser Thematik aufzuzeigen und zu analysieren, inwiefern der durch die Aktion ermöglichte kostenlose Zugang zu kulturellen Angeboten die Situation der betroffenen KulturpassbesitzerInnen beeinflusst.
3.3. Wie funktioniert die Aktion
Die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ setzt sich im Wesentlichen aus zwei wichtigen Netzwerken zusammen. Das erste Netzwerk bilden die Ausgabestellen für die Vergabe der Kulturpässe, wobei sich die Vergabekriterien an der Armutsgrenze orientieren. Oft werden die Ausgabestellen, das sind zumeist soziale und karitative Einrichtungen, im Diskurs vernachlässigt. Ihre Rolle ist allerdings wesentlich, da ohne die Vergabe der Pässe auf unbürokratischem Wege die Aktion nicht durchführbar wäre. Die unbürokratische Vorgangsweise äußert sich darin, dass die Ausgabestellen in Oberösterreich bspw. lediglich die Anzahl der ausgegebenen Kulturpässe notieren und diese Daten an die Koordination in OÖ weitergeben müssen.
Dabei übernehmen insbesondere Hilfsorganisationen die Verantwortung, die Kulturpässe auszugeben und nicht vordergründig Ämter oder Behörden. Die Idee dahinter ist, dass die SozialarbeiterInnen die soziale Situation des Klienten/der Klientin gut kennen und für Personen, die in einer Einrichtung betreut werden und von Armut betroffen sind, die Hemmschwelle, den Kulturpass in einer Betreuungseinrichtung zu beantragen, geringer ist als bspw. einen Antrag bei einem Amt/einer Behörde zu stellen.
Im zweiten Netzwerk agieren die Kultureinrichtungen als PartnerInnen der Aktion und stellen den KulturpassbesitzerInnen Gratiskarten zur Verfügung, die sie durch Spendengelder, Sponsoring oder aus dem eigenen Budget heraus finanzieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Armut und Ausgrenzung in Österreich ein und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie den groben Aufbau der Untersuchung vor.
2. Literaturteil: Der theoretische Teil beleuchtet verschiedene Armutsbegriffe, Armutskonzepte sowie den Zusammenhang zwischen Armut und sozialer Ausgrenzung und definiert die kulturelle Teilhabe als zentrales Element.
3. Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Entstehung, Funktionsweise und Struktur der Initiative sowie deren Bedeutung für die Zielgruppe der armutsgefährdeten Personen.
4. Empirischer Teil: Im empirischen Block werden qualitative Leitfadeninterviews mit KulturpassbesitzerInnen ausgewertet, um deren Erfahrungen, Wünsche und die Auswirkungen der Aktion auf ihr Leben zu untersuchen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Literaturanalyse und der empirischen Forschung zusammen und reflektiert die Rolle der Aktion bei der Förderung der sozialen Teilhabe.
Armut, soziale Ausgrenzung, kulturelle Teilhabe, Kulturpass, Hunger auf Kunst und Kultur, Armutsgefährdung, Sozialpolitik, qualitative Forschung, Lebenslagenkonzept, Fähigkeiten-Ansatz, soziale Integration, Teilhabemangel, Armutslagen, Soziale Arbeit.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Armut und soziale Ausgrenzung die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Menschen in Österreich beeinflussen und welche Rolle die Initiative "Hunger auf Kunst und Kultur" bei der Überwindung dieser Barrieren spielt.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Auseinandersetzung mit Armutskonzepten, der empirischen Untersuchung von Lebensrealitäten armutsgefährdeter Menschen sowie der Analyse der praktischen Umsetzung der Kulturpass-Aktion.
Ziel ist es, die Vielschichtigkeit von Armut zu verdeutlichen und aufzuzeigen, inwieweit ein niedrigschwelliger Zugang zu kulturellen Veranstaltungen dazu beitragen kann, das Wohlbefinden und die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen zu verbessern.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Leitfadeninterviews mit zehn KulturpassbesitzerInnen, ergänzt durch Experteninterviews und eine fundierte Literaturrecherche.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Armut und sozialer Ausgrenzung geschaffen. Anschließend wird die Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" detailliert beschrieben, gefolgt von einer qualitativen Auswertung der Interviews, die die Erfahrungen der NutzerInnen in den Vordergrund stellt.
Wesentliche Keywords sind Armutsgefährdung, soziale und kulturelle Teilhabe, Stigmatisierung, Teilhabemangel sowie die konkrete Empowerment-Wirkung durch den Kulturpass.
Die Arbeit beleuchtet spezifische Aspekte der oberösterreichischen Umsetzung, etwa die Koordination durch die Sozialplattform OÖ und die Konzentration der Ausgabestellen auf den Zentralraum Linz.
Ein Kernprinzip der Initiative ist, dass Kulturpass-Tickets wie regulär bezahlte Karten behandelt werden, um den Schamfaktor bei der Nutzung zu minimieren und eine Stigmatisierung an der Kasse zu verhindern.
Zu den Empfehlungen zählen eine höhere Transparenz bezüglich der Angebote, ein Ausbau im ländlichen Raum sowie eine stärkere Vernetzung von sozialen Einrichtungen und Kulturbetrieben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

