Examensarbeit, 2012
18 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
1. Das zentrale thematische Anliegen der Einheit
2. Bedingungsanalyse
2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
2.2 Die Klasse 7a
2.3 Lernstandbeschreibung der Klasse 7a
3. Sachanalyse
3.1 Literarisches Lernen
3.2 Menschlichkeit
4. Didaktisch-methodische Analyse
4.1 Bezug zum Bildungsplan
4.2 Begründung der Inhaltsauswahl
4.3 Kompetenzorientierung und Zielperspektiven
4.4 Überlegungen zur Umsetzung, Aufgaben- und Methodenwahl
II DOKUMENTATION DES VERLAUFS
Phase I: Vorwissen aktivieren
Phase II: Texterschließung und Interpretation
Phase III: Anschlusskommunikation mit Reaktion
Phase IV: Präsentation
Phase V: Reflexion
III REFLEXION
IV QUELLENVERZEICHNIS
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, ein komplexes Verständnis des Begriffs "Menschlichkeit" bei Schülerinnen und Schülern der Klasse 7a durch handlungs- und produktionsorientierte Auseinandersetzung mit literarischen Texten zu fördern. Die Forschungsfrage leitet sich aus dem Bestreben ab, ethische Grundfragen und soziales Solidaritätsbewusstsein im Fach Deutsch durch literarisches Lernen in eine greifbare Praxis zu übersetzen.
3.2 Menschlichkeit
Eine allgemeingültige Definition über die Menschlichkeitsthematik zu treffen ist aufgrund eines enorm vielfältigen Verständnisses und reichhaltigem Interpretationspotential nicht möglich. Aus diesem Grund werde ich Schwerpunkte setzen, die zum Ersten in Zusammenhang mit den ausgewählten Texten, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler auseinandersetzen, stehen und zum Zweiten einem schülergerechten Verständnis entsprechen. Die Theorie einer humanistischen Menschlichkeit erscheint mir für den aktuellen unterrichtlichen Zweck als geeignet.
Zeitlebens diskutieren Philosophen die Fragestellung, was einen Menschen ausmache mit dem Ziel, einen friedvollen, gütigen und kultivierten Umgang miteinander zu pflegen. Menschlichkeit sei, so J. G. Herder, nur teilweise angeboren und müsse nach der Geburt ausgebildet werden. „Die Bildung zu ihr sei „ein Werk, das unablässig fortgesetzt werden muß, oder wir sinken […] zur rohen Tierheit, zur Brutalität zurück.“ Wenn Herders Gedanken Berücksichtigung finden, dann umfasst die humanistische Theorie zum Begriff Menschlichkeit „gute“ Ziele wie Taten der Güte, der Menschenliebe, der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Hilfsbereitschaft, der Solidarität und des Mitgefühls.
PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Dieses Kapitel erläutert das zentrale Anliegen der Einheit, analysiert die Rahmenbedingungen sowie die Lernvoraussetzungen der Klasse 7a und legt die didaktisch-methodischen Grundlagen der Unterrichtsplanung dar.
DOKUMENTATION DES VERLAUFS: Hier wird die praktische Umsetzung der Unterrichtseinheit in fünf Phasen beschrieben, von der Aktivierung des Vorwissens bis hin zur abschließenden Präsentation und Reflexion der Projektergebnisse.
REFLEXION: Dieses Kapitel wertet den Zielerreichungsgrad aus, vergleicht die ursprüngliche Planung mit der tatsächlichen Durchführung und zieht pädagogische Konsequenzen aus dem Projektverlauf.
QUELLENVERZEICHNIS: Dieses Verzeichnis listet die für die Erstellung der Dokumentation herangezogene Fachliteratur sowie die verwendeten Internetquellen auf.
Menschlichkeit, Literaturdidaktik, Literarisches Lernen, Projektmethode, Handlungs- und Produktionsorientierung, Solidarität, Sozialkompetenz, Persönlichkeitsbildung, Schüleraktivierung, Reflexion, Texterschließung, Humanismus, Perspektivübernahme, Gruppenarbeit, Realschule.
Die Dokumentation beschreibt eine Unterrichtseinheit im Fach Deutsch an einer Realschule, in der das Thema "Menschlichkeit" im Zentrum steht.
Die Arbeit verknüpft literarisches Lernen mit der Förderung von Humanität, Solidarität und ethischem Verhalten bei Siebtklässlern.
Das Ziel ist es, durch die Auseinandersetzung mit literarischen Texten das Bewusstsein für menschliche Grundwerte zu schärfen und dieses in eigenes Handeln zu übersetzen.
Es wird primär die Projektmethode nach Florian Nohl angewandt, ergänzt durch handlungs- und produktionsorientierte Verfahren des Literaturunterrichts.
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung der Einheit, die detaillierte Beschreibung der fünf Projektphasen und eine abschließende Reflexion.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Menschlichkeit, Literarisches Lernen, Projektmethode, Solidarität und Persönlichkeitsbildung geprägt.
Die Lesetheke diente als niederschwelliges Angebot, bei dem die Schülerinnen und Schüler nach eigenem Interesse Texte auswählen konnten, um eine Basis für die weitere Projektarbeit zu schaffen.
Die größte Herausforderung war es, die anfangs oberflächlichen Reaktionen der Schüler auf die Texte zu vertiefen und einen Transfer zu kreativen, eigenen Ergebnissen sicherzustellen.
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