Diplomarbeit, 2003
111 Seiten, Note: 1,7
1 Grundlagen und Ziele der Analyse von US-GAAP - Abschlüssen
1.1 Begriff der Jahresabschlussanalyse
1.2 Allgemeine Grundsätze der internationalen Bilanzanalyse
1.2.1 Motivation einer internationalen Bilanzanalyse
1.2.2 Ausrichtung der internationalen Bilanzanalyse
1.2.3 Grenzen der internationalen Bilanzanalyse
1.3 Ausrichtung der Analyse von HGB – Abschlüssen
1.4 Ausrichtung der Analyse von US-GAAP – Abschlüssen
1.5 Die Datenbasis für die Jahresabschlussanalyse in der US-amerikanischen Rechnungslegung
1.6 Bilanzpolitische Spielräume in der US-amerikanischen Rechnungslegung
2 Der Goodwill als Problem der Jahresabschlussanalyse
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Grundzüge der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP
2.2.1 Ansatz und Bewertung bei Erstbilanzierung
2.2.2 Ansatz und Bewertung bei Folgebilanzierung
2.2.3 Abgrenzung zur handelsrechtlichen Bilanzierung
2.3 Der Goodwill in der Jahresabschlussanalyse
2.3.1 Bilanzpolitische Ermessensspielräume durch die Goodwill-Bilanzierung
(1) Ermessensbehaftete Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen
(2) Ermessensbehaftete Bildung der reporting units
(3) Ermessensbehaftete Allokation von Vermögensgegenständen und Schulden auf die reporting units
(4) Ermessensbehaftete Allokation des Goodwill auf die reporting units
(5) Ermessensbehaftete fair value-Bewertung
2.3.2 Ausweis der Behandlung des Goodwill im Jahresabschluss
2.3.3 Empirische Studien
2.3.4 Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung für die Jahresabschlussanalyse
2.3.5 Ansätze für Aufbereitungsmaßnahmen hinsichtlich der Goodwill-Bilanzierung für die Jahresabschlussanalyse
(1) Verrechnung mit dem Eigenkapital
(2) Schätzmethodik
(3) Ausklammerung der Goodwill-Abschreibung
3 Auswirkungen auf zahlungsstromorientierte Kennzahlen
3.1 Begriffliche Eingrenzung und Definition des ökonomischen Gewinns
3.2 Einflussfaktoren auf den ökonomischen Gewinn
3.3 Analyse der Auswirkungen auf den ökonomischen Gewinn durch die neue Goodwill-Bilanzierung
3.4 Auswirkungen auf ausgesuchte Kennzahlen zur Messung der Business Performance
3.4.1 Begriff und Ermittlung des Cashflow
3.4.2 Ansätze der Discounted Cashflow-Verfahren
3.4.3 Die Grundkonzeption des Cashflow Return on Investment
3.4.4 Das Economic Value Added-Konzept
3.4.5 Zusammenfassende Darstellung und Beurteilung der Auswirkungen
3.5 Auswirkungen auf klassische finanzwirtschaftliche Kennzahlen
3.5.1 Auswirkungen auf die Finanzlage
3.5.2 Auswirkungen auf das bilanzanalytische Eigenkapital
4 Auswirkungen auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Darstellung des operativen Ergebnisses
4.2 Die Eigenkapitalrentabilität
4.3 Die Gesamtkapitalrentabilität
4.4 Das Return on Investment-Konzept
4.5 Die Berechnung der Earnings per Share
4.6 Zusammenfassende Darstellung und Beurteilung der Auswirkungen
5 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP auf wichtige bilanzanalytische Kennzahlen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die durch die Standards SFAS 141 und 142 eingeführten Ermessensspielräume die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen beeinträchtigen und wie Analysten diesen Herausforderungen durch Aufbereitungsmaßnahmen begegnen können.
2.3.1 Bilanzpolitische Ermessensspielräume durch die Goodwill-Bilanzierung
Die Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP ist nach der Veröffentlichung der neuen Standards in der Literatur zum Teil erheblich kritisiert worden. Nach der Ansicht von Ballwieser verstößt die Art und Weise, wie die Notwendigkeit zur außerplanmäßigen Abschreibung überprüft wird, gegen den Grundsatz nachprüfbarer Rechenschaft. Die unterschiedliche Schärfe der Kritik spiegelt, nach der hier vertretenen Meinung, die differenzierte Auffassung der jeweiligen Autoren bezüglich des bilanziellen Wesens des Geschäfts- oder Firmenwertes wieder. Er wird von einigen Autoren als immaterieller Vermögensgegenstand und damit als ewiges Sorgenkind des Bilanzrechts angesehen, von anderen hingegen als Bilanzierungshilfe und wieder von anderen als Wert eigener Art oder gar als heiße Luft charakterisiert. Der für den Untersuchungsrahmen entscheidenden Kritikpunkte liegt in den sich bietenden Ermessensspielräumen, die sich aus den neuen Standards ergeben können und in dem hohen Aufwand, der an das Rechnungswesen gestellt wird.
1 Grundlagen und Ziele der Analyse von US-GAAP - Abschlüssen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Jahresabschlussanalyse und stellt die theoretischen Rahmenbedingungen sowie die Zielsetzungen der US-amerikanischen Rechnungslegung dar.
2 Der Goodwill als Problem der Jahresabschlussanalyse: Hier werden die Grundlagen der Goodwill-Bilanzierung nach SFAS 141 und 142 sowie die damit verbundenen Ermessensspielräume und Probleme für den Bilanzanalysten detailliert analysiert.
3 Auswirkungen auf zahlungsstromorientierte Kennzahlen: Das Kapitel untersucht, wie sich die neue Goodwill-Bilanzierung auf Kennzahlen auswirkt, die auf dem ökonomischen Gewinn und Cashflow-Konzepten basieren.
4 Auswirkungen auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen: Hier erfolgt eine Analyse der Konsequenzen der Goodwill-Abschreibungen auf traditionelle Kennzahlen wie Rentabilitäten und den Gewinn pro Aktie.
5 Ausblick: Der abschließende Teil bietet eine Zusammenfassung der Ergebnisse und empfiehlt weiterführende, intensivere Analysemethoden für die Zukunft.
Goodwill, US-GAAP, SFAS 142, Bilanzanalyse, Jahresabschluss, Impairment, Geschäftswert, Erfolgsrechnung, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität, Return on Investment, Earnings per Share, Bilanzpolitik, Unternehmensbewertung
Die Arbeit analysiert kritisch die Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung nach den US-GAAP-Standards SFAS 141 und 142 auf die Aussagekraft und Vergleichbarkeit von bilanzanalytischen Kennzahlen.
Im Fokus stehen die bilanzpolitischen Spielräume bei der Goodwill-Behandlung, die Methoden der Unternehmensbewertung sowie die Auswirkungen auf verschiedene Performance-Kennzahlen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Umstellung auf einen "Impairment-only-Approach" auf die Analyse von Unternehmen auswirkt und welche Aufbereitungsmethoden eine objektivere Beurteilung ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der theoretischen Herleitung von Kennzahlen sowie der empirischen Untersuchung von DAX-30 und Dow Jones Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Problematisierung des Goodwills, die Analyse der Auswirkungen auf zahlungsstromorientierte Kennzahlen und die Untersuchung der Effekte auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen.
Wesentliche Begriffe sind Goodwill, US-GAAP, Impairment-Test, Bilanzanalyse, Earnings per Share und wertorientierte Performance-Kennzahlen wie EVA oder ROI.
Der Autor sieht kritisch, dass der Impairment-Ansatz dem Management große Ermessensspielräume einräumt, was die Volatilität der Ergebnisse erhöht und die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen erschwert.
Der Autor empfiehlt, Kennzahlen sowohl inklusive als auch exklusive Goodwill-Abschreibungen zu betrachten und moderne Analysemethoden wie die Diskriminanzanalyse ergänzend einzusetzen.
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