Diplomarbeit, 2003
111 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung von Goodwill nach US-GAAP und den Auswirkungen auf bilanzanalytische Kennzahlen. Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede zwischen der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP und der handelsrechtlichen Bilanzierung zu beleuchten und die Auswirkungen dieser Unterschiede auf die Jahresabschlussanalyse zu untersuchen.
Kapitel 1 behandelt die Grundlagen und Ziele der Analyse von US-GAAP-Abschlüssen. Es werden die allgemeine Motivation, die Ausrichtung und die Grenzen der internationalen Bilanzanalyse dargestellt. Darüber hinaus wird auf die Besonderheiten der US-amerikanischen Rechnungslegung im Vergleich zur deutschen Rechnungslegung eingegangen. Kapitel 2 konzentriert sich auf den Goodwill als Problem der Jahresabschlussanalyse. Es wird eine begriffliche Abgrenzung des Goodwills vorgenommen und die Grundzüge der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP erläutert. Im weiteren Verlauf werden die Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung auf die Jahresabschlussanalyse und mögliche Ansätze für Aufbereitungsmaßnahmen diskutiert. Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung auf zahlungsstromorientierte Kennzahlen. Hierbei werden die Begriffliche Eingrenzung und Definition des ökonomischen Gewinns sowie die Einflussfaktoren auf den ökonomischen Gewinn betrachtet. Anschließend wird die Analyse der Auswirkungen auf den ökonomischen Gewinn durch die neue Goodwill-Bilanzierung vorgestellt. Kapitel 4 behandelt die Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen. Es werden verschiedene Kennzahlen, wie die Eigenkapitalrentabilität, die Gesamtkapitalrentabilität und das Return on Investment-Konzept, im Hinblick auf die Goodwill-Bilanzierung betrachtet.
Goodwill-Bilanzierung, US-GAAP, Jahresabschlussanalyse, bilanzanalytische Kennzahlen, zahlungsstromorientierte Kennzahlen, erfolgswirtschaftliche Kennzahlen, ökonomischer Gewinn, Cashflow, Discounted Cashflow-Verfahren, Economic Value Added.
Goodwill ist der Betrag, den ein Käufer bei einer Unternehmensübernahme über den Marktwert der identifizierbaren Vermögenswerte hinaus zahlt, oft basierend auf Synergieerwartungen oder Markenreputation.
Unter US-GAAP wurde die planmäßige Abschreibung des Goodwills abgeschafft und durch den „impairment-only-approach“ ersetzt, bei dem nur bei tatsächlicher Wertminderung abgeschrieben wird.
Kritisiert werden die hohen Ermessensspielräume der Manager, die Abschreibungen hinauszögern oder durch subjektive Bewertungen der „reporting units“ beeinflussen können.
Da Goodwill das bilanzielle Eigenkapital erhöht, sinkt bei gleichbleibendem Gewinn die Rentabilitätskennzahl, was die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen erschweren kann.
Da Goodwill-Abschreibungen nicht zahlungswirksam sind (nicht-monetärer Charakter), haben sie keinen direkten Einfluss auf den Cashflow oder die Kapitalflussrechnung.
Oft wird empfohlen, den Goodwill zwar in der Kapitalstruktur zu belassen, seine Abschreibungen jedoch bei der Erfolgsrechnung auszuklammern, um die operative Leistung besser beurteilen zu können.
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