Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
I Theoretische Grundlagen
1 Definitionen
2 Entstehung von Mobbingkonstruktionen
3 Gruppendynamik und Rollenverteilung
II Präventionsmöglichkeiten
1 Voraussetzungen: Offenheit und Bereitschaft der Schule
2 Präventions- und Informationsangebote
III Interventionsmöglichkeiten
1 Streit-Schlichter-Programm
2 No Blame Approach
IV kritische Auseinandersetzung und Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht Mobbing als alltägliches Konstrukt im Leben von Schülern und analysiert kritisch verschiedene Präventions- und Interventionsansätze. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schulen durch effektive, wirkungsvolle und qualitative Maßnahmen einem Mobbinggeschehen entgegenwirken können und welche Bedingungen für den Erfolg dieser Ansätze entscheidend sind.
Gruppendynamik und Rollenverteilung
In diesem Gliederungspunkt werde ich auf die schon mehrfach erwähnte Rollenverteilung, sowie die Gruppendynamik innerhalb eines Mobbingprozesses eingehen. Dabei möchte ich die Konstruktion weiterhin theoretisch und anhand eines geeigneten Beispiels aus verschiedenen Standpunkten praxisnah beschreiben.
In der Abbildung eins sind die Rollenverteilung in einem Mobbingprozess und deren prozentuale Verteilung aufgeführt. Dieses Diagramm wurde während einer Untersuchung an der Ludwig-Maximilian Universität in München erstellt. Die Untersuchung wurde in den Jahrgängen der Klassenstufe fünf bis acht, also einer ähnlichen Zeitspanne, in der auch die von mir in Auszügen in Gliederungspunkt zwei angesprochene Schülerbefragung von Melzer und Rostampour durchgeführt wurde. Das Diagramm zeigt sieben unterschiedliche Rollen, die ich nun näher erläutern möchte, in dem ich jeder Rolle für die spätere Gruppendynamik eine wichtige Kurzbeschreibung zuordne, sowie deren prozentuale Verteilung kurz in Worte fassen werde.
Ohne Rolle: Diese Schülergruppe hält sich aus den Geschehnissen innerhalb der Klasse heraus und äußert sich niemals zu Vorkommnissen im Klassenverband, in den Pausen trifft man sie selten im Klassenraum an. Ihr prozentualer Anteil beträgt zwölf Prozent (vgl. Blum & Beck 2010: 44).
Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Mobbing als schulisches Problem ein und definiert die zentralen Kernfragen zur Effektivität von Präventions- und Interventionsangeboten.
I Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel klärt Mobbingbegriffe, erläutert die Entstehung von Mobbing als sozialen Prozess und analysiert die verschiedenen Rollen innerhalb einer Mobbingkonstruktion.
II Präventionsmöglichkeiten: Hier werden die Voraussetzungen für schulische Prävention erörtert und verschiedene Informations- sowie Trainingsangebote kritisch beleuchtet.
III Interventionsmöglichkeiten: Das Kapitel vergleicht das Streit-Schlichter-Programm (SSP) und den No Blame Approach (NBA) hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung, Stärken und Schwächen bei akuten Mobbingfällen.
IV kritische Auseinandersetzung und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und einer Diskussion darüber, wie Schulen durch ein vernetztes Gesamtkonzept nachhaltig gegen Mobbing agieren können.
Mobbing, Schule, Prävention, Intervention, Gruppendynamik, Rollenverteilung, Streit-Schlichter-Programm, No Blame Approach, Schulsozialarbeit, soziale Kompetenz, Lehrerrolle, Konfliktlösung, Gewalt an Schulen, Lernumfeld, Mobbing-Brille
Die Arbeit behandelt Mobbing als strukturelles Problem im Schulalltag und untersucht, wie Lehrkräfte und Schulen präventiv und intervenierend reagieren können.
Die zentralen Felder sind die theoretische Bestimmung des Mobbingkonstrukts, die Rolle der Gruppendynamik sowie der praktische Vergleich von Interventionsmethoden.
Das Ziel ist es, effektive Möglichkeiten zur Mobbing-Intervention aufzuzeigen und zu diskutieren, wie eine nachhaltige Verbesserung des Lernumfelds erreicht werden kann.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die durch Auswertungen von empirischen Daten aus Schüler- und Lehrerbefragungen sowie Evaluationsberichten ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse von Präventionsmaßnahmen und die detaillierte Untersuchung der Interventionsansätze SSP und NBA.
Wichtige Begriffe sind Mobbing, Prävention, Intervention, Gruppendynamik, No Blame Approach und Streit-Schlichter-Programm.
Während das SSP auf Vermittlung und Konfliktlösung durch geschulte Schüler setzt, fokussiert der NBA lösungsorientiert auf die Unterstützung des Betroffenen ohne Schuldzuweisungen an die Täter.
Die "Mobbing-Brille" dient Lehrkräften dazu, verdeckte Signale und Gruppendynamiken frühzeitig zu erkennen, um überhaupt wirksam eingreifen zu können.
Die Lehrkraft kann durch Passivität oder unbewusste Handlungen ein Mobbingkonstrukt ungewollt stützen, sollte jedoch als professionelle Instanz aktiv zur Lösungsfindung beitragen.
Eine einzelne Intervention reicht meist nicht aus; erst ein kontinuierlich begleitendes Gesamtkonzept, das verschiedene Bereiche der Schule vernetzt, sichert den langfristigen Erfolg.
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