Wissenschaftlicher Aufsatz, 2011
19 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Schmerztherapie in der perioperativen Phase
2.1 Schmerzmanagement
2.2 Schmerztherapeutischer Behandlungsprozess
2.3 Ansätze zur Optimierung des schmerztherapeutischen des Behandlungsprozesses
3. Qualität der perioperativen Schmerztherapie
3.1 Beurteilung und Erfassung von Schmerzen
3.2 Qualitätsziele in der postoperativen Schmerztherapie
4. Benchmarking in der perioperativen Schmerztherapie
4.1 Definition und Einordnung des Begriffs „Benchmarking“
4.2 Entwicklung des Benchmarkings
4.3 Benchmarking in der Akutschmerztherapie
4.4 QUIPS
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie unter Anwendung von Benchmarking-Instrumenten, um eine ergebnisorientierte Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen medizinischen Anbietern zu schaffen.
4.1 Definition und Einordnung des Begriffs „Benchmarking“
Der Begriff Benchmarking entstammt der englischen Handwerkertradition. Hier wurden im Mittelalter zur Reproduzierbarkeit von Längen und Größen Markierungen („marks“) in eine Werkbank („bench“) geritzt. (Fromm 1994)
Der Begriff Benchmarking stammt im wirtschaftswissenschafftlichen Zusammenhang aus dem Gebiet der Finanzwirtschaft. Ursprünglich ging es darum durch Benchmarking ein Aktienportfolio in Relation zu einem Standard-Portfolio zu setzen und damit vergleichbar zu machen. (Hoffjan 1997) Dabei wurden Vergleiche von Leistungen zwischen komplexen Systemen angestellt, bei denen es aufgrund von zahlreichen Komponenten nicht möglich ist die Leistung analytisch direkt zu bestimmen. So wurde das Konzept des Benchmarkings, auch unteranderem von der Informationstechnologie übernommen um die Leistung von Rechnersystemen zu vergleichen. Hierbei bediente man sich Parametern, die als Benchmarks die relative Leistung zu dem Vergleichssystem beschreiben. (Ludwig 1996)
Rau bezeichnet Benchmarking als strategisches Managementinstrument. (Rau 1996) Mit dessen Hilfe soll durch Vergleiche mit anderen internen oder externen Unternehmensbereichen ein Fundament für Entscheidungen und Wettbewerbsvorteile erlangt werden. (Götze und Bloech 1998)
Horvath und Herter beschreiben, dass beim Benchmarking „die Unterschiede zu anderen Unternehmen offengelegt werden, die Ursachen für die Unterschiede und Möglichkeiten zu Verbesserungen aufgezeigt, sowie wettbewerbsorientierte Zielvorgaben ermittelt werden“ sollen. (Horvath und Herter 1992)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite in der aktuellen Schmerztherapie deutscher Krankenhäuser und erörtert deren ethische, ökonomische sowie medizinische Relevanz.
2. Schmerztherapie in der perioperativen Phase: Dieses Kapitel differenziert zwischen akuter und chronischer Schmerztherapie und beschreibt die Komplexität der perioperativen Versorgung sowie die notwendigen Optimierungsansätze.
3. Qualität der perioperativen Schmerztherapie: Hier werden die Grundlagen der validierten Schmerzerfassung sowie spezifische funktionelle Qualitätsziele und Interventionsgrenzen definiert.
4. Benchmarking in der perioperativen Schmerztherapie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Benchmarkings und stellt mit dem Projekt QUIPS ein konkretes Instrument zur Qualitätssicherung in der Praxis vor.
5. Fazit: Das Fazit bewertet das Instrument QUIPS als wertvollen Fortschritt für die Qualitätssicherung, weist jedoch auf bestehende Herausforderungen wie den hohen Erfassungsaufwand und die Notwendigkeit objektiverer Parameter hin.
Akutschmerztherapie, Perioperative Phase, Benchmarking, Qualitätssicherung, QUIPS, Schmerzmanagement, Ergebnisorientierte Qualität, Prozessparameter, Patientenorientierung, Schmerzintensität, Behandlungsprozess, Benchmark, Gesundheitswesen, Krankenhausmanagement, Funktionsparameter.
Die Arbeit untersucht, wie durch das Management-Instrument Benchmarking die Qualität der postoperativen Schmerztherapie in Krankenhäusern nachhaltig verbessert werden kann.
Im Fokus stehen die Qualitätssicherung der Schmerztherapie, die Herausforderungen bei der Schmerzerfassung sowie die praktische Anwendung von Benchmarking-Prozessen in klinischen Einrichtungen.
Ziel ist es, ein Verständnis für ergebnisorientierte Qualitätsvergleiche zwischen Kliniken zu schaffen und die Chancen sowie Limitationen solcher Systeme aufzuzeigen.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines konkreten Benchmarking-Projekts (QUIPS) als Fallbeispiel herangezogen, um Theorie und Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Benchmarking, die klinischen Anforderungen an die Schmerztherapie und die spezifische Implementierung und Validierung des QUIPS-Erfassungsbogens.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Akutschmerztherapie, Benchmarking, Qualitätssicherung, QUIPS und Patientenorientierung charakterisiert.
QUIPS steht für „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“ und ist ein Instrument, das mittels eines validierten Fragebogens einen ergebnisorientierten Vergleich der Schmerztherapie zwischen Kliniken ermöglicht.
Die Zufriedenheit korreliert nicht zwingend mit der medizinischen Ergebnisqualität, da sie stark von der menschlichen Zuwendung durch das Klinikpersonal beeinflusst wird.
Die Datenerfassung ist sehr zeit- und personalaufwendig, was in Zeiten von Fallpauschalen und knappen Ressourcen eine erhebliche organisatorische Hürde darstellt.
Neben der reinen Schmerzintensität ist die Fähigkeit des Patienten zu atmen, zu husten und sich zu bewegen entscheidend, um Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Gelenkversteifungen zu vermeiden.
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