Wissenschaftliche Studie, 2011
48 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Forschungsgegenstand
1.3 Zielsetzung und persönliche Motivation
1.4 Methodik
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die Arbeitsinspektion
2.2 Gliederung der römisch-katholischen Kirche – von der Diözese zum Pfarramt
3. Erhebung
3.1 Befragungsplan
3.2 Interviewteilnehmer
3.3 Befragungsverfahren
4. Ergebnisse
4.1 Unterweisung in Funktion als Vertreter der Arbeitgeberin
4.2 Bekanntheit des Arbeitsinspektorates und dessen Aufgabe
4.3 Notwendigkeit von Arbeitnehmerschutzgesetze in röm.-kath. Kirche
4.4 Aufgabe des Pfarrers bezogen auf Beschäftigte
4.5 Gebot der Liebe und Arbeitnehmerschutz
4.6 Arbeitnehmerschutzrechtliche Basiselemente für Pfarrämter
4.7 Weitere Erkenntnis
5. Auswertung
5.1 Bestätigung oder Falsifizierung der Hypothesen
5.2 Antwort zur Forschungsfrage
6. Ausblick
7. Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Diözese St. Pölten und die Pfarrer als Vertreter der Arbeitgeberin für die Relevanz des Arbeitnehmerschutzes zu sensibilisieren und zu untersuchen, inwieweit die gesetzlichen Vorgaben des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) in den 11 römisch-katholischen Pfarrämtern des politischen Bezirkes St. Pölten bekannt sind und Anwendung finden.
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
In einer Zeit, in der der Einfluss der Finanzwelt und das Fortschreiten der Globalisierung eine immer größere Rolle spielt, ist eine Gefährdung des Arbeitnehmerschutzes erkennbar.
Dass der Arbeitnehmerschutz jedoch bereits an sich einen Wert darstellt, wird darin offenbar, dass dieser als vorbildhaftes Beispiel des Gesetzgebers in Zusammenhang mit dem Bewusstsein für ein gesundes Leben angeführt wird.1 Verschiedenste Personengruppen sind jedoch vom „klassischen“ Arbeitnehmerschutz ausgenommen. Diese sind jedoch für Arbeitnehmerschutzrechte anderer Gruppen oftmals maßgeblich verantwortlich. Und so besteht das Risiko, dass erstere Personengruppe, mangels Wissen, die Rechte der zweiten nicht wahrnimmt.
Es besteht daher die Notwendigkeit auch jene Personengruppe ob des etwaig vorhandenen Informationsdefizites zu erfassen und im Hinblick auf die Wahrnehmung des Arbeitnehmerschutzes zu sensibilisieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Ausgangslage, den Forschungsgegenstand und die persönliche Motivation des Autors ein und erläutert die gewählte methodische Vorgehensweise.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die organisatorischen Strukturen der Arbeitsinspektion sowie die kirchenrechtliche Gliederung von der Diözese bis hin zum Pfarramt dargelegt.
3. Erhebung: Es wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches eine Vollerhebung mittels qualitativer Interviews unter den 11 Pfarrern umfasst, um Primärdaten zur Thematik zu gewinnen.
4. Ergebnisse: Die Antworten der befragten Pfarrer werden kategorisiert ausgewertet, insbesondere hinsichtlich ihrer Unterweisung, ihrer Kenntnis über das Arbeitsinspektorat und der Umsetzung basaler Schutzvorkehrungen.
5. Auswertung: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Hypothesen überprüft und die zentrale Forschungsfrage basierend auf den erhobenen Daten beantwortet.
6. Ausblick: Der Autor resümiert die Offenheit der Befragten und leitet daraus einen dringenden Handlungsbedarf zur weiteren Sensibilisierung der Arbeitgeberin ab.
7. Zusammenfassung: Hier erfolgt ein abschließendes Resümee über die gesamte wissenschaftliche Arbeit und deren zentrale Erkenntnisse.
Arbeitnehmerschutz, ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, ASchG, römisch-katholische Kirche, Pfarramt, Pfarrer, Diözese St. Pölten, Arbeitsinspektion, Arbeitgeberfunktion, qualitative Interviews, Arbeitssicherheit, Arbeitsinspektorat, kirchliches Arbeitsrecht, Sensibilisierung, empirische Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) in den römisch-katholischen Pfarrämtern und der Rolle der Pfarrer als Arbeitgebervertreter.
Zentral sind die Kenntnisse der Pfarrer über ihre arbeitgeberrechtlichen Pflichten, die Wissensvermittlung durch die Diözese und die praktische Umsetzung von Sicherheitsvorkehrungen in den Pfarren.
Das Ziel ist es, die Diözese und die Pfarrer für die Notwendigkeit des Arbeitnehmerschutzes zu sensibilisieren, da hier ein Wissensdefizit vermutet wird.
Der Autor führte eine empirische Vollerhebung mittels qualitativer Experteninterviews in den 11 Pfarrämtern des politischen Bezirkes St. Pölten durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der kirchlichen und arbeitsschutzrechtlichen Strukturen, die Erhebung mittels Fragebogen und die anschließende Ergebnisanalyse.
Wichtige Begriffe sind Arbeitnehmerschutz, ASchG, Pfarramt, Diözese, Arbeitsinspektorat und Arbeitgeberfunktion.
Ja, die Arbeit untersucht, ob das religiöse Verständnis, dass christliche Nächstenliebe ausreicht, die Notwendigkeit für formale Arbeitnehmerschutzgesetze in den Augen der Pfarrer verdrängt.
Grundsätzlich wird die Notwendigkeit zwar anerkannt, jedoch fehlen den meisten Pfarrern konkrete Informationen über ihre Rolle als Vertreter der Arbeitgeberin und über die Aufgaben der Arbeitsinspektion.
Ja, der Autor identifiziert einen deutlichen Bedarf an Sensibilisierung und Informationsvermittlung seitens der Diözese, da bisher nur fragmentarische Kenntnisse vorliegen.
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