Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Sozialpsychologische Begriffe
2.1 Identität
2.2 Selbst
3 Selbstdarstellung
3.1 Definition
3.2 Arten und Techniken
3.3 Funktionen
4 Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten
4.1 Soziale Netzwerkseiten
4.1.1 Definition
4.1.2 Aufbau des Profils
4.2 Selbstdarstellung durch computervermittelte Kommunikation
4.2.1 Textualität statt Körperlichkeit
4.2.2 Die Rolle des Publikums
4.2.3 Bewusstheit und Kontrolle
4.2.4 Simulationspotenzial
4.3 Facebook oder Fakebook? – Die Rolle der Falschinformationen
5 Fazit
6 Literatur
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten (SNS) aus einer medienzentrierten kommunikationswissenschaftlichen Perspektive. Ziel ist es zu analysieren, wie die Merkmale computervermittelter Kommunikation (CVK) die Selbstdarstellung im Vergleich zur Face-to-face-Kommunikation verändern und ob dies dazu verleitet, Falschinformationen über die eigene Person zu verbreiten.
4.2.1 Textualität statt Körperlichkeit
Zentrales Merkmal aller Prozesse im virtuellen Raum ist die uneingeschränkte mediale Vermittlung aller Zeichen. Im Kontext CVK können keine personalen Sinnesdaten übermittelt oder empfangen werden (vgl. Misoch 2004: 130). So spielen beispielsweise Mimik und Gestik zwischen den Kommunikatoren, sowie verbale oder nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten (z.B. Ausdrucksweise, Kleidungsstil etc.) eine gravierende Rolle in der Face-to-face Kommunikation, um das Gegenüber zu verstehen. Diese Komplexe der Kommunikation entfallen in der textbasierten CVK ganz. Vielmehr haben sich dazu digitale Pendants herausgebildet.
Als Substitut zur verbalen Ausdrucksweise könnte beispielsweise die textbasierte Rechtschreibung des Anwenders gelten. (Vgl. Franz 2011: 10) Mangelnde soziale Hinweisreize und nonverbale Signale können neben der Rechtschreibung aber auch durch das Benutzen von Emoticons, Nachfragen, Soundwörter oder Aktionswörter kompensiert werden (vgl. Enz 2010: 40). Selbst das Schreiben in Dialektform stellt eine wichtige sprachliche Komponente dar, die sich in der CVK durchgesetzt hat und dem Kommunikator ein Stück weit Identität verschaffen kann (vgl. Nickels 2010: 25). Zudem werden die Symbole des ASCII Zeichensatzes dazu benutzt, um dem Gegenüber körperliche Zustände oder bestimmte Verhaltensweisen mitzuteilen (vgl. Beck 2006: 151). Ergo stimmen Menschen ihr Kommunikationsverhalten auf die Art und Weise hin ab, dass mediale Restriktionen hinsichtlich der Informationsfülle aktiv durch Textualität kompensiert werden (vgl. Döring 2003: 161).
Allerdings muss hierbei auch betont werden, dass nicht nur Pendants zur nonverbalen Kommunikation wie die eben erwähnten ASCII-Zeichen oder die Aktionswörter die CVK ausmachen. Vielmehr ist und bleibt die reine textbasierte Kommunikation ein geeignetes Indiz, um zum Beispiel die Glaubwürdigkeit des Gegenübers zu bewerten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enorme Relevanz sozialer Netzwerke im Web 2.0 und führt die Fragestellung zur Selbstdarstellung und deren medienzentrierter Perspektive ein.
2 Sozialpsychologische Begriffe: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Fundamente Identität und Selbst, die für das Verständnis des späteren Selbstdarstellungsphänomens essenziell sind.
3 Selbstdarstellung: Hier werden Definitionen, Arten, Techniken und Funktionen des Impression Managements theoretisch erarbeitet und mit dem dramaturgischen Modell von Goffman verknüpft.
4 Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten: Dieses Kernkapitel analysiert SNS als Plattformen, untersucht Profilelemente sowie die spezifischen Bedingungen der computervermittelten Kommunikation und prüft das Ausmaß an Falschinformationen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass SNS eher zur Selbstoffenbarung als zur massenhaften Identitätstäuschung genutzt werden.
6 Literatur: Das Literaturverzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit auf.
Selbstdarstellung, Soziale Netzwerkseiten, Impression Management, Identität, Selbst, Computervermittelte Kommunikation, Web 2.0, Profilgestaltung, Falschinformationen, Selbstoffenbarung, Identitätsarbeit, Kommunikation, Medienwirkung, Virtuelle Identität, Nutzerverhalten.
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Selbstdarstellung von Individuen auf sozialen Netzwerkseiten und wie diese durch die spezifischen Bedingungen des Internets beeinflusst wird.
Die Arbeit behandelt sozialpsychologische Identitätskonzepte, Strategien des Impression Managements und die medienwissenschaftliche Einordnung von sozialen Netzwerken im Kontext der computervermittelten Kommunikation.
Es soll untersucht werden, ob und wie computervermittelte Kommunikation die Selbstdarstellung verändert und inwieweit die technischen Möglichkeiten des Internets zur Verbreitung von Falschinformationen über die eigene Person anregen.
Es handelt sich um eine Analyse kommunikationswissenschaftlicher Literatur, die durch Ergebnisse empirischer Studien untermauert und verifiziert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe, Techniken), die strukturelle Analyse von SNS-Profilen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Merkmalen computervermittelter Kommunikation und aktuellen Studien zum Falschinformationspotenzial.
Die wichtigsten Begriffe sind Selbstdarstellung, Soziale Netzwerkseiten, Impression Management, Identität, computervermittelte Kommunikation und Selbstoffenbarung.
Diese Elemente fungieren als Instrumente des Impression Managements, durch die der Nutzer soziale Zugehörigkeit demonstriert oder sein Ansehen gezielt erhöhen kann.
Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Simulationsthese überschätzt wird und SNS eher als Raum der Selbstoffenbarung dienen, da der Abgleich mit dem realweltlichen sozialen Umfeld die Hemmschwelle für Täuschungen erhöht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

