Bachelorarbeit, 2011
51 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. DER BEGRIFF SCHWARZER TOURISMUS
2.1. DEFINITION UND ABGRENZUNG DES SCHWARZEN TOURISMUS
2.2. GRUNDLEGENDE ELEMENTE
2.2.1. HAUPTKATEGORIEN
2.2.2. ERSCHEINUNGSFORMEN
2.2.3. FACETTENDES SCHWARZEN TOURISMUS – PRODUCT FEATURES WITHIN A “DARKEST- LIGHTEST” FRAMEWORK OF SUPPLY
2.3. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND
3. DIE ANGEBOTSSEITE – DUNKLE ANBIETER
3.1. DARK FUN FACTORIES
3.2. DARK EXHIBITIONS
3.3. DARK DUNGEONS
3.4. DARK RESTING PLACES
3.5. DARK SHRINES
3.6. DARK CONFLICT SITES
3.7. DARK CAMPS OF GENOCIDE
4. DIE NACHFRAGESEITE - DER DUNKLE TOURIST
4.1. CHARAKTERISTIK
4.2. MOTIVE
5. PROBLEMFELDER UND HERAUSFORDERUNGEN DES SCHWARZEN TOURISMUS
5.1. DIE PARADOXIE DES UMGANGES MIT DEM TODE IN DER WESTLICHEN GESELLSCHAFT
5.2. ETHIK UND MORAL
5.3. KOMMODIFIKATION
5.4. MANAGEMENT
5.4.1. ALLGEMEINE HERAUSFORDERUNGEN
5.4.2. URSPRUNG UND ANFANG SCHWARZER TOURISMUSATTRAKTIONEN UND DIE RESULTIERENDEN PROBLEME UND MANAGEMENT AUFGABEN
5.4.3. THE HERITAGE FORCE FIELD
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "Schwarzen Tourismus" (Dark Tourism) als eine Form des Tourismus, die mit realem oder inszeniertem Tod, Leiden oder dem Makabren verbunden ist. Ziel ist es, den Begriff theoretisch einzuordnen, die Angebots- sowie Nachfrageseite kritisch zu analysieren und die ethischen sowie managementbezogenen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Kommodifikation des Todes, zu beleuchten.
3.2. Dark Exhibitions
Anders als bei den Dark Fun Factories steht bei den Dark Exhibitions nicht der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund, vielmehr soll der Kunde angeregt werden, sich mit der Thematik des Grauens und des Todes auf einer bildenden Ebene auseinander zu setzen, den Opfern zu gedenken und Geschehens kritisch zu reflektieren. Sie werden aus diesen Gründen als „ernster“ und folglich als „dunkler“ angesehen.
Obwohl diese Schwarze Tourismus Form einen bewahrenden Charakter besitzt, weist sie dennoch einen gewissen Grad an touristischer Infrastruktur auf und verfolgt des Weiteren auch wirtschaftliche Ziele.
Eine vielseitige Produktvariation ist bei Dark Exhibitions möglich. So können diese beabsichtig oder unbeabsichtigt erschaffen worden sein, jedoch befindet sich der Großteil nicht unmittelbar an dem realen Tatort. Somit fällt folglich die Mehrheit an Museen in die Kategorie der Dark Exhibitions, welche sich mit dem Tod und das Leiden auf einer bildenden oder gedenkenden Ebene beschäftigen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung des Tourismussektors trotz Krisenzeiten und führt in das Phänomen ein, dass Tatorte des Verbrechens und des Todes zu touristischen Hauptattraktionen werden.
2. DER BEGRIFF SCHWARZER TOURISMUS: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert den Schwarzen Tourismus und erörtert seine grundlegenden Elemente sowie den historischen Hintergrund der makabren Faszination des Menschen.
3. DIE ANGEBOTSSEITE – DUNKLE ANBIETER: Hier werden verschiedene Anbietertypen von unterhaltsamen "Fun Factories" bis hin zu den dunkelsten "Camps of Genocide" basierend auf einem Framework analysiert.
4. DIE NACHFRAGESEITE - DER DUNKLE TOURIST: Dieser Abschnitt widmet sich der Charakteristik und den komplexen Motiven der Besucher solcher dunklen Attraktionen, die von Gedenken bis hin zu blinder Neugier reichen.
5. PROBLEMFELDER UND HERAUSFORDERUNGEN DES SCHWARZEN TOURISMUS: Es werden die ethischen und moralischen Bedenken, die Problematik der Kommodifikation sowie die spezifischen Managementaufgaben an diesen sensiblen Orten detailliert diskutiert.
6. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass der Schwarze Tourismus trotz seiner historischen Tiefe ein weitgehend unanalysiertes und obskures Feld bleibt, das neue ethische Rahmenbedingungen für das Site-Management erfordert.
Schwarzer Tourismus, Thanatourismus, Dark Tourism, Kommodifikation, ethische Vertretbarkeit, Site-Management, Gedenkstätten, Holocaust, Krisentourismus, dunkle Anbieter, Besucherbedürfnisse, Sterblichkeit, Heritage Force Field, Kulturerbe, touristische Infrastruktur.
Die Arbeit behandelt den sogenannten "Schwarzen Tourismus" – also Reisen zu Orten, die mit realem oder inszeniertem Tod, Leiden oder Grausamkeiten in Verbindung stehen.
Neben der theoretischen Definition stehen die Angebotsstruktur der "dunklen" Anbieter, die psychologischen Motive der Touristen sowie die ethischen und managementbezogenen Herausforderungen dieser Tourismusform im Mittelpunkt.
Ziel ist es, das komplexe Phänomen des Schwarzen Tourismus kritisch zu durchleuchten, Kategorien zu schaffen, um die verschiedenen Angebote besser zu verstehen, und Handlungsempfehlungen für ein ethisch verantwortungsvolles Management abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und wendet etablierte Modelle wie das "darkest-lightest" Framework von Philip R. Stone und das "Heritage Force Field" zur Strukturierung der Analyse an.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse der Anbieterseite, die Beschreibung der Nachfragestruktur und eine kritische Auseinandersetzung mit Problemfeldern wie Ethik, Moral, Kommodifikation und Managementherausforderungen.
Zu den Kernbegriffen gehören Schwarzer Tourismus, Kommodifikation, ethische Vertretbarkeit, Site-Management, Gedenkstätten, Dark Tourism und touristische Infrastruktur.
Während "Dark Fun Factories" (wie z.B. London Dungeon) primär auf Unterhaltung und wirtschaftlichen Erfolg ausgelegt sind, stehen "Dark Camps of Genocide" (wie Auschwitz) für authentische Tatorte menschlichen Leids und dienen in erster Linie der Bildung und des Gedenkens.
Dark Shrines entstehen oft spontan und semi-permanent durch die Trauernden selbst. Problematisch wird es, wenn diese Orte durch Kommerzialisierung (wie bei Ground Zero) in den Bereich der "Dark Exhibitions" übergehen und ihre ursprüngliche Aura verlieren.
Die Arbeit schließt sich der Meinung an, dass herkömmliche Tourismusmanagement-Praktiken bei diesen Attraktionen nur beschränkt anwendbar sind, und plädiert eher für ein "Antimanagement" oder einen behutsamen "Hands-off"-Ansatz, um die Authentizität zu wahren.
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