Diplomarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Untersuchung
2. Aktuelle Bestandsaufnahme des Telekommunikationsmarktes
2.1 Die Bedeutung der Telekommunikation in der Weltwirtschaft
2.2 Die Märkte der Telekommunikation
2.2.1 Festnetz- und Mobilfunkmärkte
2.2.2 Internetmärkte
2.2.3 Online-Märkte
2.3 Steigende Datenmengen vs. Netzneutralität
2.4 Technologische Entwicklungen der Netze
2.5 Regulierungsanforderungen an neue Netze
3. Volkswirtschaftliche Analyse digitaler Marktdynamik
3.1 Monopolmärkte
3.1.1 Natürliche Monopolmärkte
3.1.2 Sunk Costs als Markteintrittsgrenze
3.1.3 Netzwerkeffekte als Markteintrittsgrenze
3.1.4 Monopolistische Bottlenecks
3.2 Die Auswirkungen von Marktmacht bzw. fehlendem Wettbewerb
3.3 Die Regulierung natürlicher Monopole
3.4 Deregulierungs- und Regulierungsaktivitäten
3.4.1 Motive der Deregulierung
3.4.2 Statische Effizienz
3.4.3 Dynamische Effizienz & Innovation
3.4.4 Wettbewerb durch Innovation
3.5 Deregulierung und die vertikale Integration von Diensten und Netzen
3.6 Wichtige Treiber in der Telekommunikation
4. Vergleich der Deregulierung in ausgewählten europäischen Ländern
4.1 Grundlagen zum europäischen Rahmen
4.2 Zentralisierung vs. Dezentralisierung der Regulierung
4.3 Die Entwicklung der Deregulierung in Deutschland
4.3.1 Marktanteilsentwicklung
4.3.2 Preis- und Mengenentwicklung im Festnetz und Mobilfunk
4.3.3 Breitbandentwicklung
4.4 Die Entwicklung der Deregulierung in Großbritannien
4.4.1 Marktanteilsentwicklung
4.4.2 Preis- und Mengenentwicklung im Festnetz und Mobilfunk
4.4.3 Breitbandentwicklung
4.5 Die Entwicklung der Deregulierung in Österreich
4.5.1 Marktanteilsentwicklung
4.5.2 Preis- und Mengenentwicklung im Festnetz und Mobilfunk
4.5.3 Breitbandentwicklung
4.6 Gegenüberstellung der Ergebnisse in den ausgewählten Ländern
5. Fazit
Die Arbeit untersucht den Wandel und die Entwicklung des Telekommunikationsmarktes, wobei ein besonderer Fokus auf der Wettbewerbssituation und der Machtstellung der etablierten Unternehmen (Incumbents) in Deutschland, Großbritannien und Österreich liegt. Ziel ist es zu analysieren, wie Innovationen unter verschiedenen Wettbewerbsbedingungen sowie durch De- bzw. Regulierungsmaßnahmen gefördert werden können.
3.1.1 NATÜRLICHE MONOPOLMÄRKTE
Unter einem natürlichen Monopol wird in der Volkswirtschaftslehre derjenige Zustand verstanden, bei dem ein einziger Anbieter einen Markt kostengünstiger bedienen kann als mehrere Anbieter. Dieser Vorteil entsteht in der Regel durch einen Größenvorteil (auch „Economies of Scale“ genannt) des Anbieters. Die sogenannten „Economies of Scale“ treten immer dann auf, wenn infolge steigender Produktionsmenge die Stückkosten bei gegebener Kapazität sinken. Konkurrierende Unternehmen, die diese Größenvorteile nicht im selben Umfang bzw. überhaupt nicht oder nicht im selben Zeitraum abfangen können, würden in einen Preiskampf eintreten, welcher meist ruinös endet.
Die Darstellung widerlegt, dass die Durchschnittskosten im gesamten Outputniveau kontinuierlich sinken und dadurch ein gewisser Preis nachgefragt wird. Betrachtet man den Fall aus dieser Sichtweise, so wäre es ökonomisch sinnvoll, das angebotene Gut nur durch ein Unternehmen produzieren zu lassen, da weitere Mitstreiter nur eine Steigerung der Kosten herbeiführen würden. Economies of Scale sind jedoch nur der Grund für das Zustandekommen eines natürlichen Monopols in einem Ein-Produkt-Fall.
Betrachtet man nun die Ausgangssituation eines Mehr-Produkt-Falles, so müssen die Aspekte der Verbund- („Economies of Scope“) und Dichtevorteile („Economies of Density“) berücksichtigt werden. Economies of Scope stellen denjenigen Vorteil dar, bei dem die gleichzeitige Produktion mehrerer Güter für ein Unternehmen günstiger wäre, als wenn diese durch jeweils mehrere Unternehmen gefertigt werden würden.
Economies of Density hingegen stellen einen Vorteil aufgrund einer größeren Ballung von Nachfragern in einem geografischen Raum dar. Demnach wird mit dem Begriff Dichtevorteil derjenige Vorteil zum Ausdruck gebracht, bei dem ein zusätzlicher Netzanschluss bei zunehmender Anschlussdichte mit sinkenden Kosten verbunden ist. Sie treten vor allem in Netzindustrien auf, da in diesen Branchen die Versorgungswege in der Kostenstruktur eine bedeutende Rolle spielen. Jedoch müssen die beschriebenen Effekte nicht zwangsläufig getrennt auftreten. Ob ein natürliches Monopol besteht, hängt grundsätzlich von der Gesamtkostensituation ab, bei der jeweils die Economies of Scale, die Economies of Scope und Economies of Density mit in Betracht gezogen werden müssen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enorme Entwicklung der TK-Branche seit der Marktöffnung und skizziert die Fragestellung bezüglich der Entwicklung und Wettbewerbssituation in Deutschland, Großbritannien und Österreich.
2. Aktuelle Bestandsaufnahme des Telekommunikationsmarktes: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Bedeutung der TK für die Weltwirtschaft, die verschiedenen Marktsegmente sowie aktuelle Diskussionen um Netzneutralität und technologische Trends.
3. Volkswirtschaftliche Analyse digitaler Marktdynamik: Es erfolgt eine detaillierte Analyse von Monopolen, Wettbewerbseffekten, Regulierungsrahmen sowie den Motiven und Instrumenten der Deregulierung und Innovationsförderung.
4. Vergleich der Deregulierung in ausgewählten europäischen Ländern: Dieser Hauptteil vergleicht die Liberalisierungs- und Deregulierungsschritte in Deutschland, Großbritannien und Österreich unter Berücksichtigung des europäischen Rahmens.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Investitionen in neue Netze sowie einer liberalen Ausgestaltung der Regulierungsrahmen zur Innovationsförderung.
Telekommunikation, Deregulierung, Wettbewerb, Innovation, natürliche Monopole, Breitbandausbau, Festnetz, Mobilfunk, Regulierung, Markteintrittsbarrieren, Netzneutralität, Investitionen, Europäische Union, Marktanteile, Wirtschaftswachstum.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung, Regulierung und den Wettbewerb auf den Telekommunikationsmärkten in Deutschland, Großbritannien und Österreich mit einem Fokus auf den Einfluss von Innovationen.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Grundlagen natürlicher Monopole, die verschiedenen Ansätze der Regulierung und Deregulierung, sowie ein detaillierter Vergleich der nationalen Marktentwicklungen in den drei genannten Ländern.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die Wettbewerbssituation und die Machtstellung der ehemaligen Monopolisten (Incumbents) entwickelt haben und unter welchen Bedingungen Innovationen am besten gefördert werden können.
Es handelt sich um eine volkswirtschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte (z. B. natürliche Monopole, Effizienzkriterien) mit empirischen Daten und Marktvergleichen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Marktdynamik (Monopole, Bottlenecks, Regulierungsinstrumente) und einen empirischen Ländervergleich bezüglich Marktanteilen, Preisentwicklungen und Breitbandausbau.
Die zentralen Begriffe sind Telekommunikation, Deregulierung, Wettbewerb, Innovation und Breitbandausbau.
Netzneutralität ist ein zentraler Aspekt im aktuellen Diskurs über Kapazitätsengpässe in Internetnetzen, da sie die Frage aufwirft, wie Datenverkehr gesteuert werden kann, ohne Innovationen zu hemmen oder Wettbewerb zu verzerren.
Die Arbeit analysiert unter anderem die Postreformen, die Marktanteilsentwicklung der Deutschen Telekom und die Rolle alternativer Wettbewerber beim Ausbau der Netzinfrastruktur.
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