Examensarbeit, 2011
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Problemstellung und Leitfragen der Arbeit
2. Begriffsbestimmung
2.1 Soziales Lernen
2.2 Kooperationsfähigkeit als Teil der Sozialkompetenz
3. Der Sportunterricht als Möglichkeit einer Förderung sozialen Miteinanders und kooperativen Verhaltens
3.1 Sozialförderung im Sportunterricht? Plädoyer für einen kooperativ gestalteten Sportunterricht
3.2 Zur Problematik von Kooperation und Wettkampf - ein Spannungsverhältnis
3.3 Merkmale und Auswahlkriterien von kooperativen Spielen
3.4 Klassifizierung von kooperativen Spielen
4. Planung der Unterrichtseinheit
4.1 Unterrichtsvoraussetzungen
4.1.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen
4.1.2 Räumlich-materielle Unterrichtsvoraussetzungen
4.1.3 Zur Lerngruppe
4.1.4 Der Kompetenzstand der Schüler
4.2 Bezug zum Rahmenlehrplan
4.3 Standardformulierungen
4.4 Standardkonkretisierung
4.5 Begründung der allgemeinen didaktischen und methodischen Entscheidungen
4.5.1 Didaktische Reduktion
4.5.2 Methodische Entscheidungen
5. Synopse der Unterrichtsreihe
6. Durchführung der Unterrichtsreihe - Darstellung und Analyse ausgewählter Unterrichtssequenzen
6.1 Darstellung der ersten Doppelstunde
6.1.1 Inhaltliche Schwerpunktsetzung
6.1.2 Standard und Standardkonkretisierung der ersten Doppelstunde
6.1.3 Unterrichtsverlauf
6.1.4 Methodisch-didaktische Entscheidungen
6.1.5 Übungsbeschreibung und Begründung der Auswahl
6.1.6 Reflexion der ersten Doppelstunde
6.2 Darstellung der zweiten Doppelstunde
6.2.1 Inhaltliche Schwerpunktsetzung
6.2.2 Standard und Standardkonkretisierung der zweiten Doppelstunde
6.2.3 Unterrichtsverlauf
6.2.4 Methodisch-didaktische Entscheidungen
6.2.5 Übungsbeschreibung und Begründung der Auswahl
6.2.6 Reflexion der zweiten Doppelstunde
7. Gesamtreflexion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch den gezielten Einsatz ausgewählter kooperativer Spiel- und Übungsformen die Sozialkompetenz und das soziale Handeln von Schülern einer 7. Klasse im Sportunterricht zu fördern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich durch ein solches methodisches Vorgehen soziale Verhaltensweisen proaktiv entwickeln lassen und ob eine positive Entwicklung der Kooperationsfähigkeit diagnostizierbar ist.
3.2 Zur Problematik von Kooperation und Wettkampf - ein Spannungsverhältnis
Wie bereits evoziert, ist Kooperationsfähigkeit ein bedeutender Aspekt der sozialen Kompetenz, der als Förderungsziel des Sportunterrichts einen eminent hohen Stellenwert in Anspruch nimmt. Bei der praktischen Realisierung wird dieser aber oftmals durch den Wettbewerbscharakter und den Konkurrenzgedanken interferiert, pointierter ausgedrückt: Wettbewerb und Kooperation stehen diametral zueinander. Um dem entgegenzuwirken, ist es von Bedeutung, Spiel- und Übungsanlässe zu kreieren, die den Wettbewerbsgedanken minimieren und stattdessen die Interaktion und das gemeinsame, zielgerichtete Wirken maximieren. Ausgangspunkt für die Propagierung kooperativer Aufgaben und Spiele war die Beobachtung, dass „die Betonung des Wettkampf- und Überbietungsprinzips im Schulsport bestimmte Schülergruppen permanent benachteiligt und von Erfolgserlebnissen weitgehend ausschließt.“19 Die Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung der betroffenen Schüler reichen oftmals über den Sportunterricht hinaus bis ins Erwachsenenalter.
Diesen sogenannten „sportschwachen“ Schülern20 wird der Weg zum lebenslangen Sporttreiben, der von der Sportpädagogik und -didaktik gefordert wird, erheblich erschwert. Andererseits wird Schülern, die einem beständigen Wettkampf- und Leistungsgedanken ausgesetzt sind, das Erlernen kooperativer Verhaltensformen ebenfalls verwehrt. Kompetitive Spiele können zu einer Verschlechterung der zwischenmenschlichen Beziehung und zu einer Abgrenzung der Spieler untereinander führen. Tatsächlich stehen Schüler im Sportunterricht in dreifacher Weise unter Konkurrenzdruck: 1.: Die Art der Wettkampfaufgabe bedingt das Gefühl der Schüler, den „Gegner“ überbieten zu müssen. 2.: Notengebung / Notendruck durch den Lehrer. 3.: Gruppendynamik, bzw. Rangordnungskämpfe, um informelle Positionen innerhalb des Klassengefüges einzunehmen oder zu behaupten.21 Diese Belastungssituationen für die Schüler und das damit einhergehende Aneignen ausschließlich kompetitiver Leistungsgedanken gilt es zu minimieren, daher einen Sportunterricht anzubieten, in dem die Schüler auf die Bewusstmachung gemeinsamen Sporttreibens hin erzogen werden. Es liegt nicht in der Intention dieser Ausführungen, Kooperation und Wettkampf strikt voneinander zu trennen oder den Konkurrenzgedanken gänzlich auszuschließen und zu verbannen. Es ist Utopie, anzunehmen, einen ausschließlich kooperativ gestalteten Sportunterricht anbieten zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Werterziehung im schulischen Kontext und leitet die Forschungsfrage zur Förderung des sozialen Handelns im Sportunterricht ab.
2. Begriffsbestimmung: Hier werden die zentralen theoretischen Begriffe "Soziales Lernen" und "Kooperationsfähigkeit" wissenschaftlich diskutiert und als Grundlage für die Unterrichtspraxis definiert.
3. Der Sportunterricht als Möglichkeit einer Förderung sozialen Miteinanders und kooperativen Verhaltens: Dieses Kapitel erläutert das Potenzial des Sportunterrichts zur Sozialerziehung und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Kooperation und Wettkampf.
4. Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die Rahmenbedingungen, die Lerngruppe, die methodischen Entscheidungen sowie der Bezug zum Rahmenlehrplan für die Konzeption der Unterrichtsreihe dargelegt.
5. Synopse der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Verlauf und die Lernziele der gesamten Unterrichtseinheit.
6. Durchführung der Unterrichtsreihe - Darstellung und Analyse ausgewählter Unterrichtssequenzen: Hier findet die detaillierte Auswertung der ausgewählten Doppelstunden statt, einschließlich Übungsbeschreibungen und Reflexionen.
7. Gesamtreflexion: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und beantwortet die in der Einleitung formulierten Leitfragen auf Basis der praktischen Erfahrungen.
Soziales Handeln, Kooperation, Sportunterricht, Sozialkompetenz, Kooperationsfähigkeit, Werterziehung, Gruppenprozesse, Teamentwicklung, Sozialerziehung, Bewegungsaufgaben, Hindernis-Parcours, Reflexion, Methodenkompetenz, Schulsport, Lernprozess.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der bewussten Förderung des sozialen Handelns und der Kooperationsfähigkeit von Schülern in einer 7. Klasse durch spezifisch ausgewählte Sportübungen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des sozialen Lernens, die methodische Planung von Unterrichtseinheiten zur Teamförderung und die praktische Erprobung kooperativer Bewegungsaufgaben.
Das primäre Ziel ist es, durch eine strukturierte Unterrichtsreihe prosoziale Verhaltensweisen bei Schülern anzubahnen und eine kooperative Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die den Leistungsdruck minimiert.
Der Autor nutzt einen interaktionistischen Ansatz, die Beobachtung von Gruppenprozessen sowie ein retrospektives Befragungsdesign zur Auswertung der Unterrichtssequenz.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit, die methodischen Entscheidungen zur Teamentwicklung sowie die Reflexion von zwei spezifisch ausgewählten Doppelstunden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziales Handeln, Kooperation, Teamentwicklung, Sportunterricht und Sozialkompetenz charakterisiert.
Das Modell wurde gewählt, um die Gruppenbildungsprozesse in der 7. Klasse systematisch zu steuern und die Schüler gezielt von der Kennenlernphase hin zur kooperativen Zusammenarbeit und Leistung zu führen.
Obwohl die Schüler die theoretische Auseinandersetzung in Form der Mannschaftsarbeitsblätter teils ablehnten, zeigte sich dennoch eine Steigerung der Eigenständigkeit und Motivation durch die aktive Mitgestaltung ihrer Aufwärmprogramme.
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