Magisterarbeit, 2010
139 Seiten, Note: 1,0
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der medialen Darstellung von Kinderarmut in viktorianischen Lichtbildserien, welche für die Magic Lantern produziert wurden. Die Arbeit analysiert zwei spezifische Lichtbildvorträge, "A Peep Behind The Scenes" und "Davy's Sacrifice; Or, The Children's Christmas", um zu erforschen, wie Kinderarmut in diesen Medien dargestellt wird und welche Funktionen diese Darstellungen in ihrem historischen Kontext erfüllten.
Kapitel 1 stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert den Kontext der viktorianischen Gesellschaft. Kapitel 2 beschreibt die mediengeschichtlichen Hintergründe von Lichtbildserien, insbesondere die Produktion der Firma Bamforth & Co. und deren Verwendung in kirchlichen und karitativen Organisationen. Kapitel 3 analysiert die beiden ausgewählten Lichtbildvorträge, "A Peep Behind The Scenes" und "Davy's Sacrifice; Or, The Children's Christmas", hinsichtlich ihrer Darstellung von Kinderarmut und den Funktionen dieser Darstellungen.
Kinderarmut, viktorianische Gesellschaft, Lichtbildvorträge, Magic Lantern, Bamforth & Co., Religious Tract Society, Evangelical Writing, Service of Song, "A Peep Behind The Scenes", "Davy's Sacrifice; Or, The Children's Christmas", Missionierung, Pädagogik, Propaganda, Moral, Religion, christliche Werte.
Die Magic Lantern war ein historisches Projektionsgerät, mit dem Glasbilder an eine Wand projiziert wurden. Im viktorianischen Zeitalter wurde sie für populäre Lichtbildvorträge genutzt.
Kinderarmut wurde oft ästhetisiert und emotionalisiert (z. B. durch "Life Model Slides"), um Mitleid zu erregen und christliche oder moralische Botschaften zu vermitteln.
Bamforth & Co. war ein bedeutender Produzent von Lichtbildserien. Ihre Bilder zeichneten sich durch eine spezifische Text-Bild-Dramaturgie aus, die für karitative Zwecke genutzt wurde.
Ein Service of Song war eine Kombination aus Lichtbildvortrag, Lesung und gemeinsamem Gesang, der häufig von kirchlichen Organisationen zur Missionierung eingesetzt wurde.
Kinder dienten oft als Identifikationsfiguren, deren Leiden oder Opferbereitschaft (wie in „Davy’s Sacrifice“) als moralisches Vorbild für das Publikum fungierte.
Unter Slumming versteht man das Interesse der wohlhabenderen Schichten am Elend der Armenviertel, was oft zu einer medialen Aufbereitung und Ästhetisierung des Großstadtelends führte.
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