Magisterarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 1,0
1. Zielsetzung, Vorgehen und Gliederung der Arbeit
2. Überblick über die Thanatosoziologie
2.1. Definitionen Thanatosoziologie, Thanatologie, Tod
2.2. Vertreter, Entwicklung und Stand der Thanatosoziologie
3. Darstellung der theoretischen Texte
3.1. Klaus Feldmann
3.1.1. Theoretischer Hintergrund
3.1.2. Herangehensweise
3.1.3. Menschen- und Gesellschaftsbild
3.1.4. Zielsetzung und Problemsicht
3.1.5. Grundaussagen
3.2. Armin Nassehi
3.2.1. Theoretischer Hintergrund
3.2.2. Herangehensweise
3.2.3. Menschen- und Gesellschaftsbild
3.2.4. Zielsetzung und Problemsicht
3.2.5. Grundaussagen
3.3. Frank Schiefer
3.3.1. Theoretischer Hintergrund
3.3.2. Herangehensweise
3.3.3. Menschen- und Gesellschaftsbild
3.3.4. Zielsetzung und Problemsicht
3.3.5. Grundaussagen
3.4. Céline Lafontaine
3.4.1. Theoretischer Hintergrund
3.4.2. Herangehensweise
3.4.3. Menschen- und Gesellschaftsbild
3.4.4. Zielsetzung und Problemsicht
3.4.5. Grundaussagen
4. Vergleich
4.1. Themenwahl der Autoren
4.2. Vergleich ausgewählter Themen
4.2.1. Thanatosoziologie
4.2.2. Sterben
4.2.2.1. Aussagen zum Sterben
4.2.2.2. Sterben im Krankenhaus
4.2.3. Tod
4.2.3.1. Aussagen zum Tod
4.2.3.2. Der Hirntod
4.2.4. Trauer
4.2.4.1. Aussagen zur Trauer
4.2.4.2. Todes- und Trauerriten
4.3. Mensch und Gesellschaft
4.3.1. Zusammenhang zwischen Mensch, Gesellschaft und Tod
4.3.2. Vorstellungen vom Tod
4.4. Verdrängung
4.4.1. Aussagen zur Verdrängung
4.4.2. Haltung zur Verdrängungsthese
4.5. Herangehensweise und Theorien
5. Schluss
Die Arbeit analysiert neuere soziologische Texte zum Themenbereich Sterben und Tod, um den Einfluss unterschiedlicher theoretischer Denkansätze auf das Verständnis des Umgangs mit diesen Phänomenen zu untersuchen und Zusammenhänge zwischen theoretischen Positionen und der Beurteilung soziologischer Sachverhalte aufzuzeigen.
1. Zielsetzung, Vorgehen und Gliederung der Arbeit
Diese Arbeit beschäftigt sich mit neueren soziologischen Texten zum Themenbereich Sterben und Tod. Sie soll zeigen, welchen Einfluss unterschiedliche soziologische Denkansätze auf die Erklärung des Umgangs mit den Themen Sterben, Tod und Trauer haben und untersuchen, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der theoretischen Position und der Beurteilung von Sachverhalten und der Auswahl von Themen, denen sich die Autoren widmen.
Der Soziologe Prof. Dr. Eugen Buß diagnostiziert für eine Mehrheit der Deutschen, sie würden die Themen Sterben und Tod verdrängen, hätten Angst vor dem Sterben und fänden keinen Trost mehr im Glauben, dadurch könnten sie nicht mit Freunden oder Familie darüber sprechen, was ernste Folgen, wie mangelnde finanzielle Absicherung der Angehörigen im Todesfall nach sich ziehen kann. Demgegenüber lassen sich zahlreiche Berichte über Menschen oder Gruppen finden, die sich mit dem Tod beschäftigen und ihn nicht aussperren.
1. Zielsetzung, Vorgehen und Gliederung der Arbeit: Das Kapitel führt in das Forschungsinteresse ein, das den Einfluss theoretischer Perspektiven auf die soziologische Auseinandersetzung mit Sterben und Tod untersucht.
2. Überblick über die Thanatosoziologie: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung der Thanatosoziologie sowie eine Darstellung ihrer historischen Entwicklung und Bedeutung innerhalb der Soziologie.
3. Darstellung der theoretischen Texte: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Ansätze von Klaus Feldmann, Armin Nassehi, Frank Schiefer und Céline Lafontaine hinsichtlich ihrer theoretischen Hintergründe, Menschenbilder und Kernausagen.
4. Vergleich: Die Theorien der vier Autoren werden systematisch vergleichend gegenübergestellt, wobei Schwerpunkte wie der Umgang mit dem Sterben, dem Hirntod und die Verdrängungsthese diskutiert werden.
5. Schluss: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und reflektiert, wie die jeweilige theoretische Grundhaltung die Themenwahl und die Urteilsbildung der Autoren beeinflusst hat.
Thanatosoziologie, Sterben, Tod, Trauer, Verdrängungsthese, Systemtheorie, Wissenssoziologie, Postmoderne, Medizinisierung, Hirntod, Totenkult, Individualisierung, Privatisierung, Gesellschaftsanalyse, Kultivierungstheorie
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse soziologischer Theorien, die den Umgang der modernen Gesellschaft mit dem Sterben, dem Tod und der Trauer in den Mittelpunkt ihrer Forschung stellen.
Die zentralen Themen sind der soziologische Begriff des Sterbens, die Relevanz des Hirntod-Konzepts, die Auswirkungen der Individualisierung und Privatisierung auf das Trauerverhalten sowie die Frage, ob der Tod in der Moderne tatsächlich verdrängt wird.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie unterschiedliche soziologische Denkschulen (z.B. Systemtheorie, Wissenssoziologie) den Umgang mit dem Lebensende interpretieren und inwieweit die theoretische Basis die Themenauswahl und die Bewertung gesellschaftlicher Probleme beeinflusst.
Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der die Texte von vier ausgewählten Soziologen (Feldmann, Nassehi, Schiefer, Lafontaine) systematisch im Hinblick auf ihre Grundannahmen und Aussagen verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzeldarstellung der theoretischen Positionen der gewählten Autoren und einen anschließenden thematischen Vergleich, der spezifische Aspekte wie den "Biosozialen Tod" oder die "Postmortale Gesellschaft" beleuchtet.
Wesentliche Begriffe sind Thanatosoziologie, Verdrängungsthese, Hirntod, Systemtheorie sowie die Soziologie der Postmoderne.
Die Autoren betrachten Krankenhäuser überwiegend kritisch als "totale Institutionen", die durch Medizinisierung und bürokratische Strukturen zu einer Depersonalisierung des Sterbens und einer sozialen Isolation der Sterbenden beitragen.
Während Nassehi/Weber die Verdrängung als ein funktionales Element der modernen Differenzierung sehen und eine "schnelle Verdrängungsdiagnose" kritisieren, interpretiert Lafontaine das Verschwinden des Todes aus dem öffentlichen Raum als Zeichen einer radikalen Dekonstruktion und postmortalen Gesellschaft.
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