Bachelorarbeit, 2009
54 Seiten, Note: 5,5
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen von Tourismus und Netzwerken
2.1 Begriffsbestimmung Tourismus
2.2 Alpiner Sporttourismus
2.3 Was sind Netzwerke?
2.4 Regionale Touristische Netzwerke
2.5 Zusammenfassung der Theoretischen Grundlagen
3 Entwicklung der Mountainbike-Industrie
3.1 Entstehungsgeschichte des Mountainbikes und dessen Typen
3.2 Warum Mountainbike?
3.2.1 Ökonomische Bedeutung des Mountainbike-Tourismus
3.2.2 Fallbeispiel Moab
3.2.3 Fallbeispiel Leogang
4 Empirische Untersuchung
4.1 Analyse des Mountainbike-Tourismus Netzwerk-Konzepts
4.1.1 Motive der Mountainbiker
4.1.2 Ansprüche der Mountainbiker an ihre Feriendestination
4.1.3 Mountainbike-Tourismus-Netzwerk
4.2 Analyse des Mountainbike-Tourismus-Netzwerks in Lenzeheride
4.2.1 Tourismusregion Lenzerheide
4.2.2 Mountainbike-Konzept Lenzerheide
4.2.3 Identifikation der Akteure in Lenzerheide und ihre Vernetzung
4.2.4 Mountainbike Angebote in Lenzerheide
4.3 Zusammenfassung der empirischen Untersuchung
5 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse
5.2 Diskussion
5.3 Fazit
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Mountainbike-Tourismus als Strategie für alpine Destinationen, um den sommerlichen Tourismus zu fördern und die wirtschaftliche Wertschöpfung zu steigern. Anhand der Tourismusregion Lenzerheide wird analysiert, inwieweit ein vernetztes Kooperationsmodell zwischen lokalen Akteuren wie Bergbahnen, Hotellerie und Tourismusorganisationen den Kundennutzen optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig sichern kann.
Warum Mountainbike?
Das touristische Potential, welches in Mountainbikern gesehen wird, ist einerseits Resultat diverser durchgeführter Studien als auch Ergebnis konkreter Beispiele aus verschiedenen Destinationen.
Gemäss einer Studie des BASPO, hat die Zahl der Mountainbiker unter der Schweizer Wohnbevölkerung im Zeitraum von 2000 bis 2008 von 4,3 % auf 4,7 % zugenommen (Lamprecht, Fischer & Stamm, 2008). Dies entspricht einer Zunahme von über 52‘000 Bikern (Bevölkerungszahlen: Bundesamt für Statistik). Auch die reinen Verkaufszahlen, welche von Velosuisse seit 2002 evaluiert werden, zeigen eine allgemein steigende Tendenz im Fahrradsektor. So wurden in der Schweiz im Jahr 2002 total 263‘000 Velos verkauft, wovon 120‘000 Mountainbikes waren. Im Jahr 2008 wurden total 314‘284 Velos abgesetzt. Davon 141‘952 Mountainbikes. Die allgemeine Zunahme von in der Schweiz verkauften Fahrrädern betrug somit rund 19,5 %; bei den Mountainbikes rund 18,3 %.
Rad fahren ist in den letzten Jahren vermehrt zu einem Lifestyle avanciert. Der Zukunftsforscher Matthias Horx (2007, S. 94) spricht von einer „Bike-Mania“ und dem Bike als „Gewinner des Klimawandels“. Seiner Ansicht nach setzt der moderne Stadtbewohner künftig vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel – oder er benutzt gleich ein „cooles“ Bike. Eine vom MTB-Fachmagazin „MountainBIKE“ durchgeführte Studie mit 13‘588 teilnehmenden Lesern (MountainBike, 2005), liefert verschiedene Resultate in Bezug auf das Reiseverhalten von Bikern. Demnach haben die durchschnittlichen Ausgaben für Reisen mit dem Bike zwischen 2006 und 2008 um knapp 12 % zugenommen. 91 % der Befragten gehen jährlich ein bis zwei Wochen in den MTB-Urlaub, wobei deren 79 % im Hotel oder in einer Pension übernachten.
1 Einleitung: Beleuchtung der touristischen Ausgangslage in der Schweiz und der Relevanz des Mountainbike-Tourismus als Alternative für den alpinen Sommer.
2 Theoretische Grundlagen von Tourismus und Netzwerken: Definition von Tourismus und Sporttourismus sowie Einführung in die Netzwerktheorie im Kontext touristischer Kooperationen.
3 Entwicklung der Mountainbike-Industrie: Darstellung der historischen Entwicklung des Mountainbikes und Analyse der ökonomischen Potenziale anhand von Fallbeispielen.
4 Empirische Untersuchung: Untersuchung der Motive und Ansprüche von Mountainbikern sowie Analyse des existierenden Netzwerks und der Angebote in der Region Lenzerheide.
5 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, kritische Diskussion der Netzwerkstrategien und Prognose zur weiteren Entwicklung des Mountainbike-Tourismus in der Region.
Mountainbike-Tourismus, Alpin-Tourismus, Destinationsmanagement, Netzwerktheorie, Lenzerheide, Angebotsanalyse, Sporttourismus, Kooperation, Wertschöpfung, Zielgruppenanalyse, touristische Infrastruktur, Tourismusregion, Sommergeschäft, Kundenbedürfnisse, Destinationsstrategie.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Mountainbiking als Erfolgsgarant für den alpinen Sommertourismus fungieren kann, insbesondere durch eine verbesserte Netzwerkbildung zwischen touristischen Akteuren.
Die zentralen Felder umfassen die Netzwerktheorie im Tourismus, die Entwicklung der Mountainbike-Industrie sowie die spezifische Angebots- und Netzwerkstruktur in der Region Lenzerheide.
Das Hauptziel ist es, ein touristisches Netzwerk-Konzept auf Basis des Mountainbike-Tourismus zu entwickeln, das der Region Lenzerheide hilft, sich als konkurrenzfähige Bike-Destination zu positionieren.
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen mit einer empirischen Untersuchung, die auf Experteninterviews und Benchmark-Analysen in der Region Lenzerheide basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Motive und Bedürfnisse der Mountainbiker als Zielgruppe identifiziert, um darauf aufbauend die vorhandenen Angebote und Akteursstrukturen in Lenzerheide zu bewerten.
Wichtige Begriffe sind Mountainbike-Tourismus, Netzwerk-Kooperation, Destinationsentwicklung, Kundennutzen, Wertschöpfungskette und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Arbeit stellt fest, dass eine organisierte, strategische Vernetzung unter den Leistungsträgern in Lenzerheide bislang weitgehend fehlt; die Kontakte sind eher informeller Natur und laufen primär über Lenzerheide Tourismus.
Der Transport mit Bergbahnen wird als kritischer Erfolgsfaktor für Destinationen hervorgehoben, da Mountainbiker vermehrt die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für ihre Aktivitäten nachfragen.
Die Autorin schlussfolgert, dass Lenzerheide über großes Potenzial verfügt, eine erfolgreiche Umsetzung aber zwingend eine engere, verbindlichere Kooperation der Akteure sowie einen Ausbau der Infrastruktur erfordert.
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