Wissenschaftlicher Aufsatz, 2012
15 Seiten
1. Möglichkeiten und Grenzen der klassischen Krankenhausorganisation
1.1 Einleitende Überlegungen
1.2 Aufgaben und Organisation des Krankenhauses im traditionellen Verständnis
1.2.1 Aufgaben des klassischen Krankenhauses
1.2.2 Organisation des klassischen Krankenhauses
2. Organisationsgestaltung und Führung von Krankenhäusern im DRG-Zeitalter
2.1 Das „Krankenhaus 2.0“
2.1.1 Aufbau- und Ablauforganisation des Krankenhauses im DRG-System
2.1.2 Mitarbeiterführung im DRG-Krankenhaus
3. Organisatorische Gestaltung in einem zukünftigen und zukunftsfähigem Krankenhaus
Diese Arbeit untersucht die organisatorischen Veränderungen von Krankenhäusern im Kontext der Einführung des DRG-Systems. Ziel ist es, die Entwicklung von traditionellen, chefarztdominierten Strukturen hin zu modernen, prozessorientierten Betriebsweisen kritisch zu analysieren und Kriterien für ein zukunftsfähiges „Krankenhaus 3.0“ abzuleiten.
1.1 Einleitende Überlegungen
Zum Verständnis der häufig in vielen Krankenhäusern gewachsenen Organisationsstruktur ist ein kurzer Blick in die Geschichte des Krankenhauswesens hilfreich. Hierbei kommt es nicht auf eine historisch korrekte Beschreibung an, die an dieser Stelle auch nicht geleistet werden könnte, sondern es geht vielmehr darum, holzschnittartig herauszustellen, worin der eigentliche Unterschied zwischen dem klassischen im Mittelalter begründeten Hospizwesen und dem DRG-gesteuerten Krankenhaus der Gegenwart besteht. Diesen Unterschied zu verstehen, fällt Ärzten, Patienten und der Allgemeinbevölkerung, die mittels demokratischer Voten durchaus über die Möglichkeit verfügt, zumindest indirekt die Grundzüge der Gesundheitspolitik mitzubestimmen, gleichermaßen schwer.
Eine gedankliche Klärung erscheint somit angebracht. Im Folgenden soll jedoch nicht nur der Unterschied zwischen eher karitativ denn ökonomisch dominierten Ansätzen der Krankenhausführung erörtert werden, sondern aus dem vertieften Verständnis der beiden zunächst konträr und schwer vereinbar anmutenden Ansätze sind unmittelbar Überlegungen abzuleiten, auf welche Weise die in der betriebswirtschaftlichen Forschung entwickelten möglichen betrieblichen Organisationsformen einen Beitrag dazu leisten können, das Krankenhaus weder als reines Wirtschaftsunternehmen, noch als ausschließliche Stätte der Barmherzigkeit zu verstehen.
An dieser Stelle soll betont werden, dass es sich bei der Frage nach der bestmöglichen Organisation des Betriebes „Krankenhaus“ keinesfalls um ein Glasperlenspiel handelt. Nur eine gleichzeitig an die Realität wirtschaftlicher Notwendigkeiten ebenso wie an den humanitär-gesellschaftlichen Auftrag angepasste Organisationsstruktur wird die Existenz eines Krankenhauses auf Dauer sichern können. Wie eine solche Organisationsstruktur aussehen könnte und welche Mühe die notwendige Umgestaltung allen Beteiligten abverlangt, soll den Schlusspunkt der hier angestellten Überlegungen bilden.
1. Möglichkeiten und Grenzen der klassischen Krankenhausorganisation: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom karitativen Hospizwesen zum organmedizinisch geprägten Krankenhaus und analysiert die typische, chefarztdominierte Einlinienorganisation sowie deren strukturelle Schwachstellen.
2. Organisationsgestaltung und Führung von Krankenhäusern im DRG-Zeitalter: Hier wird der Transformationsprozess durch das DRG-System beschrieben, wobei der Fokus auf der Marginalisierung ärztlicher Macht, der Notwendigkeit einer prozessorientierten Gestaltung und modernen Ansätzen der Mitarbeiterführung liegt.
3. Organisatorische Gestaltung in einem zukünftigen und zukunftsfähigem Krankenhaus: Das abschließende Kapitel definiert die Anforderungen an das „Krankenhaus 3.0“, welches durch eine hohe integrative Funktion, klinische Pfade und einen kooperativen Führungsstil geprägt sein soll.
Krankenhausorganisation, DRG-System, Krankenhaus 1.0, Krankenhaus 2.0, Krankenhaus 3.0, Prozessorientierung, Klinikpfade, Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Mitarbeiterführung, Gesundheitsdienstleistung, ärztliche Profession, Ökonomisierung, Organisationsstruktur, Krankenhausmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit dem organisatorischen Wandel von Krankenhäusern in Deutschland unter dem Einfluss ökonomischer Rahmenbedingungen, insbesondere der Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG).
Zu den Kernbereichen zählen die historische Entwicklung der Klinikorganisation, die Analyse von Aufbau- und Ablauforganisationen, die Auswirkungen der Ökonomisierung auf ärztliches Handeln sowie die Anforderungen an modernes Management.
Ziel ist es, die Defizite klassischer Krankenhausstrukturen aufzuzeigen und Kriterien für eine zukunftssichere, integrative und effiziente Krankenhausorganisation zu formulieren.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse betriebswirtschaftlicher Organisationsformen und setzt diese in den Kontext der medizingeschichtlichen Entwicklung sowie aktueller Managementtheorien.
Im Hauptteil werden das traditionelle Einliniensystem, das „Krankenhaus 2.0“ im DRG-Zeitalter, klinische Pfade (Clinical Pathways) sowie moderne Führungsstile und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Krankenhausorganisation, DRG-System, Prozessmanagement, klinische Pfade und Organisationsentwicklung geprägt.
Das „Krankenhaus 1.0“ zeichnet sich durch eine starke Dominanz des Chefarztes und eine hierarchische Einlinienorganisation aus, während das „Krankenhaus 2.0“ durch Ressourcenknappheit und eine Verschiebung der Macht zur ökonomischen Geschäftsführung gekennzeichnet ist.
Klinische Pfade ermöglichen eine prozessorientierte Behandlung, die über Abteilungsgrenzen hinweg strukturiert ist, wodurch Effizienz gesteigert und die Qualität der Patientenversorgung besser sichergestellt werden kann.
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