Examensarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
I Theoretischer Teil
2. Lehrerfunktionen
3. Differenzielles Lernen
3.1 Traditionelle Formen des Lehren und Lernens
3.2 Defizite traditioneller Lehrmodelle
3.3 Individualität und Situativität
3.4 Sytemdynamischer Ansatz und Informationstheoretischer Ansatz
3.5 Induktive und deduktive Lehrkonzepte
3.6 Differenzielles Lernen und verändertes Lehrerbild
4. Motivation
4.1 Motive und Einstellungen
4.2 Leistungsmotivation
4.3 Möglichkeiten von Motivation im Sportunterricht
4.4 Differenzielles Lernen und Motivation
II Praktischer Teil
5. Lerngruppenbeschreibung
6. Methodisch- didaktische Überlegungen
7. Lernziele
7.1 Ziel der Unterrichtsreihe
7.2 Teillernziele
8. Durchführung und Evaluation
8.1 Ablaufplanung des Konzeptes
8.2 Mögliche Ursachen fehlender Motivation im Hochsprung
8.3 Instrumente der Evaluation
8.4 Entwicklung der individuellen Hochsprungleistung
8.5 Auswertung der Evaluationsinstrumente
9. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein didaktisches Konzept zur Motivationssteigerung im Hochsprung zu entwickeln und zu evaluieren, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob die Anwendung der Methode des Differenziellen Lernens zu einer signifikanten Motivationssteigerung bei den Lernenden führt.
3. Differenzielles Lernen
Traditionelle Lernansätze sind vereinfacht gesagt auf eng gefasste, personenunabhängige Idealbewegungen ausgerichtet. Dabei wird versucht, sich mittels unmittelbarer Ist-Sollwertminimierung einem Ideal anzunähern. Bewegungen, die von der vermeintlichen Idealbewegung abweichen, werden daher als Fehler interpretiert. Diese sollen beim Erlernen vermieden werden. Jedoch diskutierte man schon früh (vgl. MATWEJEW 1972) über die Nichtwiederholbarkeit sowie die Individualität sportlicher Bewegungen. Auch aufgrund pädagogischer Überlegungen sind klassische Lehrmethoden zu hinterfragen. Wenn eine Methode sowie eine Bewegung für alle Schülerinnen und Schüler die einzig richtige ist, wird die Verantwortlichkeit für erbrachte Leistungen implizit an die genetische Disposition der Lerngruppe abgegeben (vgl. SCHÖLLHORN et.al. 2009b). Folglich würden Ursachen für Lern- und Leistungsunterschiede nicht im Einflussbereich der Sportlehrkräfte liegen.
Beim Differenziellen Lernen geht man davon aus, dass eine zusätzliche Verstärkung der ohnehin auftretenden Schwankungen (Fluktuationen) einen leistungssteigernden Effekt besitzt. Es wird angenommen, dass der Lösungsbereich einer Bewegung nicht mehr relativ eng gefasst wird, sondern weiter betrachtet werden muss und dabei nicht wiederholt werden kann. Die Anpassung an immer neue Situationen wird dabei stärker in den Vordergrund gestellt, da keine Bewegung, und sei sie von außen betrachtet noch so identisch, gleich sein kann. SCHÖLLHORN (1999) geht davon aus, dass größere Abweichungen von der vermeintlichen Idealtechnik eine fundamentale Bedeutung für den Erkenntnisgewinn haben und die Fähigkeit verbessert, sich an neue Situationen besser und variabler anzupassen. Daraus resultiert, dass das wiederholte Üben einer vorgegebenen Idealtechnik nicht den schnellsten und nachhaltigsten Erfolg verspricht (vgl. STREBE 2009). In der Konsequenz heißt dies für die praktische Umsetzung im Sportunterricht:
1. Einleitung: Beschreibt das Ausgangsdefizit motivloser Lernprozesse im Sport und führt in das Konzept des Differenziellen Lernens ein.
2. Lehrerfunktionen: Definiert die Anforderungen an die Lehrkraft im Kontext der Motivationsförderung durch Differenzielles Lernen.
3. Differenzielles Lernen: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Methode im Gegensatz zu traditionellen Idealbewegungsansätzen.
4. Motivation: Beleuchtet theoretische Modelle der Motivation und deren Anwendung in schulischen Sportkontexten.
5. Lerngruppenbeschreibung: Charaktersisiert die untersuchte 11. Jahrgangsstufe hinsichtlich ihrer sportlichen Vorerfahrungen und Interessen.
6. Methodisch- didaktische Überlegungen: Begründet die Wahl des Differenziellen Lernens zur Vermittlung komplexer technischer Fertigkeiten im Hochsprung.
7. Lernziele: Formuliert die angestrebten psycho-motorischen, kognitiven und sozial-affektiven Kompetenzen der Unterrichtsreihe.
8. Durchführung und Evaluation: Dokumentiert das methodische Vorgehen und die Analyse der gesammelten Daten zur Motivations- und Leistungsentwicklung.
9. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Effektivität des Konzeptes sowie zukünftige Optimierungspotenziale.
Differenzielles Lernen, Motivation, Hochsprung, Sportunterricht, Leistungsmotivation, Bewegungslernen, Feedback, Selbstevaluation, Lerntagebuch, Idealtechnik, Variabilität, Sportdidaktik, Motivationssteigerung, Schulsport, Bewegungsgestaltung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Motivationssteigerung im Schulsport, speziell am Beispiel der leichtathletischen Disziplin Hochsprung, unter Anwendung der Methode des Differenziellen Lernens.
Die zentralen Felder umfassen die Motivationspsychologie, die Theorie des Differenziellen Lernens und die praktische Umsetzung einer sportpraktischen Unterrichtsreihe.
Das primäre Ziel ist es nachzuweisen, dass durch die Abkehr von starren Idealbewegungen hin zu individualisierten Bewegungsvariationen die Motivation und die sportliche Leistung der Lernenden gesteigert werden können.
Es handelt sich um ein empirisches Unterrichtsvorhaben, das durch qualitative und quantitative Instrumente wie Fragebögen, Lerntagebücher und Beobachtungsverfahren evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über pädagogische und sportwissenschaftliche Grundlagen sowie einen praktischen Teil mit detaillierter Ablaufplanung und Auswertung der erhobenen Daten.
Besonders prägend sind die Begriffe Differenzielles Lernen, individuelle Leistungsfähigkeit, Motivation im Sportunterricht und die spezifische Methodik zur Hochsprungoptimierung.
Die Motivation wurde mittels spezifischer Fragebögen (Leistungsmotivation, Vorerfahrungen), Lerntagebüchern und begleitenden Beobachtungsbögen erfasst und ausgewertet.
Individualität bildet den Kern der Arbeit; statt eines starren Modells soll jeder Schüler durch den eigenen Lösungsspielraum die für ihn persönlich optimale Technik finden.
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