Diplomarbeit, 2003
124 Seiten, Note: eins
1. Einleitung
2. Problemstellung
2.1 Zweck und Nutzen der Sesamstraße: Das pädagogische Konzept der Vorschulsendung auf dem Prüfstand
2.1.1 Exkurs: Die Geschichte der Sesamstraße oder der Bildungsnotstand und die Geburt des Vorschulfernsehens
2.1.2 Warum aus der Sesame Street die Sesamstraße wurde - die Schwerpunktfrage
2.1.3 Unter der Lupe: die Sesamstraße als Forschungsobjekt
2.2 Die Rolle der Eltern beim Lernen mit der Sesamstraße
2.3 Eltern, Kinder, ihr Fernsehverhalten und die Frage nach der Nostalgie
2.3.1 Generationenbeziehungen beim Fernsehen
2.3.2 Die Frage nach der Nostalgie
3. Methode
3.1 Die Stichprobe: 31 Eltern mit Sesamstraßenkenntnissen
3.2 Die Erhebungsmethode: der Internetfragebogen
3.3 Die Auswertung: Kategorisierung, Kodierung und mathematische Operationen
3.3.1 Die Kategorisierung und Kodierung
3.3.2 Die mathematischen Operationen
4. Ergebnisse
4.1 Überprüfung der ersten Hypothese, dass... Eltern Sendungen für ihre Kinder auswählen, die sie in ihrer eigenen Kindheit selbst gern gesehen haben
4.2 Überprüfung der zweiten Hypothese, dass... Eltern, die früher gern die Sesamstraße gesehen haben, der Sendung gegenüber auch heute noch positiv eingestellt sind
4.3 Überprüfung der dritten Hypothese, dass... Eltern die alten Sesamstraßenfolgen, die sie aus ihrer Kindheit kennen, lieber mögen als die neuen aktuellen Folgen.
5. Diskussion und Anregungen für weiterführenden Untersuchungen
5.1 Diskussion und Anregungen aus den Ergebnissen zur Überprüfung der ersten Hypothese, dass Eltern Sendungen für ihre Kinder auswählen, die sie in ihrer eigenen Kindheit selbst gern gesehen haben
5.2 Diskussion und Anregungen aus den Ergebnissen zur Überprüfung der zweiten Hypothese, dass Eltern, die früher gern die Sesamstraße gesehen haben, der Sendung gegenüber auch heute noch positiv eingestellt sind
5.3 Diskussion und Anregungen aus den Ergebnissen zur Überprüfung der dritten Hypothese, dass Eltern die alten Sesamstraßenfolgen, die sie aus ihrer Kindheit kennen, lieber mögen als die neuen aktuellen Folgen
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen der Sesamstraßen-Nostalgie bei Eltern und deren Einfluss auf das Medienverhalten ihrer Kinder. Im Zentrum steht die Frage, ob Eltern Sendungen bevorzugen, die sie aus ihrer eigenen Kindheit kennen, und wie sie die aktuelle Sesamstraße im Vergleich dazu bewerten.
2.1.2 Warum aus der Sesame Street die Sesamstraße wurde – die Schwerpunktfrage
Am 1. August 1972 wurde die amerikanische Originalfassung zum ersten Mal in den Dritten Programmen des deutschen Fernsehens ausgestrahlt. Die erste deutsche Bearbeitung, die nun den Namen Sesamstraße und nicht mehr Sesame Street trug, folgte am 8. Januar 1973. Einzig der Bayerische Rundfunk (BR) lehnte eine Ausstrahlung ab. Seine Gründe: die Sendung sei nicht auf die deutschen Verhältnisse zugeschnitten, das Auffassungsvermögen durch die Sesamstraße überfordert. Zudem missfiel ihm die damalige Nutzung von Mitteln und Methoden der Marktwerbung.
Um die Problematik der Übertragung von amerikanischen Straßen- und Slumszenen auf deutsche Verhältnisse aufzuheben, verzichtete die deutsche Sesamstraßen-Redaktion von 1976 an auf die amerikanischen Szenen. Doch nun fehlten den jungen Zuschauern die wiedererkennbaren Orte und Identifikationsfiguren, so dass ein neues Konzept entwickelt wurde und von 1978 an die neuen Puppen Samson, Tiffy und Co. zusammen mit deutschen Darstellern in einer typisch deutschen Umgebung in der Sesamstraße zu sehen waren (vgl. Bents, I., Weiß, S. (2000)).
Nach Paus-Haase (1995) liegt der in Deutschland produzierte Anteil der Sesamstraßen-Programmelemente inzwischen bei rund 50 Prozent. Grund für diesen hohen Anteil an Eigenproduktion sind die unterschiedlichen Zielvorstellungen: Lange Zeit war das Ziel der amerikanischen Version vor allem die Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten, die Vorbereitung auf die Schule sowie eine allgemeine intellektuelle Anregung. So enthielt sie vor allem Vorübungen zum Lesenlernen, Anregungen zum Umgang mit Zahlen und Größenverhältnissen, Übungen zur Wahrnehmung und zu räumlichen und zeitlichen Beziehungen (vgl. Greenfield, P. M. (1987)). Zur aktuellen Entwicklung sagt Sesamstraßen-Redakteurin Sandra Le Blanc in der Sesamstraßen-Pressemappe von Bents und Weiß (2000): „Heute weiß man auch in Amerika, dass man genauso viel für die emotionale, soziale Entwicklung der Kinder tun kann wie für die kognitive.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Phänomen der Sesamstraßen-Nostalgie anhand aktueller Presseberichte und definiert das Ziel der explorativen Studie.
2. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert das pädagogische Konzept der Sesamstraße, ihre Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der elterlichen Einstellung für den Erfolg der Sendung bei Kindern.
3. Methode: Hier werden das methodische Vorgehen, die Konstruktion des Internetfragebogens sowie die Zusammensetzung der Stichprobe von 31 Eltern detailliert beschrieben.
4. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Hypothesenprüfung, unter anderem hinsichtlich der Präferenz für Kindheitsklassiker und der Sympathie für alte versus neue Folgen.
5. Diskussion und Anregungen für weiterführenden Untersuchungen: Abschließend werden die Befunde kritisch diskutiert, Interpretationsgrenzen aufgezeigt und Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nostalgieforschung gegeben.
Sesamstraße, Nostalgie, Eltern, Kinderfernsehen, Medienpräferenzen, Vorschulbildung, Internetbefragung, soziale Entwicklung, kognitive Lernziele, Identifikationsfiguren, Fernsehverhalten, Klassiker, pädagogisches Konzept, Familienformat.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Nostalgie gegenüber der Sesamstraße bei Eltern von Vorschulkindern und analysiert, ob diese Nostalgie die Auswahl und Bewertung der Sendung durch die Eltern beeinflusst.
Zentrale Felder sind elterliche Medienbiografien, die Bedeutung der Sesamstraße als "Klassiker" der eigenen Kindheit sowie die pädagogische Einschätzung der Sendung für die aktuelle Generation der Drei- bis Sechsjährigen.
Das primäre Ziel ist es, in einer explorativen Pilotstudie Anhaltspunkte für die Nostalgie-Forschung zu gewinnen und Redakteuren der Sesamstraße aufzuzeigen, ob und warum die Elterngeneration erreicht wird oder nicht.
Es wurde eine explorative Untersuchung mit 31 Eltern durchgeführt, bei der ein Internetfragebogen eingesetzt wurde, um Einstellungen und Fernsehgewohnheiten quantitativ und qualitativ zu erfassen.
Der Hauptteil analysiert die historischen Veränderungen der Sesamstraße, die Rolle der Eltern als "Torwächter" des Medienkonsums sowie die empirische Überprüfung dreier aufgestellter Hypothesen mittels statistischer Auswertung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sesamstraße, Nostalgie, elterliche Medienpräferenzen, Vorschulfernsehen und pädagogische Wirkungsforschung.
Ja, die Ergebnisse zeigen, dass Eltern signifikant häufiger Sendungen für ihre Kinder wählen, die sie selbst in ihrer Kindheit gern gesehen haben, wobei die Sesamstraße als Klassiker besonders hervorsticht.
Die persönliche Sympathie für die aktuelle Sendung ist gesunken, dennoch beurteilen viele Eltern den pädagogischen Wert der Sendung für ihre Kinder weiterhin positiv und befürworten das Sehen der Sesamstraße.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

