Bachelorarbeit, 2012
38 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Themenstellung und Inhalt der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1. Capital Asset Pricing Model
2.1.1. Grundlagen des Capital Asset Pricing Model
2.1.2 Effiziente Portfolios im Capital Asset Princing Model
2.2 Investor Recognition Hypothese
2.2.1 Die Investor Recognition Hypothese als Erweiterung des CAPM
2.2.2 Optimierungsproblem der Investor Recognition Hypothese
2.2.3 Determinanten der Schattenkosten und Aktienrenditen
3 Einfluss von Medienberichten und Werbung auf Aktienrenditen
3.1 Steigender Bekanntheitsgrad als Managementziel
3.2 Beeinflussung des Bekanntheitsgrades durch Medienberichterstattung
3.2.1 Definition von Medienberichten im Sinne der IRH
3.2.2 Einfluss von Medienberichten auf Aktienrenditen
3.2.3 Einfluss von Investor Relations auf Aktienrenditen
3.3. Beeinflussung des Bekanntheitsgrades durch Werbemaßnahmen
3.3.1 Definition von Werbung im Sinne der IRH
3.3.2 Einfluss von Werbung auf Aktienrenditen
3.4 Bedeutung der Beeinflussung durch Medienberichte und Werbung
3.4.1 Bedeutung der Beeinflussung für Investoren
3.4.2 Bedeutung der Beeinflussung für Unternehmen
4. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob und inwiefern Medienberichterstattung und Werbemaßnahmen den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens beeinflussen können und welche Auswirkungen dies auf den Aktienkurs sowie die erwarteten Renditen von Aktien hat, basierend auf der Investor Recognition Hypothese (IRH) von Robert C. Merton.
2.1.1. Grundlagen des Capital Asset Pricing Model
Im CAPM von Sharpe (1964) und Lintner (1965) beschreiben die Autoren einen linearen Zusammenhang zwischen der erwarteten Rendite und dem Risiko einer Aktie. Es gilt als Meilenstein in der Bewertungstheorie und wird heutzutage vielfältig genutzt, um Kapitalkosten von Unternehmen zu schätzen, Unternehmen sowie deren Aktien zu bewerten und die Performance von Portfolios zu analysieren. Das CAPM basiert auf dem Grundgedanken der Portfoliotheorie von Markowitz (1952) zur Minderung des Risikos eines Portfolios durch Diversifikation, stellt diesem gegenüber jedoch eine Erweiterung dar, indem theoretische Gleichgewichtskurse für Wertpapiere bestimmt werden, die sich nach der Zusammenstellung von effizienten Portfolios durch Investoren am Kapitalmarkt einstellen.
Markowitz nimmt in der Portfoliotheorie an, dass Investoren risikoavers sind und ein höheres Risiko nur dann in Kauf nehmen, wenn der erwartete Erfolg einer Investition überproportional zum Risiko ansteigt. Des Weiteren geht er davon aus, dass ein Investor bei der Zusammenstellung seines Portfolios das Verhältnis von erwarteter Rendite und Risiko für einen einperiodigen Anlagehorizont optimiert. Der Begriff der erwarteten Rendite bildet hierbei den gewichteten Mittelwert der Erwartungen eines Investors bezüglich der Wertentwicklung verschiedener Aktien in seinem Aktienportfolio. Das Risiko wird durch die gewichtete durchschnittliche Varianz dieser Erwartungen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen Wertpapieren innerhalb des Portfolios beschrieben. Als Ergebnis können Investoren ihr Anlageverhalten auf zwei Arten optimieren, indem sie (i) die Varianz ihres Portfolios bei einer gegebenen erwarteten Rendite minimieren oder (ii) die erwartete Rendite ihres Portfolios bei einer gegebenen Varianz maximieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik unvollständiger Informationen am Kapitalmarkt ein und stellt die Relevanz des Bekanntheitsgrades für Aktienrenditen sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Hier werden das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als Basismodell sowie die Investor Recognition Hypothese (IRH) von Merton als Erweiterung für unvollständige Informationen theoretisch fundiert.
3 Einfluss von Medienberichten und Werbung auf Aktienrenditen: Dieses Hauptkapitel analysiert empirisch und theoretisch, wie Medienberichterstattung und Werbemaßnahmen den Bekanntheitsgrad steigern und welche Auswirkungen dies auf Aktienrenditen und den Unternehmenswert hat.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und diskutiert die Konsistenz der empirischen Ergebnisse mit der theoretischen IRH sowie Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung.
Investor Recognition Hypothese, CAPM, Aktienrenditen, Bekanntheitsgrad, Medienberichterstattung, Werbemaßnahmen, Unternehmenswert, Schattenkosten, Informationskosten, Kapitalmarkt, Investor Relations, Risikoprämie, Portfolio, Diversifikation, Markteffizienz
Die Arbeit untersucht, wie Informationen über ein Unternehmen dessen Bekanntheitsgrad am Kapitalmarkt steigern und wie dieser Prozess die Aktienrenditen und den Unternehmenswert gemäß der Investor Recognition Hypothese beeinflusst.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des CAPM und der IRH, der Einfluss von Medienpräsenz und Werbemaßnahmen auf Investoren sowie die strategische Bedeutung von Investor Relations.
Die Arbeit analysiert, ob Medienberichterstattung und Werbung den Bekanntheitsgrad von Unternehmen beeinflussen können und welchen konkreten Effekt diese Faktoren auf Aktienkurse und Renditen haben.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die zentrale theoretische Modelle mit empirischen Studien aus der Finanzmarktforschung vergleicht und kritisch zusammenführt.
Im Hauptteil werden zunächst die konzeptionellen Modelle dargestellt und anschließend die Wirkungskanäle von Medienberichten, CEO-Präsenz und Werbeaktivitäten auf das Investorenverhalten und die Kapitalmarktbewertung untersucht.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Investor Recognition Hypothese, Aktienrenditen, Bekanntheitsgrad, Informationskosten und Unternehmenswert beschreiben.
Während Medienberichte meist unabhängig erfolgen, können Werbemaßnahmen vom Unternehmen aktiv gesteuert werden, um Bekanntheit zu erzeugen, auch wenn dies theoretisch bei Merton nicht vorgesehen war.
Investor Relations dienen kleinen, unbekannten Unternehmen als Schnittstelle zum Kapitalmarkt, um durch gezielte Kommunikation die Sichtbarkeit zu erhöhen und damit potenzielle Investoren zu gewinnen.
Ein steigender Bekanntheitsgrad führt zu einer breiteren Investorenbasis und verringert das wahrgenommene Informationsrisiko, was wiederum die Risikoprämie senkt und somit die Kapitalkosten für das Unternehmen reduziert.
Aufgrund begrenzter kognitiver Kapazitäten und Informationskosten investieren Marktteilnehmer bevorzugt in Aktien, über die sie Informationen besitzen, was Merton in seiner IRH als grundlegendes Marktmerkmal definiert.
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