Bachelorarbeit, 2011
88 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG
1.2 ZIELE UND AUFBAU DER THESIS
2 TREIBER HIN ZUR INDUSTRIALISIERUNG VON BANKEN
2.1 DER BANKENSEKTOR IN DEUTSCHLAND
2.2 COST INCOME RATIO (CIR)
2.3 WANDEL IN DER BANKEN- UND FINANZDIENSTLEISTUNGSBRANCHE
2.3.1 Liberalisierung, Regulierung und Deregulierung der Finanzmärkte
2.3.2 Veränderungen im Verhalten des Bankkunden
2.3.3 Entwicklungen in der Kommunikations- und Informationstechnologie
2.4 WETTBEWERBSSITUATION IM DEUTSCHEN BANKENSEKTOR
3 ENTWICKLUNG UND GRUNDLAGEN DER INDUSTRIALISIERUNG
3.1 TRADITIONELLE BEGRIFFSDEFINITIONEN DER INDUSTRIALISIERUNG
3.2 TAYLORISMUS
3.3 FORDISMUS
3.4 DIE ENTWICKLUNG NEUER MANAGEMENTKONZEPTE
3.4.1 Lean Production – Lean Management – Toyota Production System
3.4.2 Lean Banking
3.5 GRUNDPRINZIPEN DER INDUSTRIALISIERUNG
3.5.1 Massenproduktionen
3.5.2 Standardisierung
3.5.3 Automatisierung
3.5.4 Spezialisierung
4 INDUSTRIALISIERUNG IM BANKENSEKTOR
4.1 ÜBERTRAGBARKEIT VON KONZEPTEN DER INDUSTRIE AUF DEN BANKENSEKTOR
4.2 ZIELE UND ERWARTUNGEN DER BANKENINDUSTRIALISIERUNG
4.3 HINDERNISSE BEI DER UMSETZUNG DER BANKENINDUSTRIALISIERUNG
4.4 STRATEGISCHE NEUAUSRICHTUNG
4.4.1 SWOT-Analyse
4.4.2 Die Balanced Scorecard (BSC)
4.5 DIMENSION KUNDEN- UND SERVICEORIENTIERUNG
4.6 DIMENSION PROZESSE
4.6.1 Business Process Reengineering (BPR)
4.6.2 Veränderte Organisationstruktur
4.6.3 KAIZEN und der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP)
4.6.4 Verbesserung vs. Innovation
4.7 DIMENSION QUALITÄT
4.7.1 Total Quality Management (TQM)
4.7.2 Six Sigma
4.8 DIMENSION MITARBEITERORIENTIERUNG UND UNTERNEHMENSKULTUR
4.8.1 Einführung eines Change Managements
4.8.2 Aufstellung eines Unternehmensleitbildes
4.9 REDUKTIONEN DER WERTSCHÖPFUNGSTIEFE
4.9.1 Dekonstruktion und Spezialisierung von Wertschöpfungsketten
4.9.2 Fokussierung auf Kernkompetenzen
5 OUTSOURCING IM BANKENSEKTOR
5.1 BEGRIFFSDEFINITION UND EINFÜHRUNG IN DAS OUTSOURCING
5.2 GESETZLICHE UND REGULATORISCHE GRUNDLAGE FÜR DAS OUTSOURCING
5.3 ÜBERBLICK CHANCEN UND RISIKEN OUTSOURCING
5.3.1 Chancen des Outsourcing
5.3.2 Risiken des Outsourcing
5.4 FORMEN DES OUTSOURCINGS
5.4.1 Komplettes Outsourcing/Ausgliederung von Leistungen
5.4.2 Business Process Outsourcing (BPO)
5.4.3 Shared Service Center
5.4.4 Near- bzw. Offshoring
5.5 ABLAUF EINES OUTSOURCINGPROZESSES
6 FAZIT
7 ANHANG
8 QUELLENVERZEICHNIS
Die Bachelor-Thesis untersucht die Potenziale und Methoden der Industrialisierung im Bankensektor, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Finanzinstitute angesichts von Globalisierung, Kostendruck und verändertem Kundenverhalten nachhaltig zu steigern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern bewährte industrielle Managementkonzepte auf Bankdienstleistungen übertragen werden können.
3.4.1 Lean Production – Lean Management – Toyota Production System
Diese Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1950, als der damalige Chef vom japanischen Autohersteller Toyota, Eiji Toyoda, für drei Monate nach Detroit reiste, um die damals fortschrittlichsten Automobilproduktionsstätten zu besuchen. Als er von der Reise zurückkam, war er voller Hoffnung, dass es Möglichkeiten der Verbesserung bezüglich des amerikanischen Produktionssystems gäbe. Er bemängelte, dass das System nicht auf Japan umsetzbar wäre und beauftragte seinen damaligen Ingenieur Taiichi Ohno zum Leiter der Produktion und Shota Kamiya zum Marketingleiter. Sie begannen ein Konzept zu entwickeln mit dem Ziel, aus den „Fehlern“ der Amerikaner zu lernen. Die maßgeblichen Defizite sahen sie in den zu großen Produktionsstätten, in denen zu viel Material in den Lagerstätten und Zeit verschwendet wurden und untätige Mitarbeiter zu finden waren. Zudem bemängelten sie den Druck und den Kostenzwang, den sie auf ihre Zulieferer ausübten und dass die Verkaufspolitik und die Preise der Händler ebenfalls diktiert wurden.
Auf dieser Basis entwickelte sich das Toyota Produktionssystem (TPS). Dieses System, auch bekannt als schlanke Produktion, ist ein ganzheitliches Management einer Unternehmung, mit Beachtung der ganzen Wertschöpfungskette. Dieses revolutionäre Produktionsprogramm wird auch als Lean Management und Lean Production bezeichnet. Dieses ganzheitliche Konzept wurde erstmals 1979 in einer Studie über mehrere Jahre hinweg vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) erwähnt. Diese Studie befasste sich mit dem maßgeblichsten Unterschied zwischen der amerikanischen und japanischen Automobilindustrie.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Industrialisierung von Banken und Darstellung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Bachelor-Thesis.
2 TREIBER HIN ZUR INDUSTRIALISIERUNG VON BANKEN: Untersuchung der ökonomischen Rahmenbedingungen, des Wettbewerbsumfelds und der technologischen Entwicklungen im deutschen Bankensektor.
3 ENTWICKLUNG UND GRUNDLAGEN DER INDUSTRIALISIERUNG: Analyse historischer und aktueller industrieller Managementkonzepte wie Taylorismus, Fordismus und Lean Management.
4 INDUSTRIALISIERUNG IM BANKENSEKTOR: Darstellung der Übertragbarkeit industrieller Prinzipien auf Banken sowie Analyse der strategischen, prozessualen und kulturellen Dimensionen.
5 OUTSOURCING IM BANKENSEKTOR: Erörterung der Outsourcing-Strategien, Chancen, Risiken und der gesetzlichen regulatorischen Grundlagen für Finanzinstitute.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und des Weges hin zur industrialisierten Bank.
Industrialisierung, Banken, Lean Banking, Wertschöpfungskette, Outsourcing, Prozessmanagement, KVP, KAIZEN, Six Sigma, TQM, Strategische Neuausrichtung, Bankenmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Change Management, Unternehmenskultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung industrieller Fertigungsprinzipien auf den Banken- und Finanzdienstleistungssektor, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Institute zu steigern.
Die zentralen Felder sind Lean Management, Prozessoptimierung, Qualitätsmethoden wie Six Sigma, strategische Ausrichtung und Outsourcing.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Banken durch die Übertragung von Methoden der Industrie erfolgreich und nachhaltig im sich wandelnden Marktumfeld agieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Einbeziehung empirischer Trendstudien (u.a. vom Fraunhofer IAO) und die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Industrialisierung mit der praktischen Übertragbarkeit auf den Bankensektor verknüpft, inklusive der Untersuchung strategischer Dimensionen und Outsourcing-Möglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind Industrialisierung, Lean Banking, Prozessstandardisierung, Wertschöpfungskette, KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) und Outsourcing.
Die Cost Income Ratio dient als zentraler Effizienzindikator, der den hohen Druck auf die Banken verdeutlicht, ihre Kostenstrukturen durch industrielle Methoden zu optimieren.
Im Gegensatz zum rein mechanistischen Taylorismus wird der Mitarbeiter beim modernen Lean-Ansatz als zentraler Faktor für Qualität und Verbesserung gesehen, dessen Einbindung und Qualifizierung über den Erfolg entscheidet.
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